Juniper-Studie: Pro und Kontra SDN in deutschen Unternehmen

In den nächsten Jahren werden hybride Netzwerke überwiegen. An reine SDN-Lösungen glauben nur 2,5 Prozent der Befragten - das hat Gründe.

Laut einer Studie von Juniper Networks sind 78 Prozent der deutschen Unternehmen bereit für eine SDN-Einführung (Software-defined Networking). Davon planen 62,6 Prozent der befragten IT-Verantwortlichen die Einführung innerhalb der nächsten 12 Monate. 22,3 Prozent wollen sich noch länger Zeit lassen, während 15,2 Prozent keine SDN-Pläne haben.

Die Herausforderungen mit den aktuellen Netzwerken sind die Komplexität (61,6 Prozent), das steigende Automatisierungs-Niveau (51,8 Prozent) sowie die zunehmenden Sicherheits-Bedrohungen (45,5 Prozent).

Vor- und Nachteile von SDN

Die Befragten versprechen sich von SDN vor allem einen vereinfachten Netzwerkbetrieb (28,6 Prozent) sowie eine besser Performance und Effizienz ihres Unternehmensnetzes (25,9 Prozent). Die Hoffnung auf geringere Betriebskosten liegt mit 15,2 Prozent auf Platz 3.

Diese Vorteile versprechen sich die befragten IT-Verantwortlichen von SDN (Mehrfachnennung m�glich).
Diese Vorteile versprechen sich die befragten IT-Verantwortlichen von SDN (Mehrfachnennung möglich).

Allerdings machen die Kosten auch Kopfschmerzen (51,8 Prozent) bei der Einführung von Software-defined Networking. Die größten Bedenken haben die Umfrageteilnehmer allerdings mit der Sicherheit bei SDN (56,3 Prozent). Auf Platz 3 liegt die Sorge, ob sich die SDN-Lösung in die bestehende Infrastruktur problemlos integriert. Insgesamt fällt auf, dass die Prozentzahlen bei den SDN-Herausforderungen mehrheitlich höher ausfallen als bei der Frage nach den Vorteilen.

Deutlich h�here Werte ergab die Studie bei den Fragen nach den Herausforderungen von SDN (Mehrfachnennung m�glich).
Deutlich höhere Werte ergab die Studie bei den Fragen nach den Herausforderungen von SDN (Mehrfachnennung möglich).

Auf die Frage „Welcher der folgenden Aspekte ist für Sie bei einer SDN-Lösung am wichtigsten?“, sind Kompatibilität und Interoperabilität die meist genannten Forderungen. Dass „„Open SDN“ ein Thema ist, zeigt sich an dem Wunsch nach Open Source (18,8 Prozent) und der Interoperabilität mit Standardprotokollen (21,4 Prozent).

Die Kompatibilit�t von SDN-Controllern mit der Hardware sowie die Interoperabilit�t mit Standardprotokollen und Cloud-Orchestrierungs-Systemen sind den Umfrage-Teilnehmern wichtig.
Die Kompatibilität von SDN-Controllern mit der Hardware sowie die Interoperabilität mit Standardprotokollen und Cloud-Orchestrierungs-Systemen sind den Umfrage-Teilnehmern wichtig.

Nur 2,5 Prozent glauben, dass Business-Netzwerke in fünf Jahren überwiegend auf SDN setzen. 25,9 Prozent nehmen dagegen an, dass auch dann noch traditionelle Netzwerke vorherrschen. Die große Mehrheit (71,4 Prozent) geht jedoch von hybriden Netzwerken aus, also dem Mix aus SDN- und traditionellen Netzen.

Die Online-Umfrage führte mafo.de im Auftrag von Juniper Networks durch. Für die Studie wurden 112 deutsche IT-Entscheider aus mittelständischen und Großunternehmen befragt, die für das IT-Equipment und den IT-Einkauf verantwortlich sind. 78,6 Prozent der Teilnehmer waren männlich, 21,4 Prozent weiblich.

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