Nach Haswell-EP-Launch: IBM stellt neue M5-Server-Generation vor

Auch IBM nutzt die neue Haswell-Architektur und stellt neue System x-Server vor. Alleinstellungsmerkmale sucht IBM allerdings abseits der Hardware.

Nach der Vorstellung von Intels neuer Haswell-EP-Architektur aktualisiert nun auch IBM sein x86-Portfolio und kündigte gestern die neue Generation M5 der System x-Server an. Zuvor waren bereits von HP und Dell neue ProLiant- bzw. PowerEdge-Server vorgestellt worden.

Den Anfang machen IBMs System x3650 M5, x3550 M5 und x3500 M5, mit denen sich laut IBM 80 bis 90 Prozent der typischen Kunden-Workloads erledigen lassen. Technisch setzen alle neuen System x-Server auf den neuen Intel Xeon E5-2600 v3 und je nach Modell und Konfiguration auf bis zu 1,5 Terabyte des neuen DDR4-Speichers, der wie der neue Haswell-Prozessor mehr Performance bei geringerem Energieverbrauch verspricht.

Server-Hardware alleine kein Alleinstellungsmerkmal mehr

Die technische Ausstattung, so Klaus Gottschalk, Senior IT Architekt bei IBM Deutschland, sei im Server-Markt inzwischen aber herstellerübergreifend auf einem so hohen Standard, dass sich alleine damit kein Alleinstellungsmerkmal mehr erzielen lässt.

Mindestens genauso wichtig wie die reinen Hardware-Fakten war IBM dann bei der Präsentation der neuen M5-Server auch das Service-Portfolio um die Server herum, zum Beispiel die verbesserte Anbindung an VMware vSAN, mit der das Management von VM-Storage vereinfacht werden soll. Daneben wurden zudem die System x-Lösungen für Microsoft Fast Track Data Warehouse für SQL Server 2014 und für Microsoft Hyper-V sowie IBM SmartCloud Desktop Infrastruktur mit Atlantis Computing ILIO vorgestellt.

Alle System x-Server der M5-Generation setzen zudem auf Version 2.0 des Trusted Platform Module (TPM) und bieten damit ein höheres Sicherheitsniveau. Zudem werden die Server-Disks automatisch verschlüsselt und sollen so ebenfalls für mehr Sicherheit sorgen. Die Verwaltung der Security-Schlüssel erfolgt über IBMs Security Key Lifecycle Manager für System X.

Aber auch auf Hardware-Seite wurden noch zwei Neuerungen vorgestellt, mit denen Klaus Gottschalk IBM der Konkurrenz voraus sieht. Zum einen das Flex System x240 M5, mit dem IBM auf die langjährige Erfahrung mit seinem Blade Center zurückgreifen kann und das langfristig dessen Nachfolge antreten soll. Zum anderen die bisher lediglich im Münchner Leibnitz-Rechenzentrum (LRZ) als Prototyp im Einsatz befindliche Wasserkühlung des NeXtScale System für High-Performance-Computing.

Lenovo erwartet Übernahme der x86-Sparte bis Ende des Jahres

Für Bernhard Fauser, Director Sales Operation Central Region und Geschäftsführer Lenovo Deutschland, steht die Vorstellung der neuen System x-Server so kurz vor der Übernahme der x86-Server-Sparte durch Lenovo für Kontinuität und die gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen. Derzeit liege man gut im Zeitplan und wolle die Übernahme bis Ende des Jahres abgeschlossen haben. Im Zuge der Übernahme wird auch die System x-Modellreihe an Lenovo gehen.

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