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Die meisten gefährlichen Spam-Mails landen bei deutschen Anwendern

Spam-Nachrichten mit gefährlichem Anhang erreichen besonders häufig deutsche Nutzer. Und haben dann oft Erpressungstrojaner als Schadcode im Gepäck.

Kaspersky Lab hat seinen Bericht „Spam und Phishing im dritten Quartal 2016“ veröffentlicht. Demnach sind im dritten Quartal 2016 so viele gefährliche Spam-Nachrichten unterwegs gewesen, wie seit Beginn des Jahres 2014 nicht mehr. Und sogar im Vergleich zum zweiten Quartal 2016 sei nochmals ein Zuwachs von 37 Prozent verzeichnet worden. Dabei waren weltweit am häufigsten deutsche Anwender von gefährlichen Spam-Mails betroffen. Zwischen Juli und September 2016 landete demnach jede siebte Spam-E-Mail mit gefährlichem Anhang in dem Postfach eines deutschen Anwenders. Und wenig verwunderlich: Wenn von dem Anhang eine Gefahr ausging, dann handelte es sich häufig um Ransomware-Trojaner.

Weltweit hätten die Lösungen von Kaspersky Lab zwischen Juli und September 73.066.751 Versuche blockiert, Nutzer über gefährliche Spam-Mail-Anhänge zu infizieren. Gemäß dem Bericht seien 13,21 Prozent dieser schädlichen Post auf deutsche Nutzer entfallen. Damit liegt Deutschland auf dem ersten Rang, gefolgt von Japan (8,76 Prozent) und China (8,38 Prozent).

Dies sind Zahlen, die auf dem Cloud-basierten Kaspersky Security Network basieren, wo Kunden auf freiwilliger Basis ihre Daten anonym zur Verfügung stellen können. Meist hätten die E-Mails einen neutralen Charakter gehabt und seien als Rechnung, Quittung, Dokumentenscan oder auch Benachrichtigung von Online-Shops aufgetreten. Die Angreifer sind zunehmend bemüht die Nachrichten so unauffällig wie möglich zu gestalten, damit sich die Spam-Mail nicht zu sehr von den üblichen Nachrichten im Posteingang abhebt.

Kasperksy Lab - Spam-Report Q3 2016
Abbildung 1: Deutsche Anwender sind ganz besonders häufig von gefährlichen Spam-Mails betroffen.

Das Gros der unerwünschten Nachrichten weist eine überschaubare Größe auf und bleibt unterhalb der 2-KByte-Marke. Allerdings sei der Anteil der Spam-Mails mit einer Größe zwischen zehn und 20 KByte ganz erheblich gestiegen.

Spam-Anteil am E-Mail-Traffic

Der Spam-Anteil am gesamten E-Mail-Traffic betrug im September 2016 bereits 61,25 Prozent. Im gesamten Quartal lag der Anteil am weltweiten E-Mail-Verkehr bei 59,19 Prozent. Das sind rund zwei Prozent mehr als im vorhergehenden Quartal. Geht es um die Herkunftsländer der unerwünschten Nachrichten, dann liegt Indien mit 14,02 Prozent auf Platz eins. Danach folgen Vietnam (11,01 Prozent) und die USA (8,88 Prozent).

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