Definition

Iris-Erkennung

Per Iris-Erkennung können Menschen eindeutig identifiziert werden. Dabei werden einzigartige Merkmale genutzt, die sich in der ringförmigen Region um die Pupille des Auges befinden. Dieser Iris genannte Bereich ist meist entweder braun, blau, grau oder grünlich gefärbt und enthält typische Muster, die bei genauerer Inspektion sichtbar werden. Weil Iris-Erkennung ein biologisches Charakteristikum nutzt, zählt die Technik zu den biometrischen Verfahren.

Zur Iris-Erkennung werden ein oder auch mehrere detaillierte Aufnahmen des Auges mit einer High-Resolution-Kamera erstellt, die entweder im Bereich des sichtbaren Lichts oder im infraroten Bereich arbeitet. Anschließend vergleicht ein spezialisiertes Computerprogramm die Iris-Muster der fotografierten Person mit in einer Datenbank gespeicherten Aufnahmen. Dazu verwendet die Software eine so genannte Matching-Engine. Pro Sekunde können Millionen Aufnahmen mit einer Präzision verglichen werden, die vergleichbar mit Fingerabdrucken oder digitalem Finger-Scanning ist.

Die Person sollte sich innerhalb von wenigen Metern Entfernung zu der Kamera befinden, damit eine Iris-Erkennung zuverlässig durchgeführt werden kann. Spezielle Kontrollmechanismen sollen sicherstellen, dass die Aufnahme von einem echten Gesicht stammt und nicht etwa von einer detaillierten Fotografie. So soll etwa das Umgebungslicht keine Reflektionen auf der Hornhaut des Auges verursachen, die Teile der Iris überdecken könnten. Die aufzunehmende Person sollte sich zudem möglichst nicht bewegen, auf die Kamera ausgerichtet sein und mit der Aufnahme einverstanden sein. Bestimmte Arten von Kontaktlinsen und Brillen können die Iris-Muster verdecken.

Iris-Erkennung wird, wie ebenfalls Gesichtserkennung, meist in sicherheitsrelevanten Bereichen genutzt. In manchen Ländern wird die Technik zum Beispiel an Flughäfen, an Ein- und Ausgängen sowie in Regierungsgebäuden eingesetzt. Sie wird auch dazu verwendet, unautorisierte Zugriffe auf Computer und Mobilgeräte zu verhindern. Kleine, tragbare Geräte zur Iris-Erkennung ermöglichen es auch Endanwendern, auf komplizierte Passwörter zu verzichten. Apps zur Iris-Erkennung gibt es sowohl für das iPhone als auch für andere Smartphone-Plattformen.

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Diese Definition wurde zuletzt im September 2016 aktualisiert

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