Definition

FICON (Fibre Connectivity)

FICON steht für Fibre Connectivity und ist eine Hochgeschwindigkeits-Schnittstelle (I/O, Input/Output) für Mainframe-Computer-Verbindungen zu Storage-Geräten. Als Teil von IBMs S/390 Server erhöhen FICON-Kanäle die I/O-Kapazität durch eine Kombination bestehend aus einer neuen Architektur und schnelleren physischen Verbindungsraten. Damit ist FICON bis zu acht Mal effizienter als ESCON (Enterprise System Connection). Letzteres ist IBMs ehemaliger Fibre-Optik-Standard.

Zu den Funktionen eines FICON-Kanals gehören:

  • Eine Zuweisungs-Ebene (Mapping Layer), die auf dem ANSI-Standard FC-PH (Fibre Channel-Physical and Signaling Interface) basiert. Damit spezifiziert man das Signal, die Verkabelung und die Übertragungs-Geschwindigkeiten.
  • 100 Mbps bi-direktionale Verbindungs-Raten über Distanzen von bis zu 20 Kilometern. ESCON im Vergleich hatte es auf eine Rate von drei Mbps bis zu einer Entfernung von drei Kilometern gebracht.
  • Höhere Flexibilität in Bezug auf das Netzwerk-Layout, da man damit größere Distanzen adressieren kann.
  • Kompatibilität mit jedem installierten Kanal-Typ in jedem S/390 G5 Server.
  • Bridge-Funktion, die Unterstützung für existierende ESCON-Kontrolleinheiten garantiert.
  • Benötigt lediglich eine Kanal-Adresse.
  • Unterstützung für Full-Duplex-Daten-Übertragungen. Somit lassen sich Daten über eine Verbindung simultan lesen und schreiben.
  • Multiplexing erlaubt die Übertragung von kleinen Daten zusammen mit großen. Somit muss man nicht warten, bis die große Transaktion abgeschlossen ist.
Diese Definition wurde zuletzt im Oktober 2014 aktualisiert

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