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Die wichtigsten NAS-Produkte im Überblick

Ursprünglich für kleinere Firmen entwickelt, sind NAS-Appliances immer populärer in großen IT-Umgebungen. Wir geben eine kurze Übersicht über Angebot und Unterschiede der Systeme.

Obwohl NAS-Geräte (Network Attached Storage) nützlich für kleinere Firmen sind, werden sie auch immer mehr in größeren Unternehmen eingesetzt. Wie jede andere Hardwarekomponente für Unternehmen auch, neigen NAS-Systeme für diese Gruppe von Anwendern dazu, teuer zu sein.

Insofern ist es wichtig, sich nach den verfügbaren Angeboten umzusehen, bevor man eine Kaufentscheidung fällt.

In diesem Artikel werden einige verfügbare Optionen vorgestellt, um die besten NAS-Produkte für das eigene Unternehmen zu finden. Dabei konzentriert sich der Artikel auf die derzeit dominierenden und größeren Anbieter und gibt keinen Überblick über den gesamten NAS-Markt und die verfügbaren Modelle.

Dell EMC Isilon A Series

Die Isilon-Produktserie von Dell EMC umfasst NAS-Appliances, die für Datenarchivierung entwickelt wurden. Zu diesen Archivierungs-Appliances gehören die Dell EMC Isilon A200 und A2000. Die A200 eignet sich für allgemeinen Archivspeicher, während die A2000 für intensive Archivierung oder Deep Archiving entwickelt wurde. Der Unterschied zeigt sich deutlich bei den Optionen der jeweiligen Appliance für Kapazität und Caching.

Die Dell EMC Isilon A200 NAS Storage Appliance besteht aus einem Gehäuse von vier Höheneinheiten (4 U), das nicht weniger als 60 SATA-Laufwerke beherbergt. Die Gesamtkapazität reicht von 120 bis 480 Terabyte pro Gehäuse. Um die Archivierungs-Performance zu verbessern, kann die Appliance entweder vier oder acht SSDs enthalten, die als Storage-Cache fungieren.

Im Unterschied dazu besitzt die A2000 eine fixe Kapazität von 800 Terabyte, auf der Basis von 80 Platten mit je zehn Terabyte. Die A200 unterstützt dagegen den Einsatz von Platten mit zwei, vier oder acht Terabyte. Während die A2000 die gleichen Caching-Optionen wie die A200 anbietet, erscheint es unwahrscheinlich, dass Kunden überhaupt in Cache-Storage investieren werden, wenn sie – so der Vorschlag von Dell EMC – die Appliance für Deep Archivierung einsetzen.

Sowohl die A200 als auch die A2000 umfassen vier Intel Pentium-Prozessoren (D1508). Ebenso unterstützen beide Appliances die Frontend Connectivity durch zwei SFP+ Ports mit 10 Gigabit Ethernet (GbE). Beide Appliances verfügen außerdem über entweder zwei InfiniBand- oder zwei 10-GbE-Ports für Infrastrukturanschlüsse.

Dell EMC Isilon A200 NAS Appliance
Abbildung 1: Dell EMC Isilon A200 NAS Appliance

Dell EMC Isilon H Series

Die Isilon-Serie von Dell EMC umfasst eine Reihe von hybriden NAS-Geräten, die für Scale-Out Storage entwickelt wurden. Zu den hybriden Scale-Out NAS-Angeboten von Dell EMC zählen die die H400, H500, H5600 und die H600. Jedes dieser Geräte steckt in einem dicht gepackten 4U-Gehäuse.

Die NAS-Appliances von Dell EMC unterscheiden sich bei Performance und Kapazität. Das Einstiegsmodell ist die H400, die vier Isilon-Nodes in einem 4U-Gehäuse enthält. Dieses Gerät unterstützt maximal 60 SATA-Laufwerke pro Gehäuse, zusammen mit vier bis acht SSDs für Caching. Es verfügt über eine Kapazität von 120 bis 480 Terabyte pro Chassis, und jedes Gehäuse besitzt einen Durchsatz von 3 GBps.

