Definition

Verdunstungskühlung (Evaporative Cooling)

Verdunstungskühlung (Evaporative Cooling), im US-amerikanischen Sprachgebrauch auch als „Swamp Cooling“ bezeichnet, ist eine Kühltechnik, bei der die Vorteile eines Temperaturabfalls genutzt werden, wenn bewegter Luft ausgesetztes Wasser zu verdunsten beginnt und gasförmig wird. Wer schon einmal nasse Kleidung ausgezogen hat, weil ihm zu kühl wurde, der hat die Effekte der Verdunstungskühlung bereits am eigenen Leibe erfahren.

Ein Verdunstungskühler ist im Wesentlichen ein großer Ventilator, der warme Luft durch wassergetränkte Polster saugt. Während das Wasser in den Polstern verdunstet, wird die Luft gekühlt und in den Raum geblasen. Die Temperatur kann dabei über die Intensität des Luftstroms des Ventilators gesteuert werden. Verdunstungskühler werden nach der Menge an warmer/kalter Luft bemessen, die sie pro Minute austauschen können, sowie nach dem Energieverbrauch, der für den Betrieb benötigt wird. Die Verdunstungskühlung funktioniert am besten in trockenen Klimazonen, da hier die Verdunstung der Flüssigkeit einfacher ist.

Anders als ein Klimagerät nutzt ein Verdunstungskühler keine potenziell schädlichen Kältemittel. Die Installationskosten sind hierbei auch deutlich geringer, der Energieverbrauch deutlich niedriger und die Geräte selbst weniger anspruchsvoll bei Betrieb und Instandhaltung. Die Verdunstungskühlung kann mit anderen Kühltechniken wie der Freikühlung oder der adiabatischen Kühlung kombiniert werden.

Diese Definition wurde zuletzt im Januar 2017 aktualisiert

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