Eignen sich Ultrabooks mit Windows 8 für den Einsatz in Unternehmen?

Microsoft und Intel springen auf den Trend auf, die IT zu Konsumerisieren. Ultrabooks mit Windows 8 sollen sowohl zuhause als auch im Unternehmens-LAN zum Einsatz kommen.

Mit neuen Ultrabooks unter Windows 8 wollen Microsoft und Intel die Konkurrenten Apple und Google sowie den Trend zur IT-Konsumerisierung direkt angehen.

Bei Ultrabooks handelt es sich um einen neuen Formfaktor für das inzwischen allgegenwärtige Notebook. Sie sind klar für den Consumer-Markt ausgelegt, in dem Apple an Dynamik gewonnen hat – durch die Anziehungskraft seiner Marke und durch die Kombination von iPhones, AppStore und MacBook-Geräten.

Unternehmen stehen unter Druck, auch für normale Konsumenten gedachte Gerätschaften zu unterstützen, also die Konsumierung von IT. In diesem Umfeld stehen mit Ultrabooks Geräte zur Verfügung, die sich sowohl für den privaten Einsatz als auch für die Arbeit im LAN eines Unternehmens eignen. Viele der in diesem Monat bei der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas gezeigten Ultrabooks verfügen obendrein über Touchscreens, so dass auch die Grenze zwischen leichten, iPad-ähnlichen Tablets mit weniger Funktionen und voll ausgestatteten Laptops zunehmend verwischt.

2011 ist der Markt für Netbooks zusammengebrochen, und Apple hat sich sowohl bei Highend-Notebooks als auch bei Tablets eine dominierende Marktstellung erarbeitet; hinzu kommt noch die Bedrohung durch Smartphones. Laut dem Analysehaus Ovum ist all das für viele PC-Hersteller der Anlass für den Versuch, mit Geräten im „Ultrabook“-Format verlorenen Boden wieder gutzumachen.

Auch Gartner sagt voraus, dass 2012 das Jahr des Ultrabooks wird. „Wir erwarten, dass die meisten Anbieter den Schwerpunkt auf Ultrabooks und Windows 8 legen werden. Allerdings wird sich 2012 auch die Verlagerung von Ausgaben auf alternative Geräte intensivieren. Deshalb werden die neue Ultrabook-Plattform und das dazugehörige Ökosystem ein sehr überzeugendes Wertversprechen bieten müssen, um im Wettbewerb um das Geld von Konsumenten zu bestehen“, sagt Ranjit Atwal, Research-Direktor bei Gartner.

Hardware-Leistung

Bei der Consumer Electonics Show zeigte Microsoft Ultrabooks mit Windows 8 und x86- (von AMD und Intel) sowie ARM-Prozessoren. Das von Tami Reller (Bild), Chief Marketing Officer bei Microsoft, vorgeführte Gerät zum Beispiel läuft mit einer Tegra 3 CPU von Nvidia. Dabei handelt es sich um einen Quadcore-Prozessor, der laut Nvidia „extremes Multitasking“ unterstützen soll, bis zu zweimal schnelleres Web-Browsing ermöglicht und über Hardware-beschleunigten Flash-Speicher verfügt. Im Chip integriert ist eine Grafikkarte des Typs NVIDIA GeForce mit ultrageringem Stromverbrauch (ULV) für Highend-Grafik und Unterstützung von HD-Video.

Neben Nvidia arbeiten auch Texas Instruments und Qualcomm mit Microsoft zusammen, um Windows 8 auf die ARM-Plattform zu bringen. So kommt die ARM-basierte Prozessorfamilie von Qualcomm, genannt Snapdragon, bei Tablets mit Windows 8 zum Einsatz.

„Intel setzt weiter voll auf Ultrabooks, wie seine Aktivitäten bei der CES zeigen“, sagt Ryan Chien, Research Associate für Speicher und Storage bei IHS. Von der Vorstellung des Referenz-Designs Nikiski bis zu der Ankündigung von mehr als 60 weiteren Ultrabook-Arten rechtzeitig zur Weihnachtssaison 2012: „Intel hat bei der CES klar gemacht, dass Ultrabooks zum Mittelpunkt seiner Strategie für mobiles Computing geworden sind“.

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