Die H500 unterstützt maximal 60 SATA-Laufwerke pro Gehäuse, zusammen mit vier bis acht SSDs für Caching. Sie hat eine Kapazität von 120 bis 480 Terabyte pro Chassis, und jedes Gehäuse hat einen Durchsatz von 5 GBps.

Die H5600 unterstützt maximal 80 SATA-Laufwerke pro Gehäuse, zusammen mit vier bis acht SSDs für Caching. Sie verfügt über eine Kapazität von bis zu 800 Terabyte pro Chassis, und jedes Gehäuse besitzt einen Durchsatz von 8 GBps.

Das Top-Modell in dieser Serie ist die Dell EMC Isilon H600. Sie unterstützt maximal 120 SAS-Laufwerke pro Gehäuse, zusammen mit vier bis acht SSDs für Caching. Die Appliance besitzt eine Kapazität von 72 bis 144 Terabyte pro Chassis, und jedes Gehäuse hat einen Durchsatz von 12 GBps.

Dell EMC Isilon F Series

Dell EMC stellt mehrere unterschiedliche Varianten seiner Isilon NAS-Appliances zur Verfügung. Wer hauptsächlich an Performance interessiert ist, sollte einen Blick auf die F Series mit ihren All-Flash NAS-Speichergeräten werfen. Diese Reihe umfasst die F800 und die F810, die beide bis zu 250.000 IOPS pro Gehäuse liefern.

Die Modelle besitzen eine maximale Kapazität von 924 Terabyte pro Chassis. Die F800 hat eine minimale Kapazität von 96 Terabyte, während es bei der F810 mindestens 230 Terabyte sind. Diese Kapazitäten entsprechen einer unbenutzten Plattenkapazität. Beide Appliances umfassen je 60 Laufwerkseinschübe, aber die F800 unterstützt eine minimale Plattengröße von 1,6 Terabyte, während es bei der F810 3,84 Terabyte sind.

Die F800 und die F810 verfügen über vier Intel Xeon Prozessoren (E5-2697A v4). Die F800 besitzt pro Node Zwillingsports 10 GbE SP+ oder 40 GbE QSFP+ für vordere Netzwerkanschlüsse und pro Node zwei Ports für InfiniBand oder zwei für 40 GbE QSFP+ für hintere Netzwerkanschlüsse. Die Vergleichsseite von Dell EMC listet keine Netzwerkdetails für die F810 auf, aber angesichts der Gemeinsamkeiten zwischen beiden Produkten kann man wohl davon ausgehen, dass sie die gleichen Netzwerkkonfigurationen unterstützen.

Beide NAS-Appliances stimmen beim 4U-Design überein und besitzen einen Durchsatz von bis zu 15 GBps pro Gehäuse.

Dell NX Series NAS

Dell entwickelte die NX Series der NAS-Appliances, um eine bezahlbare Option für Unternehmen zur Verfügung zu stellen, die eine Lösung für NAS-Storage brauchen, aber sich nicht unbedingt nach dem größten oder umfangreichsten NAS-System umsehen. Appliances der Dell Storage NX-Familie beginnen bei einem Einstiegspreis von 2.499 Dollar und aufwärts.

Es gibt vier Gehäusevarianten in der NX Series – die NX440, NX430, NX3240 und die NX3340. Alle diese Gehäuse sind in einem 1U-Rack montierbar, außer die NX3240, die ein montierbares Gehäuse für ein 2U-Rack ist. Die NX440 und die NX430 laufen mit Windows Storage Server 2016 Standard Edition oder mit Workgroup Edition OS, während die NX3240 und NX3340 die Windows Storage Server 2016 Standard Edition installiert haben. Alle diese Appliancen setzen Intel-Xeon-Prozessoren ein.

