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Umsätze mit Server-Virtualisierung erreichen laut Gartner 2016 ihren Höchststand

Die Umsätze im Markt für Server-Virtualisierung werden 2016 ihren Höchststand erreichen. Erstmals geht die Anzahl neuer Softwarelizenzen zurück.

Laut den Marktforschern bei Gartner wird der Markt für Server-Virtualisierung 2016 ein Marktvolumen von 5,6 Milliarden US-Dollar und damit ein jährliches Wachstum gegenüber 2015 von 5,7 Prozent erreichen. Anbietern von Virtualisierungsprodukten dürfte dabei weniger gefallen, dass der Großteil der Umsätze nicht mehr von neuen Softwarelizenzen, sondern vielmehr von Wartungs- und Support-Verträgen getragen wird.

In vielen Unternehmen, so Gartner Research Director Michael Warrilow, liege der Anteil virtueller Server bereits bei 75 Prozent, was die hohe Reife des Marktes verdeutlicht. Während der Markt insgesamt 2016 also weiter wachsen wird, soll die Anzahl neuer Softwarelizenzen aber erstmals zurückgehen.

Für Gartner gehört die Server-Virtualisierung zwar gerade bei x86-basierten Workloads nach wie vor zu den wichtigsten IT-Plattformen im On-Premise-Rechenzentrum, neue Ansätze wie Cloud Computing oder auch die Container-Virtualisierung sollen die Umsätze im Markt für Server-Virtualisierung zukünftig aber weiter drücken. Neue Möglichkeiten bietet sich Unternehmen laut Gartner vor allem auch durch Software-defined-Ansätze und hyperkonvergente Infrastrukturprodukte.

„Was in den letzten Jahren als bester Ansatz für eine höhere Infrastruktur-Agilität betrachtet wurde“, so Michael Warrilow, „wird jetzt immer mehr von neuen Infrastrukturoptionen herausgefordert.“ Im Ergebnis müssten Virtualisierungsanbieter immer mehr Funktionen in ihre Produkte integrieren und die Anwendung vereinfachen.

Laut Gartner spielt auch die Unternehmensgröße eine entscheidende Rolle beim Einsatz virtueller Server. Nachdem in Unternehmen mit hohen IT-Budgets die Ausgaben für die Server-Virtualisierung in den Jahren 2014 und 2015 stabil geblieben sind, zeichnet sich in diesem Marktsegment eine deutliche Sättigung ab.  Unternehmen mit kleineren IT-Budgets dagegen sollen ihre Nutzung virtueller Server bis 2017 durch die oben genannten Faktoren sogar verringern, was im Ergebnis zu sinkenden Umsätzen im Markt für Virtualisierungsprodukte führen wird.

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