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DDoS-Attacken haben in Deutschland zugenommen

Im ersten Quartal 2016 hat die Anzahl der DDoS-Angriffe hierzulande deutlich zugelegt, auch die Stärke der Attacken hat zugenommen.

Der DDoS-Schutzanbieter Link11 hat seinen zweiten DDoS-Report für Deutschland, Österreich und die Schweiz veröffentlicht. Dieser Report basiert auf der Analyse von zirka 7000 DDoS-Attacken auf Ziele in den genannten Ländern im Zeitraum von Januar bis März 2016. Demnach ist die Anzahl der Attacken im Vergleich zum vorherigen Quartal um 29,6 Prozent gestiegen. So steht jede zweite Minute ein Opfer in Deutschland, Österreich oder in der Schweiz unter einer DDoS-Attacke. Die gesamte Angriffsdauer aller verzeichneten Attacken betrug 779 Stunden.

Das Link11 Security Operation Center (LSOC) hat in diesem Zeitraum für 29 Angriffe Spitzenbandbreiten von über 80 Gbps nachgewiesen. Angriffe dieser Größenordnung stuft das LSOC als Hyper-Attacken. Die mittlere Angriffsstärke betrugt im ersten Quartal 2016 gemäß des Link11-Reports 3,3 Gbps.

DNS-Server, die für DDoS-Attacken missbraucht werden, sind laut Link11 auf der ganzen Welt verteilt. An der Spitze aus denen das LSOC DNS-Angriffstraffic nachweisen konnte liegen Russland (19,9 Prozent) und die USA (9,9 Prozent). Der Anteil der missbrauchten DNS-Server, die in Deutschland registriert sind stiegt von 1,3 auf 1,8 Prozent im Vergleich zum vorhergehenden Quartal.

Link11 DDoS-Report
Abbildung 1: Im ersten Quartal ergab sich eine Gesamtangriffsdauer von 779 Stunden. So stand alle zwei Minuten ein Opfer in Deutschland, Österereich und der Schweiz unter einer Attacke.

Geht es um die Herkunftsländer der SSDP-Attacken stammt der Großteil des Angriffstraffic aus China (55,3 Prozent) und den USA (16,6 Prozent). In Deutschland, Österreich und der Schweiz würde SSDP-kontrollierte Geräte nur geringfügig für derlei Angriff missbraucht.

DDoS-Angriffe auf Kinoketten

Anfang März waren laut Link11 in Deutschland große Kinoketten das Ziel von DDoS-Attacken. So wurden zeitlich versetzt die Webserver verschiedener Kinobetreiber lahmgelegt. Teilweise hätten die Ausfallzeiten mehrere Stunden betragen. Neben den Kinowebseiten waren auch die Reservierungs- und Ticketfunkionen betroffen.

Interessierte Administratoren und Sicherheitsverantwortliche können den vollständigen DDoS-Report hier herunterladen.

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