Die Speicherkapazitäten unterscheiden sich bei den verschiedenen NX-Produkten. Am unteren Ende befindet sich die NX430, die auf der Basis von vier 10-Terabyte-Platten eine Rohkapazität von 40 Terabyte besitzt. Das Modell mit der höchsten Kapazität ist die NX3240 mit einer maximalen Rohkapazität von 192 Terabyte, basierend auf sechzehn 12-Terabyte-Platten. Zusätzlich lässt sich die NX3240 clustern, womit sie dann bis zu 64 Nodes unterstützt.

Jede dieser NAS-Appliances ist mit Dell EMC OpenManage kompatibel und unterstützt darüber hinaus Datendeduplizierung, File Classification Infrastructure und den File Server Resource Manager.

Dell EMC Unity XT All-Flash Unified Storage

Neben seiner Isilon-Linie bietet Dell EMC auch eine Reihe von Unity XT Storage Appliances an. Dell EMC konzipierte die EMC Unity XT Series für die Anforderungen im mittleren Speicherbereich und optimierte sie bei Performance und Effizienz.

Die Unity XT Series besteht aus zahlreichen Appliance-Modellen, aufgeteilt in verschiedene Kategorien. Zum Beispiel sind die Dell EMC Unity XT-Modelle 380F, 480F, 680F und 880F All-Flash-Speicher-Appliances. Sie sind dafür entwickelt, eine bessere Performance als andere Unity XT-Modelle zur Verfügung zu stellen und bieten außerdem eine Inline-Deduplizierung im Verhältnis 5:1 an. Diese Appliances liefern auch hohe maximale Kapazitäten, die von 2,4 Petabytes (PB) in der 380F bis zu 16 PB in der 880F reichen.

Zusätzlich zu den All-Flash-Modellen sind die Dell EMC Unity XT 380, 480, 680 und 880 hybride Flash Storage Arrays. Sie bieten die gleichen maximalen Kapazitäten und Features für Datenreduktion wie ihre All-Flash-Gegenstücke an, aber sind konzipiert als hybride Speicher-Appliances.

Dell EMC hat ferner die Unity VSA im Angebot, die für hohe Verfügbarkeit konstruiert ist und die bis zu 50 Terabyte Speicher in VMware-Umgebungen bietet. Diese Appliance kann so konfiguriert werden, dass sie jeweils 10, 20 oder 50 Terabyte an Rohkapazität zur Verfügung stellt. Sie ist so konzipiert, dass sie Block-, File- und VMware Virtual Volumes Storage vereinen kann.

Ein weiteres Angebot in der Unity-Produktlinie ist die Dell EMC Unity Cloud Edition. Dell hat diese Appliance für den Einsatz für VMware Cloud in einem softwaredefinierten Rechenzentrum entwickelt. Die Produktseite von Dell EMC stellt keine Performance- oder Kapazitätsangaben für diese Appliance zur Verfügung.

Hitachi Vantara HNAS

Hitachi Vantara bietet drei Hitachi NAS-Produkte (HNAS) für größere Unternehmen an, die alle bis zu 64 Enterprise Virtual Server und 500 File-Systeme unterstützen. Jede der HNAS-Appliances hat eine Rack-Höhe von 3U und kann bis zu einem Petabyte (PB) an Speicher aufnehmen.

Die hauptsächliche Unterscheidung zwischen den drei Appliances besteht in ihrer jeweiligen maximalen physikalischen Filesystem-Größe pro Cluster. Die HNAS 4060 kann bis zu einem File-System von 8 PB skalieren. Die HNAS 4080 verdoppelt diese Kapazität bis zu einer maximalen physischen Filesystem-Größe von 16 PB pro Cluster und die HNAS 4100 verfügt über ein maximales File-System von 32 PB pro Cluster.

