EMC World: VMware virtualisiert SAP HANA

VMware und SAP stellen Virtualisierung für die In-Memory-DatenbankHANA vor. Anwendern sollen mehr Möglichkeiten für das Deployment von HANA haben.

Pat Gelsinger, CEO von VMware, packte in seine Keynote auf der EMC World in Las Vegas, die hauptsächlich dem bisherigen Produktspektrum gewidmet war, eine eher etwas versteckte Ankündigung: VMware hat zusammen mit SAP ein Virtualisierungs-Modul für die In-Memory-Technologie von SAP entwickelt. SAP HANA erhält neue Anwendungsmöglichkeiten, wenn man sie in eine eigens vorkonfigurierte virtuelle Maschine packt.

Roadmap für die HANA-Virtualisierung bis 2015 (Quelle: SAP).

Vorausgesetzt wird VMware vSphere in der Version 5.5. Wie Gelsinger in Las Vegas betonte, erhalte SAP HANA auf vSphere eine bisher nicht bekannte Flexibilität und erleichtere zudem die Verwaltung. Zugleich sieht er darin einen weiteren Schritt, eine Architektur für das Software-defined Data Center (SDDC) zu schaffen. Gelsinger emphatisch: “Die Partnerschaft von SAP und VMware trägt wahrhaftig zu einer Transformation der IT-Infrastruktur bei.“ Die Anwender hätten beide Hersteller dazu gedrängt, für “mehr Agilität, höhere Verfügbarkeit, Effizienz und Kontrolle von geschäftskritischen Anwendungen unter Produktionsbedingungen zu sorgen”.

Einstieg in die Roadmap der HANA-Virtualisierung

Zu den Vorteilen der HANA-Virtualisierung gehören laut den beiden Herstellern unter anderem:

  • Hardware-Erneuerung kann entfallen
  • Vermeidung von Re-Zertifizierung auf Betriebssystem- und SAP-Installationsebene
  • Trennung des IT-Eigentums (getrennte Hardware- und Software-Schicht)
  • günstige Hochverfügbarkeits-Möglichkeiten für Test- und Entwicklungsumgebungen
  • mit VMware vSphere vMotion schnelle Migration von HANA-Datenbanken von einem zertifizierten Host zu einem anderen.

Vorausgesetzt wird entweder eine SAP-Zertifizierung von Appliances, die von Hardware-Herstellern für SAP HANA entwickelt wurden, oder eine Zertifizierung von Hardware, die für HANA-Umgebungen geeignet ist. Außerdem müssen Anwender auf die Einhaltung der SAP-Regeln für virtualisierte HANA-Umgebungen achten. Dazu gehören derzeit unter anderem die Begrenzung auf eine einfache virtuelle Maschine (keine Scale-out-Unterstützung) und die Vermeidung von CPU- und Memory-Over-Provisioning.

Zu SAP Hana haben wir den umfangreichen Essential-Guide „SAP HANA: Die In-Memory-Lösung von SAP verstehen und nutzen“ zusammengestellt.

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