Red Hat Insights um Container- und OpenStack-Support erweitert

Red Hat Insights wird um neue Plattformen erweitert: Auf dem Red Hat Summit 2016 hat Red Hat die Unterstützung von Containern und OpenStack verkündet.

Predictiv Analytics zeichnet sich als einer der nächsten großen Trends beim Thema System-Management ab, immer mehr Unternehmen nutzen die wachsenden Analysemöglichkeiten, um ihren Kunden präventiv wichtige Systeminformationen zukommen zu lassen.

Red Hat ist bereits Mitte 2015 auf diesen Zug aufgesprungen und bietet seitdem mit Red Hat Insight eine eigene Predictive-Analytics-Plattform für Red-Hat-Umgebungen.

Auf dem Red Hat Summit 2016 in San Francisco hat Red Hat sein Analyse-Tool jetzt um die Unterstützung von OpenStack- und Container-Umgebungen erweitert.

Cloud-basierte Insights Engine ermöglicht proaktiven Support

Red Hat Insights gilt als Red Hats erstes SaaS-Produkt (Software as a Service) und ist entsprechend nur über ein Webportal erreichbar. Die eigentliche Analysearbeit verrichtet dabei die Insights Engine, die ihre Daten wiederum von installierten Agents erhält. Red-Hat-Kunden steht es dabei aber frei, ihre Systemdaten an Red Hat zu senden.

Gesammelt und übertragen werden lediglich Metadaten der Umgebung, die Red Hat anschließend in einer stetig wachsenden Datenbank abspeichert, auswertet und mit den bekannten Problemen und Inkompatibilitäten anderer Kunden abgleicht. Anders als bei so populären Red-Hat-Tools wie Ansible oder CloudForms handelt es sich bei Insights aber nicht um einen Zukauf, sondern um eine Eigenentwicklung, die ihren Ursprung im Support-Team von Red Hat hat.

Durch den Abgleich der Kunden-Umgebung mit der Insights-Datenbank ist Red Hat Insights dann in der Lage, mögliche Probleme nach ihrem Schweregrad sortiert auszugeben. Über das Webportal von Red Hat Insights lassen sich also für die Kategorien Availability, Stability, Performance und Security wichtige Informationen, schwerwiegendere Warnungen oder tatsächliche Fehler anzeigen. Ein Klick auf die entsprechende Meldung fördert anschließend eine kurze Beschreibung sowie mögliche Lösungsansätze zutage.

Insights-Kunden erfahren so beispielsweise, ob ein mögliches Versionsupdate zu Kompatibilitätsproblemen führen wird oder bereits bestehende Probleme demnächst einen Systemausfall verursachen könnten. Letztlich, so die Idee hinter allen Predictive-Analytics-Tools zum System-Management, sollen IT-Abteilungen von der reaktiven Problemlösung zum proaktiven Support finden, was Zeit und Ressourcen freigeben würde.

Red Hat Insights um OpenStack und Container erweitert

Seit dem Release im Juli 2015 war Red Hat Insights lediglich für Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 6 und 7 verfügbar, sollte aber kontinuierlich um neue Plattformen erweitert werden. Auf dem Red Hat Summit 2016 wurde jetzt ein wichtiger Schritt in diese Richtung verkündet, indem ab sofort auch Container- und OpenStack-Umgebungen unterstützt werden.

Während sich, so zumindest Red Hat, andere Monitoring-Lösungen für Container-Umgebungen meist auf die Host-Ebene konzentrierten, will Red Hat Insights demgegenüber mögliche Systemrisiken und Sicherheitsbedrohungen auf unterschiedlichen Ebenen aufspüren, so zum Beispiel in der Service-Konfiguration innerhalb eines Container-Images, bei der Konfiguration des Container-Storages oder auch durch das Überwachen des Dateisystems, um die Funktionalität der Registry sicherzustellen.

In ähnlicher Weise wurde Red Hat Insights auch auf OpenStack-Umgebungen ausgeweitet, die sowohl auf Host-Ebene mit Red Hat Enterprise Virtualization (RHEV) als auch auf Ebene der RHEL-OSP-Gäste (RHEL OpenStack Platform) unterstützt werden. Im Ergebnis soll Red Hat Insights einen umfassenden Blick auf den gesamten Infrastruktur-Stack von OpenStack-Private-Clouds bieten. Als weitere Neuerung in Red Hat Insight wurde der Early Access Mode integriert, über den sich jetzt vorab neue Funktionen testen und bewerten lassen.

Das jüngste Insights-Update ist also ein weiterer Schritt beim Ausbau des Monitoring-Tools, das sich damit bereits zur Überwachung der gesamten Red-Hat-Infrastruktur nutzen lässt. Red Hat Insights kann zudem in CloudForms und Satellite integriert werden, was automatisierte Fehlerkorrekturen ermöglicht.

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