Obwohl die große Mehrheit der Funktionen für alle drei Applikationen die gleiche ist, gibt es Unterschiede bei Memory und Random IOPS. Die HNAS 4060 und die HNAS 4080 besitzen beide bis zu 26 Gigabyte an nicht-flüchtigem RAM (NVRAM) auf ihrem hauptsächlichem Board FPGA (Field-Programmable Gate Array) und 16 Gigabyte an Memory auf dem Motherboard. Im Gegensatz dazu hat die HNAS 4100 bis zu 68 Gigabyte an NVRAM auf seinem FPGA-Board und 32 Gigabyte RAM auf seinem Haupt-Motherboard. Die Random IOPS für eine Konfiguration mit zwei Knoten bei den HNAS 4060, 4080 und 4100 sind jeweils 147.957, 209.519 und 293.128.

Die Hitachi NAS-Appliances unterstützen alle die Protokolle NFS, SMB, FTP und iSCSI. Zusätzlich bieten die Appliances eine HTTPS-Verbindung (S3) zur Cloud.

Hitachi Vantara HNAS Storage Appliance.
Abbildung 2: Hitachi Vantara HNAS Storage Appliance.

Die Hitachi NAS-Produkte besitzen integrierte Snapshot-Fähigkeiten für den Datenschutz und unterstützen ferner synchrones Disaster Recovery (DR). Die Appliances führen auch automatische Datendeduplizierung in einer Art und Weise durch, die für die Endanwender transparent ist.

Hitachi Vantara VSP N

Zusammen mit seiner dedizierten HNAS NAS-Plattform verkauft Hitachi auch VSP-N-NAS-Module für seine SAN-Arrays der Virtual Storage Platform.

Die VSP N400, N600 und N800 unterstützen alle 64 Virtual Enterprise Server und 500 File-Systeme. Die N400 unterstützt ein Dateisystem mit 2 PByte pro System, und die N600 und N800 unterstützen Dateisysteme mit 6,5 PByte.

Der große Unterschied zwischen den Modellen besteht in der Skalierbarkeit. Die N400 skaliert bis zu 4,7 PB interner Rohkapazität und unterstützt 16 Standard-Erweiterungseinsätze, acht sehr dichte Erweiterungseinsätze oder 16 Erweiterungseinsätze mit Flash-Modulen. Die N600 skaliert bis zu 7,1 PB an interner Kapazität, 24 Standard-Erweiterungseinsätzen, 12 sehr dichten Erweiterungseinsätzen und 24 Erweiterungseinsätzen mit Flash-Modulen. Die N800 skaliert bis zu 14,1 PB an interner Kapazität, 48 Standard-Erweiterungseinsätzen, 24 sehr dichten Erweiterungseinsätzen und 48 Erweiterungseinsätzen mit Flash-Modulen.

Hitachi gibt keine Preise bekannt.

HPE StoreEasy 1000 Storage Family

Die StoreEasy 1000 Series von Hewlett Packard Enterprise (HPE) besteht aus 15 verschiedenen Storage Appliances, die eine große Reihe von Funktionen und Preisen abdecken.

Das Einstiegsmodell der StoreEasy 1000 Series ist die HPE StoreEasy 1560, ein SATA-Speichergerät mit 8 Terabyte – de facto mit vier 2-TB-Laufwerken – und einem Preis von 4.790,99 Dollar.

Am oberen Ende gibt es die HPE EasyStore 1660. Diese Appliance kostet 11.019,99 Dollar und stellt 32 Terabyte an SAS-Storage zur Verfügung. Die Speicherkonfiguration besteht aus acht 4-TB-Laufwerken.

HPE bietet verschiedene andere StoreEasy-Appliances an, für die keine Online-Preise verfügbar sind. Die größte angebotene Kapazität bei diesen Appliancen sind 64 Terabyte.

Hewlett Packard Enterprise StoreEasy NAS.
Abbildung 3: Hewlett Packard Enterprise StoreEasy NAS.

Die Features und Funktionen bei den Modellen in der StoreEasy 1000 Series unterscheiden sich von Appliance zu Appliance. Doch die meisten scheinen Protokolle wie SMB, NFS, iSCSI over Ethernet, FTPS und HTTPS zu unterstützen.

