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EU-DSGVO: IT-Abteilungen fühlen sich durch Datenschutzrecht gestärkt

IT-Entscheider sind ganz guter Dinge, dass die EU-Datenschutz-Grundverordnung ihre Position bei der Durchsetzung von Datenschutzbestimmungen stärkt.

Dies ist zumindest eines der Ergebnisse einer aktuellen Studie, die Kaspersky Lab veröffentlicht hat. Hierfür wurden über 2000 Online-Interviews mit IT-Entscheidungsträgern aus Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern befragt. Die Befragung wurde in europäischen Ländern durchgeführt. Bis zum 25. Mai 2018 müssen Unternehmen die EU-Datenschutz-Grundverordnung umgesetzt haben, und da gibt es für viele noch einiges zu tun (siehe auch EU-Datenschutz-Grundverordnung: Der Countdown läuft).

Demnach glauben in Deutschland 63 Prozent der befragten IT-Entscheider, dass die EU-DSGVO / GDPR ihre Position eher stärkt und ihnen mehr Autorität bei der Durchsetzung von Datenschutzbestimmungen verleiht. Viele der IT-Entscheidungsträger hierzulande (68 Prozent) würden sich eine Schulung zum Thema DGSVO und deren Auswirkung auf die eigene Organisation wünschen. Über alle befragten Länder hinweg liegt dieser Wert bei 66 Prozent.

Und 39 Prozent der deutschen Befragten gaben, dass sie nicht genau wissen, wo sie mit den Vorbereitungen für die DSGVO beginnen soll. Kein Wunder also, dass 33 Prozent der befragten IT-Entscheider in Deutschland angaben, dass sie sich von der neuen Verordnung überfordert fühlen. Ein Punkt, der in derlei Studien immer wieder genannt wird, ist die Problematik, dass man gar nicht wisse, wo in der Organisation personenbezogene Daten gespeichert werden.

EU-DSGVO - Informiert aber besorgt

Unter den deutschen Befragten vertrauen nur 48 Prozent darauf, dass die personenbezogenen Daten in ihren Organisationen ordnungsgemäß verwaltet werden. Relativ positiv sehen die IT-Verantwortlichen ihr eigenes Verständnis und Bezug auf die Verantwortlichkeiten im Hinblick auf die DSGVO und den entsprechenden eigenen Kenntnissen. Anderen Abteilungen wie Marketing oder Vertrieb vertrauen sie da weniger.

„Der Aufgabe, ihre Kollegen auf dem Weg zur DSGVO mitziehen zu müssen, sehen derzeit IT-Entscheider in ganz Europa noch mit Bangen entgegen“, erläutert Holger Suhl, General Manager DACH bei Kaspersky Lab. „Denn sie wissen besser als jeder andere im Unternehmen, um welche Mammutaufgabe es sich dabei handelt, wo die Tücken beim Umgang mit Daten liegen, welche Fehler gemacht werden oder wie und warum personenbezogene Daten gefährdet sind. Doch genau das gibt ihnen auch die Befugnis für das Schließen noch vorhandener Lücken im Datenmanagement.“

EU-DSGVO: IT-Abteilungen fühlen sich durch Datenschutzrecht gestärkt
Abbildung 1: Unternehmen bleibt nur noch bis zum 25. Mai 2018 Zeit, die EU-DSGVO umzusetzen. Und dies betrifft nicht nur die IT-Abteilung, sondern auch viele Fachabteilungen und Prozesse.

Den kompletten Report kann man gegen Registrierung hier herunterladen. Die Studie wurde im Auftrag von Kaspersky Lab im April 2017 von Arlington Research durchgeführt.

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