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Nutanix präsentiert HCI-Optimierungen und neue Services

Zum jährlichen .NEXT-Event stellt Nutanix Neuerungen seiner HCI-Plattform vor, sowie einen neuen Kubernetes-Service und eine Erweiterung der Partnerlandschaft mit AWS und Azure.

Anlässlich der jährlichen Kunden- und Partnerkonferenz von Nutanix - .NEXT – stellt der Anbieter neue Produkt- und Serviceangebote vor. Darüber hinaus erweitert das IT-Unternehmen seine Partnerlandschaft und bietet Kunden nun mehr Cloud-Offerten.

Neue Funktionen für die Hyperkonvergente Plattform

Vor allem die Neuerungen am Flaggschiff des Herstellers, die Hyper-Converged Infrastructure-Software (HCI), sollen dem Anwender künftig eine höhere Funktionalität mit mehr Sicherheit, Performance, Vernetzung und Automatisierung bieten die sich sowohl im lokalen Rechenzentrum als auch in der Cloud beziehungsweise auch mehreren Clouds nutzen lassen.

Die Weiterentwicklungen der HCI-Software umfassen unter anderem die Integration von NVMe-SSDs und Intel Optane-SSD, die für geringere Latenzen und höhere Leistung sorgen sollen. Ebenso lässt die Lösung nun eine höhere Dichte an virtuellen Maschinen (VMs) zu, was sich positiv auf die Gesamtbetriebskosten (TCO) auswirken kann. Darüber hinaus führt Nutanix nun die Blockstore-Technologie ein, die den Speicher effizienter verwalten soll als herkömmliche Dateisysteme. Ein weiteres neues Feature der HCI-Plattform ist der Support für das Storage Performance Development Kit (SPDK), das den Nutzern derzeit als Technologievorschau zur Verfügung steht. Dabei handelt es sich um eine von Intel entwickelte Open-Source-Bibliothek, mit der Anwendungen direkt auf NVMe-Kapazität zugreifen können, ohne dass ein Overhead auf Betriebssystem- oder Kernel-Ebene entsteht, was eine schnellere Workload-Leistung verspricht. Blockstore und SPDK sollen laut Hersteller die Vorteile der softwaredefinierten Architektur verstärken und kontinuierliche Verbesserungen seitens der Performance und der Belastbarkeit ermöglichen.

Um die Sicherheit der Infrastruktur weiterhin zu optimieren, kündigt das Unternehmen Flow Security Central an. Diese zentralisierte SaaS-basierte Verwaltungsebene stellt Compliance-Überwachung, Netzwerktransparenz und Sicherheitsoperationen sowohl in von Nutanix betriebenen privaten Clouds als auch in öffentlichen Cloud-Umgebungen zur Verfügung. Dies soll Zero-Trust-Strategien unterstützen. Security Central bietet Anwendern einen zentralen Knotenpunkt für ihre Sicherheitsoperationen, so dass sie die allgemeine Sicherheitssituation ihrer Nutanix-Implementierungen beurteilen, detaillierte Empfehlungen zur Anpassung der Umgebungen an die Konformität erstellen und die Netzwerktransparenz und den Kontext bereitstellen können, die für die Sicherung von Cloud-Netzwerken und Anwendungen erforderlich sind. Weitere Sicherheitsfunktionen sollen folgen, wie die Erweiterung des nativen Schlüsselmanagers und der Datenverschlüsselung für Edge- und ROBO-Umgebungen, AHV-Unterstützung für Microsofts Virtualization-based Security (VBS) und Credential Guard, das Windows VDI-Desktops vor Angriffen auf das Memory schützt. Zudem sollen zusätzliche Sicherheitszertifizierungen zur Verfügung stehen, darunter aktualisierte FIPS 140-2-Zertifikate und Tests für eine Aufnahme in die Liste der vom DoDIN genehmigten Produkte (APL).

