Die digitale Transformation erfolgreich meistern

Martin Kuppinger erklärt, was Unternehmen tun müssen, um ihr Business fit für die digitale Transformation zu machen.

Es besteht kein Zweifel, die Unternehmen müssen nicht nur ihr Produktangebot, sondern auch ihre Geschäftsmodelle im Zeitalter der digitalen Transformation überdenken. Mit dem Internet der Dinge kommen Milliarden von Geräten hinzu, die immer mit dem Internet verbunden sind. Smart Grids, Smart Home und Smart Cities, verbundene Fahrzeugen, Wearable Computing, aber auch neue Vergütungsmodelle, Wettbewerb für traditionelle Taxifahrer und andere Veränderungen zeigen, dass die Transformation nicht nur Zukunftsmusik, sondern bereits Realität ist.

Die Wirtschaft kann nicht länger warten sondern muss ihre Geschäftsmodelle heute überdenken. Die digitale Transformation des Geschäfts ist nicht aufzuhalten somit müssen Unternehmen handeln oder sie werden sterben. Jedoch blind Apps herauszugeben, Dinge anzuschließen oder die Fusionierung der Produktions- und Wertschöpfungskette wird nicht zum Erfolg führen. Unternehmen müssen die kritischen Erfolgsfaktoren für diese Transformation und diese Digitalisierung verstehen. KuppingerCole hat vier kritische Erfolgsfaktoren für die digitale Transformation des Business identifiziert:

  1. Eine neue Qualität des Geschäftsmodells: Die Geschäftsmodelle ändern sich. Service-Aufgaben könnten den traditionellen Produktverkauf ersetzen und neue Wettbewerber werden dazu kommen. Ein Überdenken und Neuerfinden der Geschäftsmodelle ist zwingend notwendig, um in dem sich verändernden Wettbewerbsumfeld erfolgreich zu sein.
  2. Förderung innovativer Dienstleistungen und Produkte: Innovation ist eine große Herausforderung für die etablierten Spieler. Unternehmen müssen schneller als je zuvor werden und ihre traditionellen Arbeitsweise und Denke verlassen, während sie ihrer langjährigen Erfahrung weiterhin nutzen.
  3. Aktivieren Sie die Menschen und die Organisation: Neue Geschäftsmodelle und neue Produkte erfordern neue Qualifikationen. Bildung, Skill Management und Organizational Change Management sind entscheidend für den Erfolg.
  4. Verwalten von digitalen Gefahren: Alles, was verbunden ist, hat eine Angriffsfläche. Das Verständnis für digitale Risiken, potenzielle Angreifer, Angriffsoberflächen, den Austausch von Verbindlichkeiten neuer Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle ist zwingend notwendig. Digitale Risiken zu verwalten heißt die Risiken zu kennen, sie zu messen und sie abzuschwächen. Produktrisiko ist eine der großen Herausforderungen in der digitalen Wirtschaft.

Dinge anzuschließen und die Produktion zu vernetzen erschafft ein neues Risikoniveau mit dem Organisationen zurechtkommen müssen. Sicherheit kann kein nachträglicher Einfall mehr sein, sondern ist ein kritischer Erfolgsfaktor der digitalen Transformation.  Diese beschäftigt sich nicht nur mit der Erfindung neuer Geschäftsmodelle und der Umwandlung der Organisation, es geht um Sicherheit by Design und Privacy by Design. Es geht um das Verständnis der Möglichkeiten von Sicherheit und Privatsphäre für die Wirtschaft, anstatt Mangel an Sicherheit - Sicherheit im Nachhinein ist immer ein limitierender Faktor für diese Business Transformation.

Informationssicherheit, insbesondere die Verwaltung der Identitäten und den Zugriff auf alles und jeden, und der Schutz von Daten und verbundenen Systemen, war noch nie so wichtig für den Erfolg von Organisationen wie heute. Informationssicherheit, als Teil der Verwaltung von digitalen Risiken, wird einer der entscheidenden Faktoren für den Anstieg oder Rückgang von Organisationen sein.

Über den Autor:

Als Gründer und Principal Analyst, betreut Martin Kuppinger den Bereich KuppingerCole Research. In seiner 25 jährigen IT-Erfahrung hat er bereits mehr als 50 IT-Bücher geschrieben und gilt als bekannter Kolumnist und Autor für technische Artikel und Rezensionen in einigen der renommiertesten IT-Zeitschriften in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Martin Kuppinger ist ebenfalls ein etablierter Referent und Moderator bei Seminaren sowie Kongressen und besitzt einen Bachelor in Economics. Sein Interesse an Identity Management stammt aus den 80er Jahren, als er viel Erfahrung in der Entwicklung von Software-Architekturen sammeln konnte. Im Laufe der Jahre, kamen weitere Forschungsfelder wie Virtualisierung, Cloud Computing, allgemeine IT-Sicherheit u.v.m. hinzu. Durch sein Wirtschaftsstudium gelingt es ihm seine IT-Kenntnisse mit einer starken Business-Perspektive zu verbinden.

 

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