Kaspersky Light Agent: Schutz für VMware ESXi, Citrix XenServer und Microsoft Hyper-V

Mit dem Light Agent weitet Kaspersky sein Security-Konzept für virtualisierte Umgebungen auf die Hypervisoren von VMware, Microsoft und Citrix aus.

Kaspersky Lab ergänzt seine Security-Lösungen für virtuelle Umgebungen Kaspersky Security for Virtualization um einen Light Agent (LA), der nun auch Schutz für Virtualisierungs-Projekte mit Citrix XenServer und Microsoft Hyper-V bietet. Unter VMware ESXi können Administratoren zwischen der bisherigen agentenlosen Lösung und dem neuen Light Agent wählen.

Kaspersky Security for Virtualization | Light Agent integriert einen laut Hersteller „kleinen Software-Agenten“ auf jeder virtuellen Maschine (VM) in einer virtualisierten Infrastruktur. Gegenüber „traditionellen“ agentenbasierten Sicherheitslösungen werden bei Kasperskys Light Agent alle ressourcenintensiven Sicherheitsprozesse von einer oder mehreren virtuellen Appliances (VSA, Virtual Security Appliance) auf Hypervisor-Ebene übernommen. Der Datenverkehr im Netzwerk wird vollständig über diese virtuellen Appliances geleitet. Laut Kaspersky sind alle VMs vom ersten Augenblick an vollständig geschützt und die Anti-Malware-Datenbanken (derzeit alleine 70 MByte Signaturen) müssen nicht mehrfach als Kopien an jede VM im Netz geschickt werden.

Ein Caching soll sicherstellen, dass mehrfach genutzte Dateien nur einmal geprüft werden und nicht von jedem Agent auf jeder VM. Damit will Kaspersky die Systemressourcen weiter schonen.

Optionen für den Schutz von virtualisierten Umgebungen aus Sicht von Kaspersky.

Kaspersky gibt an, dass die neue Light-Agent-Variante alle Security-Features der bisherigen agentenlosen Lösung beinhaltet. Sie bietet Schutzfunktionen wie Application Control, Device Control, Internet-Zugriffs-Richtlinien sowie ein Host-based Intrusion Prevention System (HIPS) und eine Firewall. Aus dem Cloud-gestützten Kaspersky Security Networks (KSN) kommen in Echtzeit Informationen zur Abwehr von Phishing-Attacken und für die heuristische Dateianalyse dazu.

Der Light Agent soll auch gegenüber agentenlosen Ansätzen Vorteile bieten. Bei der agentenlosen Lösung werden alle sicherheitsrelevanten Prozesse außerhalb der VM von virtuellen Appliances erledigt. So kann die Software nicht mehr Aufgaben für das erweiterte Sicherheitsmanagement oder den Netzwerkschutz an den virtuellen Endpoints übernehmen. Ein agentenloses Sicherheitssystem liefert deshalb nur Schutz bei Datei-basierten Aktivitäten. Eine Abwehr von Internetgefahren wie klassischer Malware oder komplexen Bedrohungen, die sich der Systemprozesse der VMs bedienen, ist nicht gewährleistet, so Kaspersky

Sowohl die agentenlose Version als auch der Light Agent werden über die Verwaltungskonsole des Kaspersky Security Centers bedient. Auch die weiteren Module der IT-Sicherheitsplattform für Unternehmen, Kaspersky Endpoint Security for Business, lassen sich damit verwalten.

Das Lizenzmodell für Kaspersky Security for Virtualization sieht eine Lizenzierung pro Maschine oder pro CPU-Kern vor. Eine Lizenz deckt stets die drei Hypervisor-Plattformen ESXi, XenServer und Hyper-V ab. Abhängig von Menge und Laufzeit variieren die Preise. Gegenüber SearchSecurity.de nannte Kaspersky für Beispielkonfigurationen folgende Preise (inklusive Standard-Support, ohne Installationskosten):

  • Kosten bei 5 virtuellen Servern: 84 Euro pro SVA-Lizenz
  • Kosten bei 100 virtuellen Desktops: 27 Euro pro Desktop-Lizenz

Kaspersky Security for Virtualization | Light Agent läuft unter den Virtualisierungs-Lösungen VMware ESXi 5.1 und 5.5, Microsoft Hyper-V Server 2008 R2 und 2012 sowie Citrix XenServer 6.0.2 und 6.1. Die Tabelle zeigt die derzeitige Kompatibilitätsmatrix laut Kaspersky mit verschiedenen Hypervisoren und Gastbetriebssystemen.

Hypervisor / auf der VM installiertes Gastbetriebssystem Windows Server 2008 R2 Hyper-V und Windows Server 2012 Hyper-V Citrix Xen Server 6.0.2 und 6.1 VMware ESXi 5.1 und 5.5
Windows XP Professional SP3 (32 Bit) Ja Ja Nein
Windows XP Professional SP2 (64 Bit) Ja Nein Nein
Windows 7 Professional/Enterprise/Ultimate SP1 oder höher (32/64 Bit) Ja Ja Ja
Windows 8 Pro/Enterprise (32/64 Bit) Ja Ja Ja
Windows Vista Business/Enterprise/Ultimate SP2 (32 Bit) Ja Nein Nein
Windows Server 2008 R2 Standard/Enterprise SP1 (64 Bit) Ja Ja Ja
Windows Server 2008 Standard/Enterprise SP2 (32/64 Bit) Ja Ja Ja
Windows Server 2003 R2 Standard/Enterprise SP2 (32/64 Bit) Ja Nein Ja
Windows Server 2003 Standard SP2 (32/64 Bit) Ja Ja Nein
Windows Server 2012 (64 Bit) Ja Ja Ja
Windows Small Business Server 2008 Standard (64 Bit) Ja Nein Nein
Windows Small Business Server 2011 Essentials/Standard (64 Bit) Ja Nein Nein

Betriebssysteme wie Mac OS X und Linux sowie andere Hypervisoren wie Parallels lassen sich über die Full-Agent-Lösungen aus dem Kaspersky-Portfolio für Endpoint Security for Business integrieren.

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