HaywireMedia - stock.adobe.com

Cloud-Strategie von SAP lässt trotz Führungsrolle von SuccessFactors Fragen offen

Die weitere strategische Ausrichtung von SAP in Sachen Cloud IT folgt nach der Akquisition von SucessFactor noch keinen klaren Linien.

Nachdem SuccessFactors jetzt für die Konsolidierung des Cloud-Portfolios von SAP allein verantwortlich ist, wird es bei der Integration der beiden Organisationen mit Sicherheit Gewinner und Verlierer unter den bisherigen SAP-Produkten geben.

Bei der Konferenz SAP SapphireNow 2012 in dieser Woche bewarben die Co-CEOs Bill McDermott und Jim Hagemann das entschlossene Vordringen des Unternehmens in die Cloud. Das Ziel dabei ist, alles in die Cloud und auf mobile Plattformen zu verlagern; trotzdem sollen Kunden noch die Möglichkeit haben, Software vor Ort auszuführen.

Die Übernahme von SuccessFactors für 3,4 Milliarden US-Dollar im vergangenen Dezember erlaubt einen genaueren Blick auf die Cloud-Produktstrategie von SAP. Der frühere CEO von SuccessFactors, Lars Dalgaard, wurde in das Führungsteam von SAP aufgenommen. McDermott lobte ihn diese Woche als „Mann, der in der Cloud geboren wurde“.

Die Zukunft der OnDemand-Anwendungen von SAP in der Cloud

Schon in der Vergangenheit hat SAP bei anderen Technologien ähnlich entschlossene Schritte gemacht, sowohl durch Akquisitionen als auch durch interne Innovationen. Doch bei jeder Neuerung fragten sich die bestehenden SAP-Kunden, was wohl aus den bei ihnen laufenden Produkten wird und ob sie in Zukunft als OnDemand oder als Vor-Ort-Versionen angeboten werden.

Die aktuelle Roadmap für einige der OnDemand-Anwendungen – und deren Einbindung in das Cloud-ERP-Angebot SAP Business ByDesign – ist noch nicht endgültig festgelegt. In mehreren Stellungnahmen und Twitter-Nachrichten bekräftigte Dalgaard seine Unterstützung für Business ByDesign. In seiner Keynote-Rede merkte er jetzt allerdings an, Business ByDesign sei „nicht richtig positioniert oder erklärt worden, und die Leute wurden nicht richtig dafür geschult. Ich kann nicht sagen, dass hier sehr viel richtig gemacht wurde“.

In anderen Fällen, etwa bei StreamWork, hat der offensichtliche Mangel an Informationen über das Produkt und seine Roadmap zu Frustration geführt. So wurden Integrationen mit StreamWork von älteren Versionen von SAP BusinessObjects Enterprise Performance Management (EPM) noch unterstützt, bei EPM 10 aber ist dies nicht mehr der Fall. Bis Redaktionsschluss hatte SAP noch kein bindendes Datum für die Unterstützung von StreamWork mit EPM 10 bekannt gegeben.

Über den Autor:

William Newman ist Managing Principal der Newport Consulting Group, einer unabhängigen Management- und Technologie-Beratungsfirma aus dem US-Bundesstaat Michigan. Sie können ihn per E-Mail unter wnewman@newportconsgroup.comerreichen oder ihm bei Twitter (@william-newman) folgen.

Folgen Sie SearchEnterpriseSoftware.de auch auf Twitter, Google+, Xing und Facebook!

Erfahren Sie mehr über Business-Software

- GOOGLE-ANZEIGEN

ComputerWeekly.de

Close