Grünes Licht für SAP: Concur-Aktionäre stimmen Übernahmen zu

Die Concur- Aktionäre haben der Übernahme durch SAP zugestimmt. Nach Angaben von SAP kann die Transaktion bereits bis 4. Dezember abgeschlossen sein.

Die Aktionäre von Concur haben auf einer Hauptversammlung der Übernahme durch SAP zugestimmt. Nach Angaben von SAP und Consur kann damit die Transaktion bis zum 4. Dezember abgeschlossen werden - vorausgesetzt die Behörden und Kartellämter genehmigen die Akquisition.

SAP hatte bereits Mitte September angekündigt, den Anbieter für Reisekostenmanagement-Software zu akquirieren. Als Kaufpreis nannte das in Walldorf ansässige Unternehmen 8,3 Milliarden US-Dollar (6,5 Milliarden Euro).

Analysten-Meinungen geteilt

Einige Analysten betrachten das Übernahmeangebot allerdings mit Skepsis. „Die Concur Aktionäre sind wohl mit der Übernahme glücklich. Ich bin mir aber nicht sicher, warum jemand anderes es sein sollte“, sagt Duncan Jones, Analyst bei Forrester Research, den Deal. Zudem kritisiert Jones den Anspruch von SAP, als einziger Anbieter ein komplettes Cloud-Portfolio anzubieten. „Wer hat einen Vorteil davon, dass SAP ein komplettes Software-Portfolio bietet? Sie sind alle getrennt und haben kein einheitliches Look and Feel“.

Andere Marktbeobachter betrachten die geplante Akquisition dagegen weniger skeptisch. „SAP zieht an allen vorbei, die in diesem Bereich aktiv sind“, ist sich Holger Müller, Vice President und Principal Analyst bei Constellation Research, sicher. „Sie kaufen damit die Park Avenue des Ausgabenmanagements und monopolisieren diesen Bereich für sich. Es gibt kein zweites Ariba und es gibt kein zweites Concur.“

Zweite große SAP-Akquisition 2014

Die Übernahme von Concur ist die zweite große Akquisition in diesem Jahr und die sechste in den letzten sieben Jahren. Bereits im März kündigte SAP die Übernahme von Fieldglass, einem Anbieter von Cloud-basierter Software für die Verwaltung von Leiharbeitern und die Arbeitsvermittlung, für rund eine Milliarde US-Dollar an.

Im Jahr 2012 übernahm der Softwareanbieter SuccessFactors für 3,4 Milliarden US-Dollar. SuccessFactors bietet Anwendungen für Personalwesen und Human Capital Management (HCM) in erster Linie als Software as a Service (SaaS) an.

Ebenfalls 2012 akquirierten die Walldorfer die Handelsplattform Ariba für 4,3 Milliarden US-Dollar. Auch Ariba verkauft Cloud-Anwendungen (SaaS) mit denen Kunden zum Beispiel digitale Rechnungen ausstellen sowie ihre Finanzen verwalten können.

Zwei Jahre zuvor kaufte SAP den Datenbankspezialisten Sybase für 5,8 Milliarden US-Dollar. Diese Übernahme verschaffte dem Softwareunternehmen die Möglichkeit, seine Geschäftsanwendungen leichter auf Smartphones und Tablets zu implementieren beziehungsweise Applikationen für Mobilgeräte zu entwickeln.

Der französische Software-Anbieter BusinessObjects wurde 2007 von SAP für 4,8 Milliarden Euro geschluckt. Business Objects umfasst Analyse- und Business-Intelligence (BI) -Anwendungen, mit denen Firmen Daten aus verschiedenen Geschäftsbereichen auswerten und für Berichte aufarbeiten können.

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