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Citrix Synergy 2016: XenServer 7 verbessert Sicherheit und Windows-Management

Intel Iris Pro, Direct Inspection APIs und SMB: Der Citrix-Hypervisor XenServer erhält mit dem Update auf Version 7 zentrale neue Funktionen.

Es ist kein großes Geheimnis, dass viele XenDesktop- und XenApp-Umgebungen auf VMwares Hypervisor vSphere laufen. Die neuen Funktionen des zur Citrix Synergy 2016 in Las Vegas veröffentlichten XenServer 7, so hofft Citrix, sollen Citrix-Kunden von den Vorzügen einer einheitlichen Citrix-Infrastruktur auf Basis von XenServer überzeugen.

Hierfür bietet XenServer 7 beispielsweise Unterstützung für Intel GVT-g und Intel Iris Pro, einen in der CPU integrierten Grafikprozessor. Intel Iris Pro GPUs sind damit wesentlich kostengünstiger als dedizierte Grafikprozessoren, unterstützen aber auch die GPU-Virtualisierung für grafikintensive Anwendungen. Intel Iris Pro basiert auf Xeon-Prozessoren (E3 v4) und soll eine GPU für bis zu sieben virtuelle Maschinen als vGPU nutzbar machen.

Damit, so Citrix, lassen sich ohne zusätzliche Hardware oder Lizenzkosten in VDI-Szenarien (Virtual Desktop Infrastructure) grafikintensive Workloads von Web-Browsern über Produktivitätsanwendungen wie Microsoft PowerPoint bis hin zu CAD-Applikationen (Computer Aided Design) per Intel Iris GPUs beschleunigen. XenServer 7 unterstützt zudem vom Start weg die neuen NVIDIA GRID-Karten Tesla M60 und M6 sowie Tesla M10, und kann so bis zu 128 virtuelle Desktops pro Host-Server ausliefern.

Mehr Sicherheit durch Virtual Machine Introspection

Für mehr Sicherheit sollen in XenServer 7 die neuen Direct Inspect APIs sorgen, mit denen sich virtuelle Infrastrukturen mindestens ebenso effektiv gegen Malware absichern lassen sollen wie physische. Anbieter von Security-Tools können über diese Virtual Machine Introspection bis unter die Kernel-Ebene nach Malware, Viren und Rootkits scannen, ohne dabei auf dem Gastbetriebssystem Agents installieren zu müssen.

Der neue XenServer Health Check in XenServer 7 gibt Citrix-Admins zudem die Möglichkeit für proaktive Systemanalysen. Über diese optionale Funktion werden regelmäßig Server Status Reports erstellt und an die Citrix Insights Services übermittelt. Die Ergebnisse gehen wieder zurück an den Administrator, der über XenCenter Informationen zu möglichen Problemen erhält.

Besseres Management von Microsoft-Umgebungen

Auch für Microsoft-Umgebungen verspricht XenServer 7 einige neue Funktionen, beispielsweise die Unterstützung von Microsofts Storage-Protokoll SMB (Server Message Block). Vor allem für Unternehmen, die ihre Windows-Anwendungen mit XenApp und XenDesktop virtualisiert haben, soll sich daraus ein Vorteil bei der Verwendung von XenServer ergeben, so Citrix, da SMB von ESXi für den primären VM-Storage nicht unterstützt wird.

Durch die Unterstützung von Windows Server 2016 in XenServer 7 sollen sich zudem Docker-Container auf der Windows-Plattform einfach in XenCenter verwalten lassen. Citrix-Administratoren verspricht Citrix damit das Container-Management mit bekannten Citrix-Tools. Windows-Umgebungen sollen zudem durch die Möglichkeit zum Updaten der XenServer-Tools über Windows Update profitieren.

Neben diesen Funktionserweiterungen bringt XenServer 7 auch eine verbesserte Skalierbarkeit, unterstützt werden in der neuesten Version bis zu 5 TB RAM pro Host, bis zu 288 CPU-Kerne, bis zu 1,5 TB VM-RAM und bis zu 255 virtuelle Disks (Citrix AppDisks) pro virtueller Maschine.

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