Nestlé und Freescale Semiconductor nutzen SAP Fiori und SAP Screen Personas

Nestlé und Freescale Semiconductor haben ihre Softwarelandschaft aufgemöbelt und setzen auf SAP Fiori und Screen Personas etwa für das Personalwesen.

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé steckt derzeit in einem unternehmensweiten Modernisierungsprozess. Dazu gehört, dass ein Großteil der über 300.000 Mitarbeiter die Möglichkeit erhält, von jedem Ort aus arbeiten zu können. Ziel von Nestlé ist es, verschiedenen Mitarbeitergruppen, wie zum Beispiel Vertriebsmitarbeiter, auch unterwegs einen sicheren Zugriff auf die Unternehmenssysteme zu bieten. Zudem erfassen Mitarbeiter bei Nestlé in den Produktionsanlagen und Lagerhallen Daten immer häufiger mit mobilen Anwendungen.

Nestlé stellt sechs Anwendungen auf das Fiori-Design um

Daphne van den Brule, Product Owner für SAP Fiori und SAP Screen Personas bei Nestlé, erläuterte in einem Vortrag auf der diesjährigen Sapphire Now, wie das Unternehmen sechs Anwendungen aus den Bereichen Supply Chain Management (SCM) und Personalwesen auf das SAP-Fiori-Design umstellt. Fiori ist ein Konzept für Softwarebedienung von SAP und die neue SAP-Oberfläche für Cloud-Lösungen, On-Premise-Anwendungen oder hybride Umgebungen. Gleichzeitig richtet Nestlé mit SAP Screen Personas Anwendungsoberflächen ein, über die jeder Mitarbeiter schnell zu den benötigten Informationen gelangt. Das Tool dient zur Erstellung personalisierter Benutzeroberflächen für SAP-Transaktionen via Drag-and-Drop.

„Unsere Benutzer greifen nun über alle Geräte - ob PC, Tablet oder Smartphone - auf einheitlich gestaltete Oberflächen zu“, sagt van den Brule in ihrem Vortrag. „Nach zwei Klicks zeigt die App genau die Informationen, die für die jeweilige Aufgabe des Mitarbeiters relevant sind. Dabei wirbt SAP damit, dass sich Fiori einfach an die geschäftlichen Anforderungen einzelner Anwender und ihrer jeweiligen Rolle im Unternehmen anpassen lässt.

„SAP Fiori ist rollenbasiert und aufgabenspezifisch. Zwar waren unterschiedliche Benutzerrollen schon immer der Ausgangspunkt für unsere Software, doch nun können die Kunden schnell und einfach auf personalisierte Apps zugreifen“, erläutert Adi Kavaler, Global Vice President für UX Product Management bei SAP.

Freescale Semiconductor setzt auf SAP Screen Personas

Freescale Semiconductors entwickelt unter anderem Sensoren und Chips für zahlreiche Branchen von der Automobilindustrie bis hin zum Verbrauchermarkt. In einem Projekt des Unternehmens ging es darum, die Anwendungen und Systeme für die 17.000 Mitarbeiter in rund 20 Ländern zu modernisieren. Verantwortlich für das Projekt war Cheryl Sutton, ERP-Systemanalystin bei dem Halbleiterhersteller. Sutton und ihr Team führten SAP Screen Personas für Prozesse im Personalwesen ein.

„SAP ist nicht unbedingt für benutzerfreundliche Software bekannt, weil diese oft so komplex ist. Mit SAP Screen Personas sind wir in der Lage, die Transaktionen in SAP GUI an die individuellen Anforderungen unserer Mitarbeiter anzupassen“, erklärt Sutton etwas überrascht. „Da die Software komplett über einen Webbrowser bereitgestellt wird, ist sie außerdem einfach zu bedienen.“

Bei einer Demo auf der Sapphire Now Anfang Juni zeigte die Systemanalystin, wie ihr Entwicklerteam mit SAP Screen Personas Daten aus neunzehn Bildschirmen in einem Bild zusammenführen konnten. Damit dauert die Suche nach Mitarbeiterinformationen statt über eine Minute jetzt nur noch fünf Sekunden.

„Unsere Personalabteilung benötigte eine Lösung, um einfacher nach Informationen suchen zu können, die über verschiedene Systeme verteilt sind. Deshalb haben wir ein Launchpad entwickelt, das den zentralen Zugriff auf diese Informationen ermöglicht“, berichtet sie. „Mit nur einem Klick lassen sich Informationen abrufen und werden innerhalb weniger Sekunden auf dem Bildschirm angezeigt. Durch diese Benutzerfreundlichkeit hat sich der Schulungsaufwand enorm verringert.“

SAP zeigt sich pragmatisch

In der Vergangenheit versuchte SAP, die Bedienung seiner Software zu vereinfachen. Sam Yen, Chief Design Officer bei SAP, ist überzeugt, dass die Maßnahmen von SAP nun greifen: „Unsere neue Strategie für die User Experience beruht auf direkten Gesprächen mit Hunderten von Kunden. Wir haben gemeinsam Anforderungen definiert und umgesetzt. Die Kunden rieten uns, die Sache ganz pragmatisch anzugehen und uns zunächst auf die Aspekte zu konzentrieren, mit denen sich die größten Verbesserungen erzielen lassen.“ Yen weist ebenfalls darauf hin, dass SAP seine Services und Lösungen auf diese Strategie ausgerichtet habe. „Das Design von SAP Fiori ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie wir unsere Oberflächen erneuert haben. Und SAP Screen Personas zeigt, welche Möglichkeiten sich mit den UX-Tools bieten.“

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