bluedesign - Fotolia

Der Europäische Datenschutztag 2017

Der 28.01. ist der Europäische Datenschutztag. Und 2017 gibt es für Unternehmen triftige Gründe sich eingehend mit dem Datenschutz zu beschäftigen.

Im Jahr 2006 hat der Europarat beschlossen, den Datenschutztag aufzulegen. Seitdem wird dieser jedes Jahr am 28. Januar begangen. Dies ist der Tag, an dem 1981 das Übereinkommen des Europarats zum Datenschutz, das „Übereinkommen 108“, zur Unterzeichnung aufgelegt wurde. Inzwischen begeht man den Datenschutztag am 28. Januar auch außerhalb Europas, so beispielsweise in den USA und Kanada, dort ist dann vom „Data Privacy Day“ die Rede.

In 2017 dürfte das Thema Datenschutz bei vielen Unternehmen hierzulande relativ weit oben auf der Agenda stehen. Und zwar nicht nur für IT-Abteilungen, sondern über viele Fachabteilungen hinweg wie etwa Marketing, Vertrieb oder auch die kaufmännische Leitung. Grund hierfür ist die EU-Datenschutz-Grundverordnung, die es bis Frühjahr 2018 umzusetzen gilt. Und das ist keineswegs mit ein paar Mausklicks, einigen zusätzlichen Datenbankfeldern oder einer neuen Software erledigt.

Unternehmen müssen sich im Zuge der Umsetzung der EU-DSGVO einige Fragen beantworten: Ist man in der Lage die Betroffenenrechte umzusetzen? Entsprechen die Software-Einstellungen den Richtlinien? Inwieweit muss man die eigene Datenschutzerklärung auf der Website anpassen? Lässt sich mit den eigenen Checklisten der Datenschutz gemäß den neuen Richtlinien noch sicherstellen? Hat man bei der Nutzung oder Bereitstellung von Cloud-Diensten den Datenschutz entsprechend berücksichtigt? Diese und weitere Fragen dürften in 2017 nicht nur IT-Verantwortliche beschäftigen.

Anlässlich des Europäischen Datenschutztages beziehungsweise Data Privacy Day haben auch IT-Hersteller den Datenschutz thematisiert. So äußert Wieland Alge, Vice President und General Manager EMEA von Barracuda Networks, folgende Gedanken: „Zwar war die Verhängung von Bußgeldern in Millionenhöhe bisher die absolute Ausnahme, dies könnte sich aber mit der EU-Datenschutzgrundverordnung deutlich ändern. So sieht die DSGVO eine drastische Erhöhung des Bußgeldrahmens für Datenschutzverstöße vor und vereinheitlicht ihn europaweit. Damit hat die Politik eine klare Botschaft ausgegeben, dass Verstöße gegen die Privatsphäre eine äußerst ernst zu nehmende Angelegenheit darstellen. Unternehmen und Organisation müssen ihre Sicherheitsstrategien in puncto Privatsphäre, kultureller Einflüsse sowie neuer Technologien anpassen. Der Schutz der Daten muss als eine tragende Säule jeder Sicherheitsstrategie begriffen werden.“

Anlässlich des Data Privacy Day warnt der F-Secure-Forschungschef Mikko Hyppönen vor der wachsenden Anfälligkeit von sozialen Medien und Geräten mit Internetanbindung. „Ich sage, Daten sind das neue Öl. Und genau wie Öl uns Wohlstand und Probleme brachte, werden uns auch Daten Wohlstand und Probleme bringen.“, sagte Hyppönen auf dem 9. Internationalen Cyber Security Forum. Unternehmen, die darauf angewiesen seien, Daten zu sammeln und zu monetarisieren, würden immer mehr in das Leben der Nutzer eindringen. Diese Praktiken sollten im Rahmen des Data Privacy Day am 28. Januar kritisch beleuchtet werden.

Folgen Sie SearchSecurity.de auch auf Twitter, Google+, Xing und Facebook!

Nächste Schritte

EU-Datenschutzverordnung: Darauf müssen Unternehmen achten

Datenschutz-Grundverordnung: Die eigene Datenschutzerklärung anpassen

EU-Datenschutz: Betroffenenrechte nach EU-DSGVO rechtzeitig umsetzen

Datenschutz-Grundverordnung: Worauf bei der Cloud-Migration zu achten ist

Erfahren Sie mehr über Datensicherheit

- GOOGLE-ANZEIGEN

ComputerWeekly.de

Close