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CephFS für Produktivumgebungen: SUSE Enterprise Storage 4 kommt im Dezember

SUSE Enterprise Storage 4 bringt CephFS-Unterstützung für Produktivumgebungen und ARM-Support. Die Veröffentlichung wurde für Dezember angekündigt.

Auf der SUSEcon 2016 in Washington wurde die neue Version 4 von SUSE Enterprise Storage vorgestellt. Wie schon der Vorgänger basiert auch SUSE Enterprise Storage 4 auf dem aktuellen Jewel-Release von Ceph. Im Gegensatz zu SUSE Enterprise Storage 3 bringt der Versionssprung jetzt aber die Möglichkeit, das bisher nur als Betaversion unterstützte verteilte Dateisystem CephFS auch mit vollem Support in Produktivumgebungen zu nutzen.

Ceph und SUSE Enterprise Storage 4 bieten laut SUSE eine einheitliche Storage-Plattform sowohl für Block-, File- und Object-Speicher, die sich innerhalb des gleichen Clusters betreiben lassen, was letztlich zu geringeren Capex- und Opex-Kosten führen soll. Dabei richtet sich Ceph-basierter Storage durch die geringe Perfomance, so SUSE, generell eher an Tier-2- oder Tier-3-Storage.

Vor allem als File-Storage kommt Ceph demnach schnell an seine Grenzen, wodurch sich SUSE Enterprise Storage 4 in diesem Bereich vor allem an große, dafür aber wenige Daten mit wenigen Lese- und Schreiboperationen richtet. Als konkrete Beispiele nennt SUSE hierbei etwa die Videoüberwachung, Medien-Streaming, bildgebende Verfahren in der Medizin der auch einfach VM-Storage oder Backup-Dateien.

Neben dem produktiven Ceph-Support unterstützt SUSE Enterprise Storage 4 jetzt auch 64-Bit-ARM-Architekturen, was Unternehmen eine größere Hardwareauswahl ermöglichen soll und letztlich natürlich ebenfalls zu geringeren Kosten führen soll. Zudem sollen Datensicherheit wie auch Disaster Recovery bei der Replikation von Block-Storage über weite Entfernungen hinweg beziehungsweise bei der Multisite-Replikation von Object-Storage verbessert worden sein.

SUSE Enterprise Storage 4 unterstützt außerdem die Cluster-Orchestrierung über das Automatisierungs-Tool Salt, was letztlich das Storage-Management vereinfachen soll. Möglich ist dies zunächst aber lediglich für CephFS-Nodes. Zudem wurden neue Technical Previews integriert, beispielsweise der NFS-Zugriff auf Amazon S3 Buckets oder die Unterstützung für die pNFS-Implementierung (parallel NFS) NFS Ganesha, mit der Compute-Clients direkt und parallel auf Storage-Geräte zugreifen können, was die Performance-Engpässe aktueller NFS-Server eliminieren soll.

Auf der SUSEcon 2016 wurde zudem eine der wichtigsten Neuerungen im Storage-Portfolio von SUSE der letzten Jahre bekanntgegeben: Die Übernahme von openATTIC, mit der SUSE das Storage-Framework OpenAttic noch enger in die eigene Storage-Plattform integrieren will.

SUSE Enterprise Storage 4 soll noch im Dezember 2016 allgemein verfügbar sein.

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