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NPM-Produktübersicht: SevOne Monitoring Suite

Die Monitoring-Produkte von SevOne kommen immer mit dem vollen Funktionsumfang. Je nach Umgebung lassen sich die Appliances skalieren.

Anmerkung der Redaktion: Der Überblick zur SevOne Monitoring Suite gehört zu einer Artikelreihe zum Thema NPM (Network Performance Monitoring). Die Grundlagen- und Ratgeber-Artikel zu dieser Serie finden Sie am Ende dieses Beitrags im Abschnitt „Nächste Schritte“. Bisher haben wir folgende Monitoring-Tools vorgestellt: CA Unified Infrastructure Management (CA UIM), NetScout TruView und SolarWinds Network Performance Monitor (NPM).

Wenn eine Netzwerk-Monitoring-Firma behaupten kann, dass ihr Produkt von Netzwerktechnikern für Netzwerktechniker entwickelt wurde, dann ist das die in Boston ansässige SevOne Inc. Zwei Netzwerk-Administratoren haben das Unternehmen gegründet. Sie hatten es im Prinzip satt, Produkte einsetzen zu müssen, die zu schwierig zu handhaben sind und sich zu schlecht skalieren lassen. Die Gründer stellten eine All-in-One-Lösung zur Verfügung. Damit wollten sie sowohl die Probleme mit der Skalierbarkeit als auch bei der Lizenzierung lösen.

Das geradlinige Lizenzmodell der SevOne Monitoring Suite ist wahrscheinlich ihr größter Vorteil. Wenn Sie eine Appliance oder die Version für eine VM (virtuelle Maschine) kaufen, dann bekommen Sie das gesamte Paket. Damit sind Monitoring-Funktionen, Reporting Tools, Backend-Datenbank und Storage gemeint. Es gibt keine zusätzlichen Funktionen, über die Sie sich den Kopf zerbrechen müssen.

NPM-Plattform

Anders als bei anderen NPM-Lösungen sind die Funktionen nicht in verschiedene Produkte aufgeteilt. Eine SevOne-Monitoring-Appliance oder eine äquivalente virtuelle Maschine kann sämtliche Aufgaben erfüllen. Alle Module sind bei Auslieferung vorhanden und einsatzbereit. Das Skalieren besteht lediglich aus dem Hinzufügen weiterer Appliances oder zusätzlicher virtueller Maschinen. Diese platzieren Administratoren strategisch innerhalb der Netzwerkinfrastruktur. Mehrere Appliances innerhalb des gleichen Netzwerks bilden einen verteilten P2P-Cluster (Peer-to-Peer). Das Management erledigen Sie von einer einzigen Stelle aus. Administratoren können sich bei jeder Appliance innerhalb des Cluster anmelden und die komplette Plattform verwalten. Es gibt verschiedene Appliance-Typen:

SevOne Performance Appliance Solution (PAS): Die SevOne Performance Appliance Solution ist eine All-in-One Hardware-Appliance. Sie dient als Sammelstelle, Berichterstatter und Storage-System. PAS ist ausgelegt für das Monitoring von verschiedenen KPI-Metriken wie SNMP, XML, ICM und mehr. In einer einzigen Appliance lassen sich bis zum 200.000 Objekte überwachen.

SevOne Virtual Performance Appliance Solution (vPAS): Dieses Produkt ist eigentlich identisch zu PAS. Allerdings handelt es sich um ein Image für Virtualisierung, das sich flexibler einsetzen lässt. Jede VM kann bis zu 5000 Objekte überwachen.

SevOne Dedicated NetFlow Collector (DNC): Für Unternehmen mit extrem großen Netzwerkinfrastrukturen bietet die SevOne Monitoring Suite ein dediziertes NetFlow Collection Tool. DNC kann das Monitoring von zahlreichen Flow Performance Metriken wie NetFlow, JFlow, sFlow, IPFIX, NBAR und so weiter übernehmen. Der Dedicated NetFlow Collector kann pro Appliance Daten von bis zu 1.000 Schnittstellen einsammeln. Weiterhin lassen sich bis zu zwölf Millionen Flows pro Minute abgreifen. Die DNC-Appliance arbeitet mit PAS oder vPAS zusammen. Damit ist das Management und das Reporting wieder von einer zentralen Stelle aus möglich.

SevOne End User Experience (EUE): EUE ist für das Monitoring von Network und Application Service Performance aus Endanwendersicht gedacht. Das beinhaltet beispielsweise die Anzahl von Netzwerk-Hops, Packet Loss, Jitter, Latenz, Round Trip Time, Netzwerk, Server, Browser, Total Response Time und so weiter.

SevOne Performance Log Appliance (PLA): PLA übernimmt das Monitoring zahlreicher Log-Datenquellen wie Syslog, DNS, Snare, Cron und so weiter.

Preise und Support

Bei den Lizenzen geht es lediglich um die Anzahl der benötigten Elemente (Objekte). Sie kaufen oder mieten ein Hardware-/Software-Bundle (Appliance), das Ihren Ansprüchen genügt. So lange die Lizenzen gültig sind, ist darin 8x5- oder 24/7-Support von SevOne enthalten. Dazu gehören Telefon, E-Mail und Unterstützung via Web und hinsichtlich Updates und Upgrades. Sollte eine Hardwarekomponente ausfallen, wird sie binnen vier Stunden ersetzt.

Zum Beispiel kostet eine Appliance für 1000 Nodes (durchschnittlich 20 Objekten per Node) 100.000 US-Dollar und für 400 Nodes 40.000 US-Dollar (auch bei einem Durchschnitt von 20 Objekten per Node). Interessierte können Appliances und Lizenzen über offizielle Vertriebspartnern wie der amasol AG aus München von SevOne erwerben.

Beim SevOne Performance Appliance System sind 5 US-Dollar für das Monitoring pro Objekt zu zahlen. Für den SevOne Dedicated Netflow Collector kostet jedes Flow-Interface 200 US-Dollar. Bei der SevOne Performance Log Appliance werden 3000 US-Dollar für die durchschnittliche Datenmenge von einem GB pro Tag fällig.

Alle Preise sind Listenpreise ohne Berücksichtigung einer Mengenstaffel.

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