Zusätzlich lassen sich alle StoreEasy-Produkte durch ein externes Gehäuse erweitern. Unternehmen können entweder das HPE D3610 (große Ausführung) oder das DS3710 (kleine Ausführung) einsetzen. Das D3610 umfasst 12 Laufwerkseinschübe und liefert bis zu 120 Terabyte an zusätzlicher Kapazität. Es wird bei Insight für 21.800,99 Dollar verkauft. Im Gegensatz dazu umfasst das D3710-Gerät 25 Laufwerkseinschübe und kostet bei Insight 17.460,99 Dollar.

IBM Spectrum Scale

IBM Spectrum Scale ist für Unternehmen gedacht, die eine umfassende Skalierbarkeit brauchen. Spectrum Scale kann 9 Trillionen an Dateien pro File System speichern und mit einzelnen Files arbeiten, die bis zu 8 Exabytes groß sind.

Es ist nicht überraschend, dass Spectrum Scale Server die Cluster-Technologie einsetzen, um diese große Skalierbarkeit zu erreichen. Während Spectrum Scale als alleinstehende Konfiguration eingesetzt werden kann, ist auch die Cluster-Variante möglich, die aus bis zu 16.384 einzelnen Knoten bestehen kann. Diese Cluster unterstützen die NFS- und SMB-Protokolle, Object-Protokollknoten und Konnektoren für Hadoop Distributed File System.

IBM Spectrum Scale ist für den Einsatz von x86-Servern entwickelt, einschließlich den Prozessoren Intel EM64T und AMD Opteron. Jeder Knoten erfordert ein Minimum von einem Gigabyte an Memory und ein unterstütztes Betriebssystem. IBM unterstützt IBM AIX, Red Hat und SUSE Linux, Windows Server, Microsoft Windows 7 und IBM Z Systems.

Weil IBM Spectrum Scale mehr ein Softwareprodukt als eine physische NAS-Appliance ist, stützen sich seine Preise auf die Menge an gespeicherten Daten. Die Preise starten ab 18 Dollar pro Terabyte und Monat. Für jene Unternehmen, die eine unbefristete Lizenz bevorzugen, starten die Preise ab 618 Dollar pro Terabyte und Monat. IBM bietet eine kostenlose Probelizenz für 30 Tage an, die auf Oracle VirtualBox, Kernel-based Virtual Machine (KVM) oder VMware ESXi laufen kann.

NetApp FAS Series NAS

Die NetApp FAS Series besteht aus drei verschiedenen hybriden Flash Arrays für SAN- und NAS-Storage.

Am unteren Ende gibt es die FAS2700 Series, die aus zwei verschiedenen Appliances besteht – der FAS2720 und der FAS2750. Beide Systeme gehören zu dem 2U-Formfaktor und können bis zu dem Bereich von Multi-Petabyte-Kapazitäten skalieren. Die FAS2720 unterstützt Kapazitäten von 24 Terabyte bis zu 17 Petabyte, während die FAS2750 von 10 Terabyte bis zu 15 Petabyte reicht. Die höheren Kapazitäten stützen sich auf den Einsatz von mehreren Knoten. Beide Einheiten unterstützen bis zu 24 Knoten.

NetApp FAS8200 NAS-Appliance.
Abbildung 4: NetApp FAS8200 NAS-Appliance.

Wie schon bei der FAS2700 Series können Unternehmen bei der FAS8200-Appliance bis zu 24 Knoten skalieren. Doch ist die FAS8200 für eine höhere Kapazität als die FAS2700 entwickelt worden. Die FAS8200 entspricht dem 3U-Formfaktor und kann in einer Multi-Knoten-Konfiguration eine maximale Kapazität von 57 Petabyte liefern.

