Definition

„Meet-in-the-middle“-Angriff

Der „Meet-in-the-middle“-Angriff ist ein kryptographisches Verfahren, das zur Anwendung kommt, wenn Texte mit zwei Schlüsseln codiert sind. Es verringert drastisch die Zahl der Versuche, die für das Dechiffrieren nötig sind.

Die Attacke richtet sich gegen Blockverschlüsselungsverfahren, bei denen ein Klartext definierter Länge über zwei Verschlüsselungsstufen in einen chiffrierten Text überführt wird. Der Angreifer versucht nun, von beiden Seiten aus das Geheimnis zu entschlüsseln. Er codiert Klartext mit verschiedenen Schlüsseln, um so ein intermediäres Chiffrat zu erzeugen. Gleichzeitig dechiffriert er den codierten Text ebenfalls mit verschiedenen Schlüsseln. Ziel ist es, von beiden Seiten aus dasselbe intermediäre Chiffrat zu erhalten. Stößt der Angreifer auf eine solche Übereinstimmung, dann hat er sehr wahrscheinlich die beiden Schlüssel gefunden, die für die Blockchiffrierung verwendet wurden.

Der Name der Methode leitet sich vom Vorgehen des Angreifers ab, der gleichzeitig von beiden  Seiten aus versucht, die Zweifaktorenverschlüsselung zu knacken und sich bei Erfolg eben in der Mitte trifft.

Diese Definition wurde zuletzt im Mai 2016 aktualisiert

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