Definition

Thin Hypervisor

Ein Thin Hypervisor ist ein betriebssystemunabhängiges Programm, das virtuelle Maschinen (VMs) erstellt, verwaltet und zur Verfügung stellt. Ein Thin Hypervisor bringt weniger Overhead mit als ein herkömmlicher Hypervisor, was durch die geringere Angriffsfläche zu einem deutlichen Sicherheitsgewinn führen kann.

Ein Thin Hypervisor bietet also einen begrenzten Software- und Rechenaufwand, während er trotzdem sehr effizient arbeitet. Durch fehlende Drittanbieter-Software reduziert ein Thin Hypervisor die Anzahl der möglichen Schwachstellen, die etwa ein Bare-Metal-Hypervisor aufweisen könnte.

Ein Thin Hypervisor kann zum Beispiel auf einem Laptop oder Desktop installiert werden und dient dann als Ersatz für ein normales Betriebssystem. Der Thin Hypervisor enthält auch Programmierschnittstellen, die andere Management- und Monitoring-Tools ersetzen können. Das reduziert das Risiko für das System, mit Malware infiziert zu werden.

In virtuellen Umgebung ist das Hypervisor-Patching ein entscheidender Faktor zur Erhöhung der Sicherheit, weil der Hypervisor schließlich gleich mehrere Betriebssysteme auf dem Host ausführt. Ein Thin Hypervisor vereinfacht die Struktur und reduziert die Notwendigkeit, Lücken zu patchen. Die abgespeckte Struktur eines Thin Hypervisors vereinfacht auch die Implementierung, die ebenfalls ein komplexer Prozess sein kann.

Diese Definition wurde zuletzt im August 2016 aktualisiert

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