Definition

Phasenwechsel-Kühlung

Die Phasenwechsel-Kühlung ist eine Technologie zur Kühlung von Mikroprozessoren, die nach den gleichen Wirkprinzipien funktioniert wie herkömmliche Kühlschränke, Tiefkühlschränke oder Klimaanlagen.

Die grundsätzlichen Komponenten eines Phasenwechsel-Kühlsystems sind der Kompressor (oder Kondensator), der Verdampfer, das Abstrahlelement und die Pumpe. Im Kompressor kondensiert ein gasförmiges Kühlmittel zu einer flüchtigen Flüssigkeit. Die Pumpe befördert die Flüssigkeit zum Verdampfer, wo der Druck reduziert wird und die Flüssigkeit sich damit zurück in den gasförmigen Zustand begibt, wobei thermische Energie aufgenommen wird. Strategisch richtig in einem Computersystem positioniert, kann der Verdampfer effektiv die thermische Energie des Prozessors und anderer kritischer Komponenten aufnehmen. Das erwärmte Gas wird dann über ein Abstrahlelement wiederverwertet und zurück zum Kompressor transportiert, wo ein neuer Zyklus einsetzt. Auf diese Weise wird die thermische Energie durchgängig von den Computerkomponenten abgeführt und in die externe Umgebung transportiert.

Mit Phasenwechsel-Kühlung können Mikroprozessoren bis zum Gefrierpunkt von Wasser oder sogar noch weiter heruntergekühlt werden. Aus diesem Grund ist die Steuerung der Luftfeuchtigkeit notwendig, um die Kondensierung von Wasserdampf als Tau oder Frost innerhalb des Computer-gehäuses zu verhindern. Die Phasenwechsel-Kühlung ist unbesehen ihrer Effizienz ziemlich teuer. Die meisten Phasenwechsel-Kühlungssysteme neigen außerdem zu einer größeren Geräuschentwicklung, auch wenn dieses Problem durch eine akustische Abschirmung gemindert werden kann.

Die Phasenwechsel-Kühlung gehört zur mechanischen Kühlung.

Diese Definition wurde zuletzt im März 2017 aktualisiert

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