Definition

Microsoft System Center 2012 R2 Operations Manager

Microsoft System Center Operations Manager (SCOM) ist eine Komponente in Microsofts größerer System Center Suite aus Enterprise Management Software. System Center Operations Manager erlaubt es System- und Anwendungs-Administratoren, Prozesse, Dienste und Anwendungen von vielen Computern im Konzern von einer einzigen Management-Konsole aus zu überwachen.

Jedes Unternehmen verlässt sich für die Ausführung alltäglicher Geschäfte und Produktivität auf grundlegende Dienste und Anwendungen. System Center Operations Manager bietet im Wesentlichen ein Tool für Monitoring und Reporting, das verschiedene Objekte innerhalb der Umgebung beobachten kann, wie etwa Hardware, Systemdienste, Betriebssysteme, Hypervisoren oder Anwendungen. Objekte sind nach Bedarf der spezifischen Umgebung aufgesetzt und konfiguriert. SCOM prüft dann die relative Gesundheit (Leistung und Verfügbarkeit) jedes Objekts, alarmiert Administratoren bei potentiellen Problemen und bietet mögliche Ursachen oder korrigierende Aktionen an, die die Fehlerbehebung beschleunigen können.

Objekte nutzen einfache Ampelfarben, um ihren Gesundheitszustand darzustellen. Grün bedeutet gesund, gelb steht für eine Warnung und rot stellt einen kritischen Zustand dar. Gesundheitszustände können für jedes Objekt konfiguriert werden. Beispielsweise kann ein Laufwerk bei 70 Prozent verbleibender Kapazität als „gesund“ klassifiziert werden, bei 70 bis 80 Prozent Belegung kann eine Warnung ausgelöst werden und bei Überschreiten der 80-Prozent-Grenze kann der kritische Zustand signalisiert werden. Berichtswerte können je nach Bedarf gesetzt und verändert werden.

Eine grundlegende SCOM-Installation beinhaltet drei Komponenten: Der Management-Server ist für die essentielle Administration zuständig und verbindet sich mit Datenbanken. Die Betriebs-Datenbank bietet eine SQL-Datenbank für aktuelle Berichte. Und das Data Warehouse sammelt SQL-Daten über längere Zeiträume für langfristiger angelegte Berichte. Ein Berichts-Server kommt hinzu, er fragt die Datenbanken ab und zeigt detaillierte Berichte, die an Administratoren ausgeliefert werden. Die einzelnen Komponenten können alle auf demselben physischen Server installiert werden, allerdings werden in größere IT-Infrastrukturen die Einzelkomponenten typischerweise auf einzelnen Systemen ausgerollt, was die Skalierbarkeit deutlich verbessert.

System Center Operations Manager arbeitet mit Agents, die auf jedem System installiert sind (angezeigt als System Center Managment Health Service), um die Systemleistung zu beobachten und Daten zu sammeln, die zurück an den Management-Server gespielt werden. Agents werden durch anwendungsspezifische Verwaltungspakete angereichert, die vordefinierte Regeln für die Datensammlung und die Berichterstattung an bestimmte Anwendungen anbieten. Beispielsweise bietet das Veeam Management Pack for System Center Überwachung, Planung und Berichte für Unternehmen, die Veeam Backup and Replication einsetzen. Ein weiteres Beispiel wäre das System Center 2012 Management Pack für die Leistungsüberwachung von Java-Anwendungen.

System Center Operations Manager 2012 R2 umfasst als wichtigste Neuerungen die Unterstützung für Fabric-Überwachung, die eine bessere Überwachung virtueller Ebenen für Private-Cloud-Umgebungen ermöglicht und darüber hinaus eine bessere Integration für DevOps-Umgebungen bietet – zwei bedeutsame Verbesserungen für Cloud-Deployments. Zusätzliche Änderungen umfassen einen verbesserten Moitoring-Agent und Unterstützung für IPv6, Integration mit Microsofts Online-Dienst System Center Advisor sowie die verbesserte Überwachung für UNIX- und Linux-Systeme. SCOM 2016 richtet den Fokus dann viel stärker auf Hybrid-Cloud-Umgebungen.

Wie bei den meisten Verwaltungs- und Überwachungstools für Konzerne empfiehlt es sich, Deployments in einer Laborumgebung zu testen und zu verfeinern, bevor die Updates in die Produktionsumgebung ausgerollt werden. Dies erlaubt es Administratoren, sich mit den neuen Features vertraut zu machen und sämtliche Änderungen an Konfigurationen von Objekten auszuführen, bevor die neuen SCOM-Versionen live gehen.

Diese Definition wurde zuletzt im April 2016 aktualisiert

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