CeBIT 2015: Fujitsu bringt Data Center in Stealth Mode

Für Angreifer unsichtbar: so stellt sich Fujitsu das sichere Rechenzentrum vor, mit Mehrfaktorenabsicherung und vollständiger Verschlüsselung.

Fujitsu nennt seine neue Sicherheits-Rack-Lösung etwas martialisch „Stealth Data Center“ und spielt damit auf den militärischen Begriff an. Dieser beschreibt Militärflugzeuge in diesem Modus als unsichtbar. Genauso stellt sich Fujitsu das sichere Rechenzentrum vor: unsichtbar für jeden Angreifer. Dafür verfügt das Rack über Mehrfaktorenabsicherung gegen Hacker- und Administratorenangriffe sowie durchgehende Verschlüsselung, umfassendes Monitoring und Auditierbarkeit. Autorisierten Nutzern ist ein Zugriff beispielsweise per Virtual Private Network (VPN) möglich. Pünktlich zur CeBIT 2015 stellt der Anbieter diese Lösung nun vor.

Bei der Lösung wurde vor allem auch an Bedrohungen innerhalb der Firma gedacht. Gegen physische Angriffe schützt ein verstärktes Gehäuse (Server Safes), biometrische Zugriffskontrolle per Infrarot-Handvenenscan und Mehraugen-Prinzip sowie der Einsatz von Tür- und Schock-Sensoren, die eine stete Überwachung gewährleisten. Das Monitoring soll Auditierbarkeit – zum Beispiel nach ISO – garantieren. So kann bei sensiblen Systemen vorgeschrieben werden, dass Administratoren des Dienstleisters nur Zugriff auf sie bekommen, wenn dieser vom Kunden autorisiert wird. Eine durchgehende Protokollierung der Zugriffe des Administrators am Rack macht diese zudem jederzeit nachverfolgbar.

Die Rack-Lösung hat Standardabmessungen von 42 Höheneinheiten, passt also in jedes Rechenzentrum. Die Kontrolleinheit misst sieben Höheneinheiten, im restlichen Rack lassen sich Standard-Server verbauen, auch bereits existierende Systeme.

Die Verschlüsselung umfasst Endgeräte, Datenübertragung, Server, Speichersysteme und Backup im Data Center. Damit sollen kritische Anwendungen von anderen IT-Komponenten abgekapselt werden. Das neue Sicherheitskonzept Fujitsus lässt sich dabei modular umsetzen. Damit kein unautorisiertes Zugreifen auf Daten oder gar Datendiebstahl passiert, wird der Speicher des Endgeräts überwacht und bei Unregelmäßigkeiten erfolgt ein Alarm. Darüber hinaus soll ein Mitlesen von Tastatur- und Mauseingaben sowie die Steuerung von Webcams und Mikrofonen verhindert werden. Um äußeren Einflüssen entgegenzuwirken, soll es so wenige Angriffspunkte wie möglich geben, beispielsweise keine offenen Ports beziehungsweise Dienste nach außen.

 Fujitsu will mit seiner Sicherheitslösung Rechenzentren sicherer gegen Bedrohungen von innen und außen machen. Unter dem Motto der „Digitalen Souveränität“ bietet der Hersteller diese Lösung nun. Allerdings macht Fujitsu bislang keine detaillierten Angaben zu Preisen oder zur generellen Verfügbarkeit. Bekannt ist, dass Stealth Data Center noch im Jahr 2015 auf den Markt kommen soll.

 

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