Koordinationsausschuss für European Cloud Partnership der EU nimmt seine Arbeit auf

Der Koordinationsausschuss der neuen European Cloud Partnership (ECP), der das Thema Cloud-Computing in Europa treiben soll, nimmt die Arbeit auf

Der Koordinationsausschuss der neuen European Cloud Partnership (ECP) ist in Brüssel erstmals zusammengetreten, um den Prozess des Aufbaus eines EU-weiten digitalen Binnenmarkts für  Cloud-Computing voranzutreiben.

Ziel des Ausschusses ist es, die verfügbaren Mittel des öffentlichen Sektors bei der Gestaltung des wachsenden Marktes für Cloud-Dienste möglichst effizient einzusetzen. Er ist besetzt mit Führungspersönlichkeiten von Technologie-Unternehmen und Regierungsvertretern die mit der Beschaffung von IT-Leistungen befasst sind.

Den Vorsitz des Ausschusses hat Toomas Hendrik Ilves übernommen, der Staatspräsident von Estland. Nach offiziellen Angaben soll die Institution als strategisches Beratungsorgan bei der Einführung von Cloud-Computing in der EU tätig sein und dabei der Vizepräsidentin der Europäischen Kommission Neelie Kroes zuarbeiten.

„Die Mitwirkung von Seiten der Spitzenexperten ist für mich notwendig, damit die Vorteile des Cloud-Computing für alle Europäer erfahrbar werden, und zwar so schnell wie möglich“, sagte Kroes. Nach ihren Worten wird der Ausschuss „sachliche und aktionsorientierte” Ratschläge unterbreiten, um die European Cloud Partnership voranzubringen.

Die ECP beabsichtigt, gemeinsame Beschaffungskriterien für Computer-Ressourcen für alle EU-Mitgliedsländer zu erarbeiten. Außerdem soll ein einheitlicher europaweiter Rahmen für Cloud-Computing geschaffen werden. Zudem soll die ECP Anreize für die Migration öffentlicher IT-Systeme in die Cloud schaffen, indem die im öffentlichen Sektor bestehenden Hindernisse für die Akzeptanz von Cloud-Computing beseitigt werden.

„Die Hauptnutznießer unserer Bemühungen werden die europäischen Bürger, die kleinen und mittleren Unternehmen sowie die nationalen, regionalen und lokalen Behörden sein“, heißt es in einer Mitteilung des Ausschusses. Er ist mit einem Startbudget von zehn Millionen Euro ausgestattet und soll sich zwei bis drei Mal pro Jahr treffen. Bei Bedarf werden weitere Vertreter aus Industrie, Wissenschaft und Verwaltung sowie unabhängige Experten hinzugezogen.

„Cloud-Computing bedeutet eine Umwälzung für den IKT-Sektor, sowohl für die Verbraucher als auch für die Nutzer in Unternehmen jeder Größe, und es wird eine höchst erstrebenswerte Steigerung der Produktivität bewirken,“ heißt es im Statement des Ausschusses.

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