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Anwendungsbeispiel: Westwing integriert Analytics-Plattform HP Vertica

Online-Händler Westwing wächst stetig, ebenso seine Datenmenge. Für eine schnellere Analyse hat die Firma eine neue Analytics-Plattform integriert.

Eine der vielen Veränderungen, die das Internet dem Einzelhandel gebracht hat, ist die Entstehung von Shopping-Clubs. Sie bieten den Kunden Gelegenheit, Produkte zu reduzierten Preisen zu erwerben. Westwing Home & Living ist ein Beispiel für diese Art von Online-Handel. Das 2011 gegründete Unternehmen wechselt täglich sein Warenangebot, um den Mitgliedern eine sich stetig verändernde Einkaufsumgebung zu bieten.

Tobias Grabitz ist
freier Autor.

Der Online-Club ist das Herzstück des Internetauftritts von Westwing. In ihm können sich registrierte Mitglieder über Deko-Trends informieren und aus einer großen Auswahl an Einrichtungsgegenständen wählen.

Westwing kombiniert diese Online-Umgebung mit einem Flash-Sale-Modell, das heißt, die Produkte sind nur für begrenzte Zeit verfügbar.

Damit Mitglieder kein Produkt verpassen, erhalten sie regelmäßig E-Mails mit aktuellen Verkaufsangeboten. Je detaillierter Westwings Verständnis einzelner Kunden ist, desto individueller kann das Unternehmen ihre Bedürfnisse und Interessen bedienen. Zudem muss Westwing die Effektivität seiner E-Mail- und Verkaufskampagnen genau im Blick behalten, um diese stetig zu verbessern.

„Es ist für uns wichtig, dass wir schnell und frühzeitig verstehen, wie unsere Kampagnen und Produkte von unseren Mitgliedern angenommen werden“, erklärt Thomas Ruetzel, Global Head of Business Intelligence bei Westwing.

Käufer und Kunden erzeugen Big Data

Um dieses Ziel zu erreichen, musste Westwing zwei Hürden überwinden. Zum einen erzeugen die fast 800.000 aktiven Käufer weltweit enorme Datenmengen (Big Data). Jedes Mal, wenn ein Mitglied eine E-Mail öffnet oder die Westwing-Seite besucht, generiert das eine Vielzahl von Datensätzen. Die zweite Hürde ist die Zeit: Westwing kann es sich nicht leisten, tagelang auf die Ergebnisse seiner Datenabfragen zu warten. Das Unternehmen muss schnell verstehen, wie Mitglieder auf E-Mails oder Veränderungen im Produktportfolio reagieren.

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Auf der Suche nach einem Werkzeug für die Datenanalysen entschied sich Westwing für HP Vertica. Das System erlaubt es Westwing, fast in Echtzeit die Reaktionen der Mitglieder auf E-Mail-Kampagnen und die Website zu erfassen. „Als E-Commerce-Unternehmen benötigen wir äußerst schnelle Datenanalysen“, sagt Ruetzel, „und das ist eine der Stärken von HP Vertica.“

Ein weiterer Entscheidungsgrund war die Skalierbarkeit des Systems. „Wir wachsen mit hoher Geschwindigkeit, und mit uns die Datenvolumen und unser Bedarf an Ressourcen für Datenanalysen“, erklärt Ruetzel. „Mit HP Vertica können wir, wenn wir zusätzliche Kapazität brauchen, einfach einen neuen Server aufsetzen und ihn zu einem Cluster hinzufügen.“

Westwing hat im Jahr 2014 seinen Umsatz um 66 Prozent gesteigert. Mithilfe der neuen Analytics-Plattform wird das Unternehmen seine Analyseumgebung weiter verbessern, um das künftig noch schneller zu wachsen.

Über den Autor:
Tobias Grabitz schreibt als freier Autor. Der studierte Amerikanist beschäftigt sich besonders mit den Themen Server und Enterprise Software sowie der Verknüpfung von IT und Business.

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Artikel wurde zuletzt im Oktober 2015 aktualisiert

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