Definition

T-carrier System

Mitarbeiter: Carol Cartier und Tom Payne

Das T-carrier System  wurde von Bell System in 1960ern in den USA eingeführt. Es war das erste erfolgreiche System, das digitalisierte Übertragung von Sprache unterstützte. Die ursprüngliche Übertragungsrate einer T1-Leitung betrug 1,544 Mbit/s. T1-Leitungen werden häufig von ISPs (Internet Service Provider) als Verbindung zum Internet genutzt. Eine weitere Stufe in den USA ist eine T3-Leitung, die 44,736 Mbit/s liefert. Sie kann als private Standleitung angemietet werden. Häufig dient sie auch als Anbindung von einem ISP zu einem Backbone. Das Äquivalent zu einer T3-Festleitung in Europa nennt sich E3. Sie liefert eine Datenrate von zirka 34 Mbit/s.

Das T-carrier System  ist komplett digital. Es verwendet PCM (Pulse Code Manipulation) und TDM (Time-division Multiplexing). Das System nutzt vier Kabel und stellt Duplex-Fähigkeit zur Verfügung. Es kann auf zwei Kabeln senden und auf den anderen beiden gleichzeitig empfangen. Der digitale Datenstrom von T1 besteht aus 24 Kanälen mit je 64 Kbit/s, die ge-multiplext sind. Ein standardisierter Kanal mit 64 Kbit/s basiert auf der Bandbreite, die für eine Sprachkonversation notwendig ist. Die vier Kabel waren ursprünglich ein Paar an Twisted-Pair-Kupferkabeln. Heutzutage sind aber auch Koaxialkabel, Glasfaser, digitale Mikrowellenübertragung und andere Medien denkbar. Es sind Variationen bei der Anzahl und Nutzung der der Kanäle möglich.

Eine T1-Leitung, bei der jeder Kanal eine unterschiedliche Anwendung bedient, ist als integriertes T1 oder kanalisiertes T1 bekannt. Ein anderer häufig installierter Service ist eine teilweise (fractional) T1-Leitung. In diesem Fall mieten Sie nur einen gewissen Teil der 24 Kanäle in einer T1-Leitung. Die anderen Kanäle sind ungenutzt.

Beim T1-System werden Sprache oder andere analoge Signale 8.000 Mal pro Sekunde abgetastet (gesampelt) und jede Probe wird in ein 8-Bit-Wort digitalisiert. Bei der Digitalisierung von 24 Kanälen gleichzeitig, wird logischerweise ein 192-Bit Frame (24 Kanäle mit jeweils einem 8-Bit-Wort) 8.000 Mal pro Sekunde übertragen. Jeder Frame wird vom Nachfolger durch ein einzelnes Bit separiert. Somit entsteht ein Block mit 193-Bit. Der 192-Bit Frame mit 8.000 multipliziert und die zusätzlichen 8.000 Framing Bits ergeben die Datenrate bei T1 von 1,544 Mbit/s. Die Signal-Bits sind die unwichtigsten Bits in jedem Frame.

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Diese Definition wurde zuletzt im Dezember 2016 aktualisiert

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