Cisco Unified Access als Management-Tool von drahtlosen und drahtgebundenen Netzwerken

Netzwerke in Firmen werden durch verschiedene Anwendungen immer stärker belastet. Cisco Unified Access bietet Administratoren nützliches Werkzeug.

Durch den Trend zu „Bring Your Own Device“ und Cloud-basierten Anwendungen werden die Netzwerke von Unternehmen immer stärker belastet. Vor diesem Hintergrund bietet Cisco Unified Access Administratoren einen einheitlichen Satz von Werkzeugen für das Management von Netzwerken und Sicherheitsrichtlinien über alle drahtgebundenen und drahtlosen Netze sowie Virtual Private Networks hinweg.

Nach Angaben von Cisco soll das neue Management-Produktportfolio den Aufwand für den Betrieb mehrerer Netzwerke in einem Unternehmen verringern. Dabei wird ein konsistentes Set von Netzwerk-Fähigkeiten zusammengestellt, so dass alle Netzwerke wie ein einheitliches Gebilde erscheinen, erklärt Inbar Lasser-Raab, Senior Director für Enterprise Networking Marketing bei Cisco.

„Die Komplexität in der IT nimmt immer weiter zu, und jede Organisation hat ernsthafte Probleme damit, mit all den neuen Geräten und Anwendungen in ihrem Netzwerk zurechtzukommen“, sagt die Managerin. Cisco Unified Access könne die Arbeit von IT-Abteilungen leichter machen, so dass sie mehr Zeit haben, sich um neue Geschäftschancen zu kümmern.

Cisco Unified Access für zentrale Zugriffskontrolle und vereinfachte IT

Drahtgebundene und drahtlose Netze wurden bislang meist getrennt voneinander eingerichtet, konfiguriert und verwaltet, wobei es jeweils eigene Konfigurationen und Sicherheitsrichtlinien gab, sagt Rohit Mehra, Leiter des Bereichs Enterprise Communications Infrastructure bei der Marktforschungsfirma IDC im US-Bundesstaat Massachusetts. „Wenn die IT-Abteilung irgendwelche Policy-Änderungen vornehmen wollte, musste sie das in beiden Netzwerken einzeln tun“.

Produkt-Anbieter – insbesondere solche, die wie Cisco, HP oder Juniper sowohl klassische als auch Drahtlos-Gerätschaften verkaufen – bemühen sich seit einiger Zeit um ein gewisses Maß an Management-Integration zwischen beiden Netz-Arten. „Im neuen Portfolio hat Cisco mehr Sicherheits- und Policy-Aspekte integriert, unabhängig von der Art des Netzes und sogar vom Standort des Nutzers“, sagt Mehra.

Anfangs dagegen gaben sich die Anbieter damit zufrieden, für drahtlose und drahtgebundene Netze dieselbe Datenbank für Autorisierungen einzusetzen.  Das Cisco-Portfolio für Unified Access geht jetzt darüber hinaus. Die vor kurzem veröffentlichte Cisco Identity Service Engine (ISE) 1.1.1 mit Secure Group Access ist ein Portal zur Eigen-Provisionierung, in dem für drahtgebundene, drahtlose und VPN-Netze dieselbe Policy zur Zugriffskontrolle auf der Grundlage von Nutzern, Geräten und Standorten verwendet wird.

„Netzwerk-Administratoren müssen nur einen Satz von Richtlinien aufstellen und implementieren, die dann automatisch im drahtgebundenen wie drahtlosen Bereich für alle Nutzer gelten“, sagt Mehra.

Für das Management der Infrastruktur von drahtlosen, drahtgebundenen, Campus- wie Filial-Netzwerken über ein einziges System kommt Cisco Prime Infrastructure 1.2 in Frage. Das Produkt eignet sich für Entwurf, Einrichtung, Betrieb, Berichterstattung und Administration von Netzwerk-Arbeiten unter einer einheitlichen Oberfläche. Daneben bietet Cisco Unified Access erweiterte Application Visibility and Control (AVC). Damit können Administratoren den Zustand von Anwendungen überwachen, analysieren und gegebenenfalls reparieren.

Wie andere Anbieter wird auch Cisco weiter daran arbeiten, einheitliche Lösungen für Management, Sicherheit und Richtlinien über die gesamte Infrastruktur von Unternehmen hinweg zu schaffen. Dies wird als unverzichtbares Differenzierungsmerkmal angesehen, sagt Tim Zimmerman, Vice President für Research bei Gartner Inc. im US-Bundesstaat Connecticut.

Ein einheitliches Netzwerk-Management wird laut Zimmerman sogar noch wichtiger, je mehr Unternehmen rein drahtlose Büros – vor allem an kleineren und abgelegenen Standorten – realisieren und je mehr auch mobil gearbeitet wird. Außerdem wollten Unternehmen die Zahl der für das Netzwerk-Management zuständigen Mitarbeiter verringern. „Ein integriertes Management-Werkzeug wie Cisco Prime Infrastructure kann dabei helfen, einen einheitlichen Blick auf die gesamte Access-Schicht zu bekommen“, so Zimmerman.

„Der Administrator, der das drahtgebundene Netzwerk provisioniert und verwaltet, wird mit zunehmender Verbreitung von Drahtlos-Nutzung im ganzen Unternehmen dann der gleiche sein wie beim drahtlosen Netz“, erklärt Zimmerman. Mit Cisco Prime Infrastructure bekomme die IT-Abteilung passend dazu statt mehrerer Werkzeuge mit unterschiedlichen Oberflächen eine einheitliche Lösung.

Cisco Unified Access: Weniger Alltagsarbeit, mehr Innovation

Traditionell haben Netzwerk-Administratoren viel Zeit mit dem Alltagsbetrieb verbracht – Verwalten von Geräten, Konnektivitätsprobleme lösen oder Sicherheitsrichtlinien erarbeiten. „In so einem Umfeld hat die IT-Abteilung gar keine Zeit, Luft zu holen und darüber nachzudenken, wie das Geschäft betrieben wird oder wie sich neue Umsätze erschließen lassen“, sagt Lasser-Raab von Cisco.

Zentralisierte Zugriffskontrolle über eine einheitliche Oberfläche dagegen könne Unternehmen dabei helfen, ihr Geschäft zu erweitern, so Lasser-Raab. Durch leichteres Netzwerk-Management bekomme die IT mehr Zeit, neue geschäftliche Angebote für eine stärker vernetzte Kundenerfahrung zu entwickeln. Als Beispiel nennt die Managerin Sportstätten: Hier könne die IT-Abteilung sich etwa darum kümmern, dass zusätzliche Video-Streams aus anderen Winkeln übertragen werden. So bekämen Zuschauer zu sehen, was sie von ihren Plätzen aus nicht sehen könnten, was das Angebot attraktiver mache.

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