Tipps vom Profi: Performance-Schwankungen bei unterschiedlichen WLAN-Clients

Eine Vielzahl an WLAN-Clients bescherte der Wireless-Technologie ein rasantes Wachstum, dem nun dringend mit Standards begegnet werden muss.

Warum zeigen unterschiedliche WLAN-Clients im selben Funknetz manchmal unterschiedliche Performance und was könnte die Branche dagegen unternehmen?

Die Wireless-Technologie entwickelt sich geradezu rasant. Manche Hersteller stellen mehr oder weniger sinnvolle Vermutungen an, mit welchen Funktionen sie ihre Hardware und Software ausstatten sollen, um Kompatibilität mit neuen Wireless-Technologien zu gewährleisten. Andere dagegen haben ihre Technologie seit Jahren schon nicht mehr aktualisiert. Wenn sich alle Clients im gleichen Wireless-Netzwerk befinden müssen, ist aufgrund der jeweiligen Einstellungen unter Umständen nicht für alle Geräte eine optimale Performance möglich. Abgesehen davon haben wir auch Unterschiede bei der Zusammenarbeit der Verwaltungssoftware mit der Hardware festgestellt. In vielen Fällen lassen sich die bei einem Notebook aufgetretenen Probleme einfacher mit den Verwaltungsfunktionen von Windows lösen als mit der vom Hersteller für seine Wireless-Karte entwickelten Verwaltungssoftware.

Meiner Meinung nach sollte die Branche bessere Standards festlegen, die Qualitätssicherung optimieren – also die Tests mit Produkten anderer Hersteller – und die Fehlersuche vereinfachen. So ließe sich eine optimale Nutzung der Technologie für alle Clients ermöglichen. Aus Sicht der Kunden muss die Wireless-Technologie genau so zuverlässig funktionieren wie Ethernet.

Wie macht sich das Problem der unterschiedlichen Performance von WLAN-Clients in Ihrem Wireless-LAN bemerkbar?

Wir können es anhand der Support-Anfragen nachvollziehen. So behebt man beispielsweise ein Problem in einem bestimmten Bereich, um die Performance eines Wireless-Clients zu verbessern, und stellt anschließend fest, dass sich dies negativ auf einen anderen Typ von Client ausgewirkt hat.

Wie beeinträchtigt dies die Benutzererfahrung hinsichtlich der Performance eines Wireless-LANs?

Obwohl wir uns bemühen, jedem Nutzer eine optimale Performance zur Verfügung zu stellen, lässt sich dies nicht für jeden Quadratmeter eines Firmengeländes gewährleisten. Solange eine Verbindung besteht, funktionieren manche Clients hervorragend. Dabei ist eine niedrige Übertragungsgeschwindigkeit noch zu verschmerzen. Bei Echtzeit-Protokollen wie Sprach- oder Videoübertragung ist das aber nicht der Fall. Gesprächsabbrüche oder schlechte Sprachqualität sind nicht akzeptabel. Zur Wiederherstellung einer Verbindung muss ein Wireless-Gerät oft neu gestartet werden – für den Nutzer eine Zumutung oder zumindest wenig komfortabel.

Wie bringen Sie Transparenz in diese wechselhafte WLAN-Performance und was unternehmen Sie dagegen?

Wir verwenden zur Überwachung der Performance sowie für die Fehlerbehebung bei Clients Airwave von Aruba. In manchen Fällen haben wir mithilfe dieses Tools festgestellt, dass zu viele Access Points installiert waren und ein Teil davon abgeschaltet werden musste, weil sie sich gegenseitig beeinträchtigten. Wegen der sich schnell weiterentwickelnden Technologie entwickeln wir derzeit Pläne für ein anderes Layout von Access Points sowie einen Plan zur Aktualisierung. Daneben führen wir intensive Tests mit Clients durch, bevor diese eingesetzt werden.

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