Cloud: Von der IT-Abteilung ist Innovation statt Verwaltung gefordert

Die IT-Abteilung steht unter dem Druck, geschäftliche Anforderungen schneller umzusetzen. Abhilfe versprechen Open-Hybrid-Cloud-Lösungen.

Public-Cloud-Services wie Dropbox, Google Drive, Facebook, iTunes, Skype oder WhatsApp kennt jeder Verbraucher und nutzt oft mehrere mit seinem Smartphone. Eine einfache Bedienung, ein hoher Komfort, die ständige Aktualität und die einfache Abrechnung von Diensten sind wichtige Vorteile, die viele Anwender schätzen. 

Warum, so hat sich mancher schon gefragt, ist diese Flexibilität nicht auch bei der IT in Unternehmen möglich? Frustriert vom Status quo haben sich daher schon viele Verantwortliche in den Fachabteilungen von den vorgeschriebenen Pfaden verabschiedet und verwenden in Eigenregie Public-Cloud- und Outsourcing-Lösungen, ohne die IT-Abteilung zu informieren.

Brian Cornell,
Vice President –
General Manager,
Central Europe Red Hat

Die berüchtigte „Schatten-IT“ lässt grüßen: Gemeint sind damit Anwendungen, die an der IT-Abteilung vorbei gekauft oder im Abo bezogen werden, für die es keinen Helpdesk, kein Service-Management und keine Service-Level-Agreements (SLA) gibt. 

Für eine Fachabteilung ist solch ein Verhalten vielfach nur Notwehr, denn die IT-Abteilung braucht ihrer Ansicht einfach zu lange, um neue Applikationen oder auch nur Anpassungen zu liefern. 

Die IT-Abteilung andererseits verweist auf gravierende Probleme bezüglich Compliance- und Risiko-Management, eine lückenhafte Datensicherung und auf nicht einkalkulierte Servicekosten, wenn die zugekauften doch mit den vorhandenen Anwendungen kooperieren müssen.

Entscheidend dabei ist nicht so sehr, wer von beiden Recht hat, sondern welche Optionen es gibt, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Der Verweis auf gewachsene Strukturen, Prozesse und Rollenverteilungen auf Seiten der IT-Abteilung hilft nicht weiter. 

Nur das Bestehende möglichst effizient zu verwalten und am Laufen zu halten ist zu wenig. Wettbewerber, die schneller reagieren und verkrustete Strukturen bei Seite schieben, können sich ansonsten in kurzer Zeit einen Vorsprung verschaffen.

IT muss Flexibilität und Innovation zeigen

Auch wenn Führungsebene und Fachabteilungen die IT-Abteilung unter Druck setzen, wird sie in vielen Branchen aus Sicherheits- und Compliance-Gründen nur in Ausnahmefällen den Einsatz von Public Services zulassen. 

Erfolgreiche Unternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass sie die IT-Vielfalt gezielt einsetzen.

Unternehmen, die im Rahmen ihrer Platform-as-a-Service-Aktivitäten eigene Anwendungen entwickeln, testen und betreiben, können dazu beispielsweise einen Public-Cloud-Service wie die Amazon Web Services (AWS) nutzen.

Vielerorts gilt die IT-Abteilung noch als Kostenfaktor, die sich auf Konsolidierung, Kontinuität und Effizienz versteift. Die IT muss heute höchst flexibel und innovativ sein, die Fachabteilungen auf Nachfrage bestmöglich unterstützen und im idealen Fall neue Anforderungen frühzeitig erkennen und Lösungsmöglichkeiten aufzeigen. 

Open-Hybrid-Cloud-Szenarien auf Basis von OpenStack, ein Open-Source-Cloud-Computing-Projekt, das von der OpenStack Foundation gestartet wurde, bieten hier vielfältige Optionen. 

Die Möglichkeit, Applikationen und die zugehörigen Daten zwischen verschiedenen Infrastrukturen zu verschieben und gleichzeitig zu verwalten, zählt zu den wichtigen Eigenschaften einer Open Hybrid Cloud. Dazu gehört auch eine Kombination aus Public und Private Cloud, von bewährten, vorhandenen und neuen Cloud-Anwendungen. 

Erfolgreiche Unternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass sie die IT-Vielfalt gezielt einsetzen. Die herkömmliche IT setzt auf Verfügbarkeit und Effizienz. Eine Einbeziehung von Open-Hybrid-Cloud-Bausteinen ermöglicht in kurzen Zyklen neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, zu testen und immer wieder abzuwandeln – eine der Voraussetzungen, damit Unternehmen mit Hilfe ihrer IT innovativer und wettbewerbsfähiger werden.

Über den Autor:
Brian Cornell ist Vice President – General Manager Central Europe bei Red Hat. Red Hat bietet selbst eine OpenStack-Plattforman.

Folgen Sie SearchDataCenter.de auch auf Facebook, Twitter und Google+!

Artikel wurde zuletzt im November 2014 aktualisiert

Erfahren Sie mehr über Cloud Computing

- GOOGLE-ANZEIGEN

ComputerWeekly.de

Close