Das Highend-Angebot von NetApp ist die FAS9000. Diese Appliance nimmt 8U an Rack-Raum in Anspruch und skaliert bis zu 24 Knoten. Zusammen können diese Knoten 172 Petabyte an Speicherkapazität liefern.

NetGear ReadyNAS 2312

Obwohl NetGear eher bestens bekannt für seine Produkte auf Consumer-Niveau bekannt ist, bietet der Hersteller ein Enterprise-NAS an. Das ReadyNAS 2312 ist ein 1U-Gerät. Diese Einheit umfasst 12 Laufwerkeinschübe und kann bei Einsatz von 12 Terabyte-Laufwerken 144 Terabyte an Speicherplatz zur Verfügung stellen.

Das ReadyNAS 2312 bietet eine Bandbreite von Datenschutz-Features an. Eines dieser Features ist der Ransomware-Schutz. Wie viele andere NAS-Appliances auf Enterprise-Niveau erzeugt das ReadyNAS 2312 fortlaufend Speicher-Snapshots, die im Fall einer Ransomware-Infektion für eine Rückkehr zu einem früheren Status benutzt werden. Was den Ansatz von NetGear jedoch von anderen unterscheidet, ist die Tatsache, dass das Gerät die Snapshots in einen Bereich schreibt, der als fälschungssicher gilt. Nicht einmal der Administrator kann direkt auf diesen Snapshot-Speicher zugreifen.

Zusätzlich ist das ReadyNAS 2312 von NetGear für VMware-Kompatibilität zertifiziert und umfasst ferner eingebaute Antivirus-Fähigkeiten sowie einen besonderen Bit-Schutz gegen Medienverfall.

Die Preise für das NetGear ReadyNAS 2312 hängen davon ab, welcher Speicher eingeschlossen ist. Der US-Reseller CDW bietet zum Beispiel eine Version ohne Platten für 1.199,99 Dollar an. Bei CDW gibt es auch eine Version mit 48 Terabyte aus sechs 8-TB-Laufwerken für 5.699,99 Dollar. Offenbar bietet NetGear kein Modell an, das mit der maximal möglichen Speicherkapazität ausgestattet ist.

Pure Storage FlashBlade NAS

Pure Storage stellt mit seinem FlashBlade NAS-Funktionalität für größere Unternehmen zur Verfügung. Der Hersteller beansprucht, dass drei Schlüsselfeatures FlashBlade für Unternehmen interessant machen. Die erste besteht in einem elastischen Netzwerk, mit dem getrennte virtuelle Netzwerke zur Isolierung der Kunden, der Metadaten und des Datenverkehrs geschaffen werden, und zugleich können SLAs für jeden Bereich erzeugt werden.

Das zweite erwähnenswerte Feature laut Pure bietet Purity for FlashBlade. Purity Data liefert Services wie zum Beispiel Komprimierung, Verschlüsselung, Thin Provisioning, Snapshots, Hochverfūgbarkeit und schnelles Data Locking.

Das dritte Feature, das Pure Storage anbietet, besteht in seinem Scale-Out Blade. FlashBlade wurde entwickelt, um dank seiner Scale-Out-Architektur auf bis zu Milliarden von Files und Objects erweiterbar zu werden. Einfach gesagt, FlashBlade soll sich mit dem Datenwachstum des Unternehmens vergrößern.

Obwohl Pure Storage keine genauen Informationen zu den oberen Grenzen seiner Architektur zu liefern scheint, deutet ein Datenblatt immerhin an, dass das System mindestens 75 Blades aufnehmen kann. Eine 75-Blade-Architektur kann einen Durchsatz von 75 GBps liefern und mit 7,5 Millionen IOPS zurechtkommen. Zusammen können diese Blades Petabytes an Kapazität zur Verfügung stellen und Zehntausende von Klienten bedienen.

Die FlashBlade-Architektur verwendet 4U-Gehäuse. Jedes Gehäuse beherbergt entweder acht 40-Gb-Ports oder 32 10-GbE-Ports.

