IDC: Server-Umsätze in EMEA-Region steigen im ersten Quartal um 1,5 Prozent

Nach Angaben von IDC sinken die Absatzzahlen von Servern in EMEA weiter. Gleichzeitig investieren Kunden allerdings verstärkt in High-End-Hardware.

Trotz rückläufiger Zahlen im vierten Quartal 2013 entspannt sich der Servermarkt in Europa, dem Nahen Osten  und Afrika (EMEA) im ersten Quartal dieses Jahres etwas. Laut IDC ist der Umsatz in den ersten drei Monaten auf 2,9 Milliarden Dollar gestiegen – ein Wachstum von 1,5 Prozent beziehungsweise 44 Millionen Dollar. Gleichzeitig sind die Absatzzahlen laut IDC Quarterly Server Tracker um 3,9 Prozent oder 22.000 Einheiten geschrumpft. Insgesamt wurden 537.800 Servereinheiten im ersten Quartal ausgeliefert. Den Grund sehen die Analysten vor allem in Trends wie Virtualisierung und integrierten Systemen.

Der Vergleich zwischen den letzten beiden Quartalen zeigt, dass sich der negative Trend am Markt insgesamt aber fortsetzt. Der Umsatz bei Serveranbietern ist im Quartalsvergleich um 20,3 Prozent gesunken, was einem Rückgang von 10,8 Prozent bei Serverbestellungen entspricht. Eine Ursache ist nach Angaben der Analysten die „saisonale Natur des EMEA-Servermarkts“. Viele Kunden würden ihre Server am Ende eines Kalenderjahres kaufen, so dass der Umsatz im ersten Quartal vergleichsweise sinkt.

Der Servermarkt wird von x86-Hardware dominiert

„Die verkauften Einheiten in der EMEA-Regionen gingen in den letzte drei Jahren kontinuierlichen zurück“, sagt Giorgio Nebuloni, Research Manager Enterprise Server Group IDC EMEA. „Trotz eines starken Schubs für zusätzliche Kapazitäten in Mega-Data-Centern und deren Erneuerung  liegt der Fokus auf Tower- und Rack-Volumen.“ Als positiv heben die IDC-Analysten vor allem die Wachstumsmöglichkeiten des x86-Marktes hervor und verweisen auf dessen gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Der Anteil von x86-Servern ist deutlich um sechs Prozentpunkte auf 81 Prozent gestiegen. Der Umsatz mit x86-Einheiten legte um 2,2 Prozent auf 1,72 Milliarden Dollar zu. Gleichzeitig schrumpfte die Zahl der ausgelieferten Einheiten um 3,7 Prozent.

Den Umsatzanstieg verantworten im ersten Quartal vor allem Rack-optimierte und Blade Server mit einem Wachstum von 2,8 sowie fünf Prozent. Zusammengerechnet verzeichneten sie einen Anstieg von 3,4 Prozent und waren für 76,1 Prozent des gesamten Serverumsatzes verantwortlich. Da die Verkaufszahlen gesunken sind, verteuerte sich der Durchschnittspreis um rund 357 Dollar.

„Der EMEA Blade Markt verzeichnete ein starkes Wachstum im High-End-Bereich“, erläutert Eckhardt Fischer, Research Analyst bei der IDC EMEA Enterprise Group. „Diese Fokussierung auf High-End-Blade-Systeme ermöglicht es Anbietern, den Rückgang der Verkaufszahlen durch höhere Durchschnittspreise auszugleichen.“ Aus diesem Grund ergibt sich das etwas widersprüchliche Bild, dass zwar die Absatzzahlen sinken, der Umsatz aber steigt.

 

HP und Fujitsu wachsen am stärksten

Marktführer bleibt HP mit einem Umsatzanstieg von 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Das Unternehmen erwirtschaftete 1,092 Milliarden Dollar. Auf Platz zwei folgt IBM mit einem Umsatz von rund 569 Millionen Dollar, aber einem Minus von 9,3 Prozent. Auch Dell musste im Quartalsvergleich ein Minus von 7,9 Prozent hinnehmen und kam auf einen Umsatz von etwa 452 Millionen Dollar. Größter Gewinner im Vergleich zum vierten Quartal 2013 war Fujitsu mit einem Plus von 14,2 Prozent auf einen Umsatz von rund 207 Millionen Dollar. Oracle legte um 4,4 Prozent auf rund 160 Millionen Dollar zu.

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