SAP BW heißt wieder SAP BW

Das von fast allen Marktteilnehmern eigentlich immer BW genannte Produkt SAP NetWeaver BI 7 Server heißt nun offiziell wieder SAP Business Information Warehouse.

Die Ansiedlung des Produktmanagements für alle Business-Intelligence (BI) -Komponenten (inkl. der Serverkomponente von SAP NetWeaver BI) bei Business Objects zeigt nun auch in der Namensgebung Wirkung: Das von fast allen Marktteilnehmern eigentlich immer BW genannte Produkt SAP NetWeaver BI 7 Server heißt nun auch offiziell wieder Business Warehouse.

Dies ist aus zwei Gründen zu begrüßen: 
1. Gut eingeführte Produktnamen sollte man nur im Notfall ändern, da dies nur zur Verwirrung beiträgt.
2. war SAP NetWeaver BI insofern unglücklich, da sowohl Frontend- (BEx) als auch Backend- (NW BI Server) Produkte mit einem Produktnamen versehen wurden. Diese Komponenten sollte man zumindest in offenen BI-Architekturen trennen. Wenn die Frontends in Zukunft von Business Objects kommen, dann trägt auch diese Namensgebung der Klarheit bei.

Etwas mehr öffentliche Klarheit verträgt aus meiner Sicht auch die Positionierung und Zukunft des SAP BW. Damit verabschiedet sich SAP Business Objects von der vor der Übernahme formulierten Enterprise Data-Warehouse-Anspruchs des SAP BW auch in heterogenen Umgebungen, denn SAP NetWeaver BI wird nur noch für "SAP Application Centric" Umgebungen positioniert und explizit nicht als "offen".

Auch Themen wie Lizenzierung, Open Hub, Schnittstellen, Business Content oder Datenintegrationskomponenten müssen überdacht werden. Dies ist eine der aktuellen Aufgaben für die Neugestaltung von BI-Strategien mit SAP und ich bin mir nicht sicher, ob allen Kunden klar ist, wo die Reise mit dem BW hingeht. Das (begrüßenswerte) Bekenntnis der Weiterführung des BW reicht da alleine nicht aus.

Über den Autor:

Dr. Carsten Bange ist geschäftsführender Gesellschafter des Business Application Research Centers (BARC). Er ist seit mehr als 10 Jahren für nationale und internationale Unternehmen verschiedenster Branchen und Größen im Rahmen der Strategie- und Architekturberatung, Werkzeugauswahl und Qualitätssicherung in Business-Intelligence- und Datenmanagement-Projekten tätig. Als neutraler Beobachter des Softwaremarktes ist er ein häufiger Redner bei Tagungen und Seminaren sowie Autor zahlreicher Fachpublikationen und Marktstudien.

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