Analysten-Prognose: Microsoft Azure überholt AWS beim Cloud-Umsatz 2017

Das US-Analystenhaus Pacific Crest prognostiziert, dass Microsoft AWS beim absoluten Umsatz 2017 überholt. Im IaaS-Bereich bleibt AWS Marktführer.

Laut den US-Marktforschern von Pacific Crest könnte Microsoft Azure Amazon Web Services (AWS) als Public-Cloud-Marktführer nach Umsatz in der zweiten Hälfte 2017 überholen.

Nach Analyse der finanziellen Performance der 60 größten Cloud-Unternehmen ist Pacific Crest zu dem Schluss gekommen, dass Microsoft AWS noch dieses Jahr beim Umsatz überholt, berichtet die Nachrichtenseite The Street.

Brent Bracelin, Senior Research Analyst bei Pacific Crest, hat die Vorhersage in einer Research Note veröffentlicht. Er verweist außerdem darauf, dass Microsoft in den Bereichen Software as a Service (SaaS), Platform as a Service (PaaS) und Infrastructure as a Service (IaaS) in den kommenden Jahren gut aufgestellt ist.

„Wir schätzen, dass in der zweiten Hälfte dieses Jahres das Commercial-Cloud-Segment von Microsoft AWS beim absoluten Umsatz übertrifft und zum ersten Mal in zehn Jahren zur größten Public-Cloud-Plattform wird, was seinen Übergang vom Cloud-Nachzügler zum Cloud Leader markiert“, sagt Bracelin.

Nach Angaben von Pacific Crest werden sich die Gesamtausgaben für die Cloud in den nächsten fünf Jahren auf 239 Milliarden Dollar verdreifachen. Das Cloud-Service-Portfolio von Microsoft ist dabei in einer guten Position, einen großen Anteil abzugreifen.

Wie es in einem Bericht von Computer Weekly heißt, hat AWS eine allmähliche Verlangsamung seines Cloud-Umsatzwachstums über mehrere Quartale hinweg erlebt, wobei das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum von 43 Prozent (erstes Quartal 2017) verzeichnete.

Zu diesem Zeitpunkt (Februar 2017) verwies das Unternehmen auf einen Geschäftsabschluss von 14 Milliarden Dollar Umsatz. Gleichzeitig erwartet Microsoft, dass sein Commercial-Cloud-Bereich auf Kurs ist, ein ähnliches Ergebnis zu erzielen, wenn es seinen Jahresbericht Ende Juni 2017 vorstellt.

Allerdings zählt Microsoft den Azure-Umsatz innerhalb seines Geschäftsberichts nicht einzeln auf. Sein Commercial-Cloud-Segment umfasst Einnahmen aus seinen Public-Cloud-Aktivitäten sowie seiner Business-Anwendungen, darunter Office 365.

AWS bleibt Marktführer bei IaaS

Bezogen auf den Marktanteil im IaaS-Bereich bleibt AWS aber laut Gartner Magic Quadrant for Cloud Infrastructure as a Service weiterhin mit Abstand derjenige, den es zu schlagen gilt. Gartner geht außerdem davon aus, dass viele Unternehmen mittlerweile mehr als fünf Millionen Dollar für IaaS-Technologie von AWS ausgeben.

„Auch wenn es nicht ideal alle Bedürfnisse abdeckt, ist es doch zu einer sicheren Wahl in diesem Markt geworden und spricht Kunden an, die die breiteste Palette an Fähigkeiten und langfristige Marktführerschaft wünschen“, heißt es in dem Bericht.

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Der Gartner-Bericht platziert Microsoft auf Platz zwei hinter AWS, wobei die Analysten davon berichten, dass ein durchschnittliches Unternehmen rund 500.000 Dollar für Azure pro Jahr ausgeben, wobei nur einige wenige Firmen die Schwelle von fünf Millionen Dollar erreichen.

„Microsoft wird häufig als strategischer Cloud-Anbieter von Kunden ausgewählt, die sich Microsoft-Technologien verpflichtet fühlen oder die Gesamt-Cloud-Strategie von Microsoft mögen, die IaaS, PaaS, SaaS und On-Premises-Lösungen umfasst“, so der Gartner Report. „Darüber hinaus verwenden viele Kunden, die eine Multi-Cloud-Strategie verfolgen, Azure für einige ihrer Workloads, und Microsofts On-Premises Azure-Stack-Software ist für Kunden attraktiv, die hybride Lösungen suchen.“

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