Larry Ellison: In-Memory Option für Oracle Database 12c ab Juli verfügbar

Oracle Database In-Memory ist ab Juli verfügbar. Mit dem Angebot möchte Oracle vor allem Konkurrent SAP und die In-Memory-Datenbank HANA angreifen.

Database 12c ist bereits seit einiger Zeit auf dem Markt, ab Juli bietet Oracle nun auch die In-Memory Option für die Datenbank an. Die Dual-Format-In-Memory-Technologie soll schnelleres Analytics und effizienteres Online Transaction Processing (OLPT) ermöglichen. Mit der Technologie reagiert Oracle auf das Angebot von SAP, die die In-Memory-Datenbank SAP HANA seit rund vier Jahren anbieten.

Oracle CEO Larry Ellison verkündete bei der gestrigen Präsentation, dass die In-Memory Option eine Technologie sei, die den Arbeitsalltag verändern würde (siehe Video). Nachdem Ellison das Angebot auf der Openworld im September 2013 angekündigt hatte, soll die In-Memory-Technologie nun ab nächsten Monat verfügbar sein.

Oracle Database In-Memory im Detail

Die In-Memory Option für Oracle Database 12c umfasst folgende Details:

  • die Technologie beschleunigt laut Oracle die Datenbank-Performance bei Datenanalysen sowie Data-Warehouse-Anwendungen um ein Vielfaches und beschleunigt OLTP;
  • Oracle Database In-Memory läuft zusammen mit jeder Oracle Database-kompatiblen Anwendung. Künden sollen automatisch von der spaltenorientierten In-Memory-Verarbeitung ohne zusätzlichen Programmieraufwand oder Änderungen profitieren;
  • die In-Memory Option beschleunigt nach Angaben von Oracle die Verarbeitung der Daten innerhalb von Business-Anwendungen um den Faktor 100 bis 1000. Dabei nennt Oracle bisher allerdings nur eigene Produkte (E-Business Suite, JD Edwards, PeopleSoft, Siebel und Oracle Fusion Applications);
  • die Echtzeit-Datenanalyse soll Unternehmen helfen, auf Basis von aktuellen Daten umgehend auf Kundennachfragen zu reagieren;
  • Oracle Database In-Memory lässt sich mit allen Hardware-Plattformen einsetzen, die Oracle Database 12c unterstützen;
  • die Oracle Database 12c Ready Certification im Oracle PartnerNetwork (OPN) wird um Oracle Database In-Memory erweitert.

Bereits vor der Veröffentlich haben Kunden laut Oracle reges Interesse an der In-Memory Option gezeigt. Seit der Ankündigung vor neun Monaten hätten mehrere Hundert Endkunden und ISV-Partner das Angebot getest.

Kommentar von SAP: "Danke fürs Imitieren"

Oracle Database In-Memory vs SAP HANA
Beim Vergleich zwischen Oracle Database In-Memory und SAP HANA versucht Oracle seine Vorzüge gegenüber dem Konkurrenzprodukt hervorzuheben.

Andrew Mendelsohn, Executive Vice President Oracle Database Server Technologies, sagt bei der Ankündigung: „Oracle ist der einzige Hersteller der Branche, der umfassendes In-Memory-Computing anbietet: von Applications über Middleware und Datenbanken bis hin zu Hardware.“

Irfan Khan, Vice President Datenbanken beim Konkurrenten SAP kommentiert die Veröffentlichtung in der New York Times mit den Worten: „Danke fürs Imitieren“. Zudem nennt er die Methoden von Oracle, um relationale und analytische Aufgaben zu erfüllen „einen dualen und komplexen Ansatz“. Laut Khan würde SAP HANA Analysen wahrscheinlich kostengünstiger erledigen als die In-Memory Option von Oracle. Ob das stimmt, wird man ab Juli erfahren, denn genaue Preise nannte Oracle bei der Präsentation nicht.

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