Definition

War Driving (Kartierung von Access Points)

War Driving wird auch als Kartierung von Access Points bezeichnet. Damit werden WLANs (Wireless Local Area Networks) beim Fahren durch eine Stadt oder andere Orte lokalisiert. Für War Driving benötigen Sie ein Fahrzeug, einen Computer wie zum Beispiel ein Notebook, eine drahtlose Netzwerkkarte im sogenannten Promiscuous Mode und eine Antenne, die Sie auf dem Dach oder seitlich am Fahrzeug anbringen.

Weil die Reichweite drahtloser LANs über die eines Gebäudes hinausgeht, kann gegebenenfalls jemand von außen das Netzwerk infiltrieren. Damit bekommt er zum Beispiel einen kostenlosen Zugang zum Internet oder kann in schlimmeren Fällen Aufzeichnungen des Unternehmens und andere Ressourcen stehlen. Der Einbruch in private Netzwerke ist strafbar.

Für einige Leute ist War Driving eine Art Sport. Sie wollen damit lediglich demonstrieren, wie einfach sich WLANs kompromittieren lassen. Mit rundstrahlenden (omnidirektionalen) Antennen und einem GPS (Geophysical Positioning System) kann ein War Driver systematisch drahtlose Access Points kartieren. Unternehmen mit WLANs im Einsatz wird dringend geraten, die Netzwerke entsprechend abzusichern, sodass nur vorgesehene Anwender darauf zugreifen können. Zu den Absicherungen gehören angemessene Verschlüsselung mit WPA2 (Wi-Fi Protected Access), IPSec, eine Firewall und/oder DMZ. Eine Verschlüsselung mit WEP (Wired Equivalent Privacy) ist nicht mehr zeitgemäß, da sie sich relativ schnell knacken lässt.

Der Ausdruck War Driving stammt von einem recht ähnlichen Ansatz, um ein Telefonsystem zu infiltrieren. Er nennt sich War Dialing.

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Diese Definition wurde zuletzt im September 2016 aktualisiert

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