HP Apollo soll High Performance Computing (HPC) für alle Branchen bringen

Mit neuen Luft- und Wasserkühlungen will HP die Apollo-Systeme 6000 und 8000 für HPC-Installationen ausstatten und allen Branchen zur Verfügung stellen.

Bislang galt High Performance Computing (HPC) als ein Angebot für besondere Sektoren wie wissenschaftliche oder geographische Berechnungen. Um hier immer größere Anforderungen an I/O- und Rechenleistung zu erfüllen, hat sich ein eigener IT-Zweig entwickelt. Er will mit Cluster- oder Grid-Infrastrukturen basierend auf offenen Standards skalierbare Leistungen ermöglichen. Hewlett-Packard (HP) hat nun auf seiner Anwenderveranstaltung „Discover“ in Las Vegas neue Systeme für HPC vorgestellt, die „bis zu vier Mal leistungsfähiger als herkömmliche Rack-Server“ sein sollen und „dabei weniger Platz und Energie verbrauchen“. Auch andere Branchen sollen sich nun solche Systeme leisten können.

Die neue Systemfamilie „HP Apollo“ setzt sich aus verschiedenen Modulen für Rechenleistung, Kühlung und Energieverteilung zusammen. Hinzu kommen Dienstleistungen in den Bereichen Finanzierung, Bedarfsanalysen, Inbetriebnahme und Support („HP Datacenter Care“). So können Unternehmen Apollo-Systeme mit unterschiedlichen monatlichen Raten kaufen und die finanzielle Investition über einen längeren Zeitraum strecken.

HP bietet zunächst zwei Bausätze an. „Apollo 6000“ besteht aus einem modularen Rack mit einer neu konzipierten Luftkühlung. Für die redundante Stromversorgung werden zusätzliche Rack-Einschübe verwendet. Die Verwaltung erfolgt mit dem „HP Advanced Power Manager“. Laut internen Schätzungen des Herstellers verbrauchen diese Systeme bis zu 46 Prozent weniger Strom als die vergleichbaren Dell-Systeme M620.

Renaissance der Wasserkühlung

HP Apollo 8000“ soll eine weitere Leistungssteigerung und Ersparnis bei der Kühlung bringen. Ähnlich wie vergleichbare Systeme von IBM oder Hitachi setzt man auf eine 100-prozentige Wasserkühlung. HP gibt an, neue patentierte Technologien zur Marktreife gebracht zu haben, die jetzt eine risikofreie Wasserkühlung ermöglichen sollen: „Die Kühlung mit Wasser ist eintausend Mal effizienter als die Kühlung mit Luft. Aber die komplizierte Entwicklung und das Risiko, teure HPC-Systeme zu beschädigen, haben Wasserkühlung unattraktiv gemacht.“

Das skalierbare Rack von Apollo 8000 kann bis zu 144 Server pro Schrank integrieren. So lässt sich laut Hersteller die vierfache Leistung an Teraflops gegenüber einem herkömmlichen luftgekühlten Modell erzielen. Diese Konstruktion helfe Unternehmen dabei, „pro Jahr bis zu 3.800 Tonnen CO2-Ausstoß in ihren Rechenzentren zu vermeiden“.

HP Helion
Über das Cloud-Portal von HP können sich Anwender selbst eine HPC-Installation mit den Apollo-Systemen einrichten.

HP geht von einer steigenden Nachfrage nach HPC-Systemen aus und bietet deshalb die zusätzliche Möglichkeit an, mit dem „HP Helion Self-Service HPC“ eine entsprechende Private-Cloud-Installation zu realisieren: Über ein Selbstbedienungsportal wird individuell bestellt und auf Nutzungsbasis bezahlt. Die Kunden können diese Variante entweder selbst verwalten oder HP damit beauftragen.

HP Apollo 6000 und 8000 sind sofort bei HP oder seinen Partnern im Channel zu bestellen. Preise werden auf Anfrage bekannt gegeben.

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