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Software-defined LAN: Die Voraussetzungen für SD-LANs

Hohe Performance und Sicherheit sind für ein SD-LAN zwingend. Es muss auch einfach zu handhaben sein und hohe Flexibilität sowie Verfügbarkeit bieten.

Dies ist der dritte und letzte Artikel in unserer Serie zu Software-definierten LANs. Der erste Beitrag beschäftigt sich mit SD-LAN, SD-WAN und SDN im Vergleich. Der zweite Artikel zählt die Vorteile von Software-definierten LANs auf.

Um im WLAN-Sektor auf Dauer Spuren zu hinterlassen, müssen SD-LANs sehr viel mehr als nur gute Durchsatz- und Performance-Zahlen liefern. Die Architektur des WLAN-Systems ist zweifellos der wichtigste Baustein für jede effektive SD-LAN-Implementierung.

Wie lauten also die Voraussetzungen für eine erfolgreiche SD-LAN-Implementierung? Die Antwort ist einfach: Eine hohe Performance, dicht gefolgt von einer umfassenden, wirkungsvollen und einfach zu handhabenden Sicherheit. Schließlich ist Performance nur dann relevant, wenn die Sicherheit gewährleistet ist.

Performance

Eine der größten Herausforderungen an die Performance, mit denen Unternehmen heute konfrontiert sind, entsteht durch die enormen Schwankungen des Bandbreitenbedarfs. Moderne Netzwerke müssen ein breites Spektrum an Datenverkehrstypen, Anwendungen und standortabhängigen Nutzeranforderungen bewältigen.

Folglich ist es extrem wichtig, etwaige Latenzzeiten möglichst minimal zu halten, um Informationen jederzeit und überall ohne Verzögerung bereitzustellen. Bei genauer Betrachtung ist ein Netzwerk nicht mehr als ein Instrument zur Produktivitätssteigerung. SD-LANs können durch die dynamische Anpassung interner Netzwerkeinstellungen dazu beitragen, dass Traffic-Richtlinien eingehalten und Informationen sofort bereitgestellt werden.

Sicherheit

Mit Blick auf die Sicherheit müssen SD-LANs in der Lage sein, lokale Authentifizierungsmechanismen wie beispielsweise das Identitäts-Management zu nutzen sowie Berechtigungs- und Chiffrierschlüssel zu identifizieren.

In diesem Kontext wird eine feinkörnige Abstufung bis auf Nutzer- und Geräteebene benötigt, ergänzt um Standort-, Uhrzeit-, Rollen- und anderweitige Funktionen, die für lokale Netzwerkrichtlinien von Belang sind, zum Beispiel Funktionen für BYOD-Geräte, Gastzugänge und die IoT-Unterstützung. In einer Wireless-First-Welt wird gerade letzteres immer wichtiger.

Dank eines einfacheren Onboardings und – noch wichtiger – der systemweiten Einheitlichkeit mit einem einzigen Kontrollpunkt ermöglichen Software-definierte LANs auch eine bessere Reaktion auf Sicherheitsbedrohungen.

Flexibilität

Flexibilität und dynamische Anpassbarkeit, zwei Merkmale, die häufig als entscheidende Vorteile der SDN-Technologie genannt werden, gelten auch für SD-LANs. Durch Software-definierte Implementierungen und Richtlinien können Netzwerkanbieter eine bessere Konfigurierbarkeit, Skalierbarkeit und Verfügbarkeit erzielen. Gleichzeitig können sie die verschiedensten Fehlerbedingungen und selbst die seltenen, aber immer noch hochproblematischen Systemausfälle sehr viel besser bewältigen.

„Flexibilität und dynamische Anpassbarkeit, zwei Merkmale, die häufig als entscheidende Vorteile der SDN-Technologie genannt werden, gelten auch für SD-LANs.“

Martin Scheller, Aerohive Networks

Kosten

Schließlich müssen SD-LAN-Implementierungen auch bezüglich ihrer Kosteneffektivität einen positiven Leistungsnachweis erbringen, gerade angesichts der Tatsache, dass anstelle der Investitionsausgaben vermehrt die Aufwendungen für den operativen Geschäftsbetrieb (Arbeitskosten) in den Vordergrund treten.

Fazit

Mit zunehmender Automatisierungsreife dürfte es künftig immer weniger Bedingungen geben, die ein Eingreifen des Managements erfordern. Das Aufkommen der SD-LANs ist eine großartige Gelegenheit für den Umstieg auf ein Cloud-basiertes Management, das neben niedrigeren Kosten (dank spezieller Lizenzmodelle) auch eine maximale Visibilität und Anytime/Anywhere-Bereitstellung bietet.

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Nächste Schritte

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Artikel wurde zuletzt im April 2017 aktualisiert

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