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Check Point startet Mobile Threat Prevention für Android und iOS

Check Point Mobile Threat Prevention soll als cloudbasierte Sicherheitslösung zusammen mit einer App Android- und iOS-Geräten schützen.

Der Sicherheitsanbieter Check Point hat die Check Point Mobile Threat Prevention (MTP) vorgestellt. Die neue Sicherheitslösung soll Unternehmen die Abwehr mobiler Bedrohungen auf iOS- und Android-Geräten ermöglichen. Laut Check Point liefert die Plattform Echtzeit-Bedrohungsinformationen und Transparenz, die auf vorhandene Sicherheits- und Mobilitätslösungen erweitert werden können. SearchSecurity.de hat Michael Shaulov, Check Point zu Mobile Threat Prevention befragt.

Welche Rolle spielt die neue MTP bei der strategischen Ausrichtung von Check Point? Gibt es eine Verbindung zu Lösungen in anderen Bereichen?

Michael Shaulov, Head of Mobility Product Management bei Check PointMichael Shaulov, Head of Mobility Product Management bei Check Point

Michael Shaulov: Wir werden immer mobiler und das bedeutet, dass die Menschen sich von ihren herkömmlichen Laptops (und ganz sicher von ihren Desktops-PC) abwenden und verstärkt auf Smartphones und Tablets zurückgreifen. Heute nutzen wir hauptsächlich das, was früher unsere Zweitgeräte waren. Also macht es Sinn, dass Check Point im Rahmen seiner Gesamtstrategie den Fokus auf die Sicherheit mobiler Geräte richtet. So können wir erstklassige Enterprise-Sicherheitslösungen liefern.

Können Sie technische Details nennen? Wo genau liegt der Vorteil für den Schutz der Nutzer?

Shaulov: Check Point Mobile Threat Prevention ist eine cloudbasierte Lösung, mit einer schlanken App, die auf Android- und iOS-Geräten läuft.

Check Points MTP ist die umfassendste Lösung auf dem Markt. Sie sorgt dafür, dass Bedrohungen im Betriebssystem (OS), in Anwendungen und im Netzwerk (wie Man-in-the-Middle-Angriffe) erkannt und abgewehrt werden. Sie führt Verhaltensanalysen durch, um unbekannte Angriffstypen zu ermitteln - dafür nutzt sie eine Kombination modernster Erkennungsmethoden, wie mobile Bedrohungs-Emulation, erweiterte Codeanalyse und die Anomalie-Erkennung bei Geräteereignissen. Wir erzielen die höchste Erkennungsrate, bieten eine erstklassige Nutzererfahrung und erleichtern somit den Umgang mit den Endgeräten.

Die Mobile Threat Prevention von Check Point verschafft den Sicherheits- und Mobilitätsteams vollständige Sichtbarkeit und Informationen über mobile Bedrohungen. Sicherheitsteams können die Menge und Art der mobilen Bedrohungen, die sich auf ihr Unternehmen oder auf die Nutzer auswirken könnten, erkennen und haben die Tools zur Hand, um sie zu stoppen. Durch die nahtlose Integration und Kooperation mit Lösungen für MDM sowie EMM können Sicherheits- und Mobilitätsteams mobile Geräte schnell und zuverlässig schützen. Die Check Point Mobile Threat Prevention ist hochskalierbar und bietet hohe Betriebs- und Bereitstellungseffizienz bei der Verwaltung der mobilen Sicherheit im Rahmen einer erweiterten Sicherheitsinfrastruktur. Echtzeit-Bedrohungsinformationen können zu Check Point Smart Event, Check Point Threat Cloud, führenden SIEM- und Vorfallreaktionssystemen verschoben werden, so dass diese Informationen mehr Transparenz liefern und möglicherweise die Erkennung von Cross-Plattform-Angriffen unterstützen.

Die Check Point Mobile Threat Prevention schützt mobile Systeme durch mehrschichtige Verhaltensanalyse und die Anwendung moderner Erkennungsmethoden. Darüber hinaus kann Check Point andere mobile Anwendungsfälle adressieren. Zum Beispiel kann die Capsule Cloud zum Schutz von Laptops eingesetzt werden, wenn diese nicht mit dem Unternehmensnetzwerk verbunden sind. Oder Capsule Docs und Capsule Workspace, die Unternehmensdaten auf Mobilgeräten schützen.

Wie funktioniert die Integration mit vorhandenen MDM- und EMM-Lösungen?

Shaulov: Die Mobile Threat Prevention nutzt die von MDM/EMM-Herstellern bereitgestellten APIs, um, in Abhängigkeit der berechneten Risikoeinstufung für das betroffene Gerät, Richtlinienänderungen vorzunehmen.

Welche MDM-, EMM-, SIEM- und Incident Response -Lösungen werden unterstützt?

Shaulov: Mobile Threat Prevention unterstützt MDM-/EMM-Lösungen von AirWatch, Good Technology und MobileIron.

Wie funktioniert das Cloud-basierte Dashboard?

Shaulov: Das Cloud-basierte Dashboard der Mobile Threat Prevention bietet eine Management-Konsole. Es liefert Echtzeit-Sichtbarkeit von Bedrohungen auf Geräten, in den genutzten Netzwerken, in Anwendungen, auf Geräten und bietet Administrationsoptionen zur Minderung von Sicherheitsrisiken.

Was empfehlen Sie Unternehmen, die gerade versuchen, ihre mobile Sicherheitsstrategie umzustellen oder aufzubauen?

Shaulov: Am besten ziehen Unternehmen einen ganzheitlichen Ansatz der mobilen Sicherheit in Betracht. Lösungen, die auf einen Angriffsvektor fokussiert sind - sagen wir, nur auf Anwendungen - sind nur begrenzt in der Lage, Ihre Daten zu schützen. Um wirklich sicher zu sein, müssen Sie Angriffe abwehren, die Schwachstellen in Anwendungen, Netzwerken und im Code des Betriebssystems ausnutzen.

Gibt es Informationen zum Preismodell (pro Nutzer, pro Gerät, usw.)?

Die Preise beginnen bei 4 US-Dollar pro Gerät und 8 US-Dollar pro Nutzer (3 Geräte)

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