QNAP Enterprise ZFS NAS

QNAP ist seit langem ein Player im NAS-Feld gewesen, war aber historisch auf den Bau von NAS-Appliances für Highend-Media-Server fokussiert. Insofern liefert QNAP ein optimales NAS-Produkt, wenn ein Unternehmen sich für dieses Feature interessiert. Erst seit kurzem hat QNAP den allgemeinen NAS-Markt für Unternehmen mit seiner Z File System (ZFS) NAS Series betreten.

Die erste Appliance in der ZFS NAS Series von QNAP ist die ES1640dc V2. Dieses System umfasst 16 Laufwerk-Einschübe, die alle 12 Gbps SAS-Laufwerke unterstützen. QNAP scheint keine Obergrenze für die Gesamtmenge an Speicher festzulegen, die die Appliance beherbergen kann.

Wie jede andere Hardware-Komponente für Unternehmen auch, neigen NAS-Systeme für diese Gruppe von Anwendern dazu, teuer zu sein. 

Die ZFS NAS verfügt über einen Intel Xeon E5-2400 v2 Prozessor und unterstützt so viel wie 64 Gigabyte an DDR3-Memory. Zusätzlich ist die NAS-Appliance mit Dual-Active-Active-Controllern ausgerüstet, so dass ein sekundärer Controller einspringt, wenn der primäre ausfällt. Der DRAM Write Cache des Geräts ist mit einer Batterie zum Schutz vor Datenverlust ausgerüstet.

Die QNAP ZFS-Appliance bietet verschiedene Connectivity-Optionen an. Dazu gehören vier 10 GbE SFP+ Ports für iSCSI-, NFS- oder CIFS-Verbindungen. Es gibt auch eine vorinstallierte Card, die zwei 10 GbE (RJ45) Ports enthält. Anwender können diese Karte entfernen oder ersetzen mit einem Dual-Port QSFP+ 40 GbE Netzwerk-Interface-Controller.

Die QNAP-Appliance unterstützt allgemeine NAS-Features für Unternehmen, wie zum Beispiel Deduplizierung, Komprimierung und Snapshots. Außerdem ist das Gerät zertifiziert für Windows Server 2016 und VMware. Es ist auch tauglich für OpenStack und kann mit KVM, Docker und Kubernetes arbeiten.

Qumulo

Qumulo bietet eine Reihe von NAS-Produkten an, die hybriden Festplatten- und SSD-Speicher zur Verfügung stellen. Am unteren Ende bietet Qumulo seine QC24 NAS an, die in einem 1U-Gehäuse 3,5 GHz, vier Core-CPUs und 64 Gigabyte an Memory besitzt. Diese Einheit bietet 24 Terabyte an Rohspeicher an, indem sie vier 6-TB-Festplatten und zwei 800-GB-SSDs miteinander verbindet. Qumulos Top-Angebot ist die QC360, eine 4U-Appliance mit Twin 2,4 GHz, sechs Core-CPUs und 256 Gigabyte an RAM. Diese Einheit kann 360 Terabyte an Rohspeicher in der Form von 36 10-TB-Festplatten und vier 1,6-TB-SSDs beherbergen.

Qumulo-Appliances laufen mit dem Qumulo File System. Der Hersteller offeriert dieses File System auch für den Einsatz auf NAS-Appliances von Dell EMC und Hewlett Packard Enterprise. Dieses verteilte Dateisystem kann bis zu Milliarden von Files skalieren und macht sie durch einen Single Namespace verfügbar. Außerdem stellen Qumolo-Arrays Erasure Coding, Continuous Replication, Snapshots und Prüfmethoden zur Verfügung.

Qumulo-Arrays unterstützen eine Bandbreite von Protokolls, darunter NFS, SMB, FTP und ein Kommandozeilen-Interface. Die Appliances unterstützen darüber hinaus die REST API.

Der Hersteller gibt keine Preise bekannt.

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