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Warum Datenanalysen auf mehr Schultern verteilt werden müssen

In viele Firmen gibt es Datenanalytiker, die mit Analytics-Aufgaben überschüttet werden. Mehr Analytiker und neue Tools können diese Problem beheben.

In fast jedem Unternehmen sind sie anzutreffen, und es gibt kaum eine Fachabteilung, in der sie nicht aktiv sind. Sie sind beliebt, überlastet und gleichzeitig zählen sie zu den wichtigsten Mitarbeitern: Datenanalytiker. Sie benötigen keine spezifische Ausbildung und keinen besonderen akademischen Abschluss. Höchste Zeit, dass ihre Tätigkeit rund um geschäftliche Entscheidungsprozesse im Unternehmen gewürdigt wird.

Ein Datenanalytiker im Nebenjob ist jemand, der von Kollegen gefragt wird, wenn schnell zwischendurch ein Bericht zu erstellen ist, Daten aus den verschiedenen Quellen zusammenzutragen sind oder eine kurze Zusammenfassung des letzten Monats oder Quartals gefragt ist. 

Er ist bekannt dafür, dass er sich mit den wichtigen Daten des Unternehmens sehr gut auskennt und mit Self Service Business Intelligence (BI) Tools zur Datenanalyse bestens vertraut ist. In seiner Stellenbeschreibung jedoch kommt der Begriff „Datenanalytiker“ nicht vor.

Er ist – ähnlich wie die bekannten Power-User in den 90er-Jahren – schrittweise in diese Rolle hineingewachsen. Seine Kenntnisse und Fähigkeiten haben sich in der Fachabteilung herumgesprochen, und er hat deshalb immer wieder Datenanalysejobs für seine Kollegen erledigt. Aus fünf Minuten pro Tag wurden dann schnell 20 Minuten oder mehr – und das Ganze zusätzlich zu seinen anderen Aufgaben.

Solange der reguläre Job darunter nicht leidet, hat kein Unternehmen Einwände gegen die Datenanalytiker im Nebenjob. Noch besser aber wäre es, wenn es anstatt einzelner deutlich mehr Datenanalytiker in den Fachabteilungen gäbe. Deren Tätigkeit im Stillen zu dulden ist das eine; effizienter ist es, sie offiziell zu fördern und damit die Hilfe zur Selbsthilfe anzustoßen.

Personal- und Organisationsverantwortliche in den Fachabteilungen sollten die Bürde, die es für einzelne mit sich bringt, ein Datenanalytiker im Nebenjob zu sein, auf mehr Schultern verteilen. Dies bringt nicht nur Vorteile für das Unternehmen als Ganzes, auch die einzelnen Fachkräfte profitieren davon.

Durch die Möglichkeit, Self-Service-Analyse-Tools für Business-Intelligence (BI)-Aufgaben einzusetzen, erweitert sich der Freiraum der beruflichen Tätigkeit von Mitarbeitern. Anstatt bei komplexen Datenanalysen auf andere angewiesen zu sein, haben sie die Dinge jetzt selbst in der Hand. Und nicht zuletzt entlastet dies die IT-Abteilung, denn sie muss nicht mehr alleine alle BI-Aufgaben übernehmen. Einen beachtlichen Teil übernehmen die Datenanalytiker im Nebenjob und nutzen dazu Self-Service-BI-Tools.

Über den Autor:
Ales Zeman ist Manager Pre-Sales bei Dell Software in Frankfurt am Main.

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Artikel wurde zuletzt im Dezember 2014 aktualisiert

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