Des Weiteren kündigt der Hersteller neue virtuelle Netzwerkfähigkeiten in Nutanix Flow an, die nativ in den Software-Stack integriert werden. Flow Networking basiert auf VPC (Virtual Private Cloud), was von den großen Public-Cloud-Anbietern genutzt wird. Flow soll die Erstellung, Isolierung und Verwaltung von softwaredefinierten Netzwerken vereinfachen, die wiederum Apps in Rechenzentren und Clouds verbinden. Damit soll die Vernetzung von hybride und Multi-Cloud-Implementierungen vereinfacht werden. Die VPC-Technologie resultiert aus mehrjährigen Investitionen in Nutanix Xi Cloud. Integriert in die AHV-Virtualisierung sollen Anwendern erweiterte Optionen zur Verbindung ihrer verschiedenen Clouds ermöglicht werden.

Der Hersteller verspricht zudem, künftig ein optimiertes Infrastruktur-Betriebsmanagement anbieten zu wollen. Prism Ultimate, eine neue Edition von Prism, bietet hierfür erweiterte Einblicke in Anwendungen und Automatisierung für die Fehlerbehebung bei anwendungsbezogenen Infrastrukturengpässen. Sie bietet auch Einblicke in den Verbrauch von Cloud-IT-Ressourcen für gezielte IT-Kostensenkungen und eine genauere Budgetierung. Darüber hinaus kann Nutanix Prism Nicht-Nutanix-Umgebungen, einschließlich gängiger Virtualisierungs-Stacks, überwachen, wodurch Nutanix-Kunden eine einzige Glasscheibe für ihre gesamte Infrastruktur, einschließlich Legacy-Infrastrukturumgebungen, erhalten.

Kubernetes Platform as a Service für Multi-Cloud-Umgebungen

Ein weiteres neues Angebot ist Karbon Platform Services, eine Kubernetes-Plattform für Multi-Cloud-Implementierungen. Die Lösung bietet Managed Offering zur Beschleunigung der Container-basierten Anwendungsbereitstellung und des Betriebs auf jeder beliebigen Cloud mit automatisierter, systemgesteuerter Sicherheit, um die Entwicklung und Bereitstellung von Anwendungen auf Microservice-Basis zu beschleunigen. Das Angebot adressiert Softwareentwickler, die dadurch eine Managed Services-Erfahrung erhalten, welche an unterschiedlichen Standorten (RZ, Edge, Cloud) läuft. Damit lassen sich Cloud-native Applikationen erstellen und ausführen, während gleichzeitig diese Apps von der darunter liegenden Infrastruktur entkoppelt werden.

Diese neue Cloud-Native PaaS kann Softwareingenieuren helfen, die Anwendungsentwicklung und Orchestrierung zu rationalisieren, ohne die zugrunde liegende Infrastruktur verwalten zu müssen. Karbon Platform Services baut auf den Kernfunktionen des Lifecycle-Managements von Kubernetes auf, die ursprünglich mit Karbon als integrierter Bestandteil der Nutanix HCI-Software eingeführt wurden. Dieses neue Angebot bringt automatisierte, systemgesteuerte Sicherheit und Multi-Tenancy, um eine breite Palette von Microservice-basierten Anwendungen über mehrere Cloud-Infrastrukturen hinweg auszuführen.

Zu den wichtigsten Vorteilen von Karbon Platform Services gehören laut Anbieter:

  • Umfangreiche Managed Services: Dieses PaaS-Angebot ermöglicht die schnelle Entwicklung und Bereitstellung von Anwendungen, die von einfachen zustandsbehafteten, containerisierten Anwendungen bis hin zu komplexen webbasierten Anwendungen reichen, indem sie eine einfache, offene Abstraktion vieler Dienste nutzen. Zu den Karbon-Plattformdiensten gehören insbesondere verwaltete Kubernetes (K8s-aaS), Container as a Service (CaaS), serverlose Funktionen, KI, Message Bus, Ingress, Service Mesh, Übersichtlichkeit und Sicherheitsdienste.
  • SaaS-basierter Multi-Cloud-Betrieb: Ops-Teams können vereinfachte Abläufe und ein einheitliches Anwendungs-, Daten- und Sicherheitslebenszyklusmanagement nutzen, unabhängig von der zugrunde liegenden Cloud. Dieser Service ist skalierbar und verwendet den SaaS-basierten Infrastruktur-Lebenszyklusmanager. Entwicklern stehen umfassende Plattformdienste zur Verfügung, um Anwendungen einmal zu schreiben und über den SaaS-basierten Application Lifecycle Manager in der Cloud bereitzustellen.
  • Erweiterbare Hybrid-PaaS: Karbon Platform Services bietet Cloud-übergreifende Datenmobilität und hybrides Anwendungsmanagement durch transparente, WAN-optimierte Datenpipelines und erweiterbare Datenschnittstellen. Diese Funktion gibt Unternehmen die Flexibilität, ihre eigenen Dienste anzubieten und das breitere Kubernetes-Ökosystem zu nutzen.
  • Verbesserte Sicherheitshaltung: Mit Karbon Platform Services können IT-Betriebsteams ein konsistentes Sicherheits- und API-Modell mit einheitlicher Beobachtbarkeit für Daten und Anwendungen in der gesamten Cloud nutzen. Es bietet automatisierte, systemgeführte Sicherheit mit integrierter Multi-Tenancy und rollenbasierter Zugriffskontrolle (RBAC) für die umfangreichen Dienste.

Zusätzlich zu Karbon Platform Services kündigte Nutanix heute auch Xi Calm an, eine gehostete Version seiner in Entwicklung befindlichen Anwendungsmanagement- und Orchestrierungslösung zur Unterstützung von DevOps-Teams.

Nutanix HCI in Microsoft Azure und Amazon Web Services

Neu ist auch die Möglichkeit Nutanix Cluster in Microsoft Azure und Amazon Web Service nutzen zu können, was über Partnerschaften mit den jeweiligen Unternehmen ermöglicht wurde.

Microsoft und Nutanix werden sich darauf konzentrieren, die HCI-hybride Cloud-Infrastruktur in Azure zu integrieren Die Zusammenarbeit umfasst die Entwicklung von Nutanix-fähigen Nodes auf Azure zur Unterstützung von Nutanix-Clustern und -Diensten. Anwender, die Arbeitslasten auf Nutanix Clusters auf Azure ausführen, werden von Azure Hybrid Benefit sowie erweiterten Sicherheitsupdate nutzen können. Azure-Instanzen lassen sich über die Verwaltungsschnittstelle von Nutanix bereitstellen und verwalten. Ziel ist es, dass hybride Workloads nahtlos über private und öffentliche Clouds hinweg auszuführen, ohne die Anwendungen neu strukturieren zu müssen.

Des Weiteren wollen beide Unternehmen eine nahtlose Vertriebs- und Supporterfahrungen bieten. Microsoft Azure-Kunden werden ihre bestehenden Azure-Guthaben im Rahmen des Microsoft Azure Consumption Commitment (MACC) zum Kauf von Nutanix-Software verwenden können; im Gegenzug können Nutanix-Kunden ihre bestehenden Laufzeitlizenzen auf Nutanix Cluster on Azure portieren oder den On-Demand-Konsum von Nutanix-Software über den Azure-Marktplatz erhalten. Zusätzlich werden Nutanix und Microsoft Azure bei der Kundenbetreuung zusammenarbeiten, um den Kunden ein wirklich durchgängiges Hybrid-Erlebnis zu bieten.

Die Integration in Azure Arc soll die Verwaltung von Servern, Containern und Datendiensten auf Nutanix HCI, vor Ort oder in Azure, über die Azure Arc Steuerungsebene ermöglichen. Wichtige Azure-Services können dann auch auf der Nutanix-Umgebung betrieben werden. Zu diesen Diensten gehören Azure Arc-Server, Azure Arc-Container und Azure Arc-Datendienste.

Die Nutanix Cluster lassen sich zudem auch auf Amazon Web Services betreiben und bieten die gleichen Funktionen wie in Azure. Die HCI-Software operiert dabei auf Amazon EC2-Instanzen und folgt dem gleichen Ziel: Workloads verschiedener Standorte (RZ, Cloud, Multi Cloud) nahtlos betreiben zu können.

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