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Netzwerk-Kapazitätsplanung im Zeitalter von hybrider IT und IoT

Die Cloud, BYOD und IoT machen das Management von Netzwerken zunehmend schwieriger. Ausreichend Bandbreite und reibungsloser Betrieb sind gefordert.

Am Anfang war die flache Dateihierarchie – übersichtlich, aber von eingeschränktem Nutzen. Mittlerweile basieren Unternehmen ihre digitale Architektur auf äußerst komplexen Netzwerken, bestehend aus unzähligen vernetzten Geräten und Anwendungen. Dies ist das sogenannte Internet der Dinge (Internet of Things, IoT). Begleitet wird diese ständige Veränderung durch den Hunger nach mehr Bandbreite. Genau genommen steigt mit dem Maß an Komplexität auch der Bedarf an Bandbreite und zwingt die meisten IT-Profis, beispielsweise in Regierungsbehörden, dazu, ihre Bereitstellung zu priorisieren.

Aus diesem Zusammenhang ergibt sich ein einzigartiges Problem: Wie maximiert man die Bandbreite in einer Umgebung, die fast ständig Änderungen unterliegt? Durch Planung der Netzwerkkapazität! Ihnen stehen alle Informationen zur Maximierung der Netzwerkeffizienz zur Verfügung, die nur genutzt werden müssen.

Komplexere Systeme bedeuten mehr Bedarf an Bandbreite

Bekanntermaßen erschweren Privatgeräte im Arbeitsalltag (BYOD) und das Cloud Computing die Verwaltung von Netzwerken, die dadurch wesentlich komplexer geworden sind. Da sind zunächst all die Zusatzgeräte, die zur Bandbreitenauslastung beitragen. Dann kommen die Netzwerkverbindungen in die Cloud hinzu, in die immer mehr Infrastrukturkomponenten verlagert werden. Die Anzahl und Bedeutung dieser Schnittstellen wächst.

Zu alldem gesellt sich noch die neueste Herausforderung, nämlich das Internet der Dinge. Immer mehr Gegenstände aller Art – Leuchten, Metalldetektoren bei der Sicherheitskontrolle, Sensoren und so weiter –, die nun auch Netzwerkprotokolle verwenden, werden Teil der IT-Infrastruktur und müssen deshalb verwaltet werden. Der Netzwerkdatenverkehr wird durch die Daten dieser IoT-Geräte explosionsartig ansteigen. Aus diesem Grund wird die Bandbreitenverwaltung immer wichtiger und bleibt eine Top-Priorität für IT-Profis in Behörden. Es gibt allerdings bereits eine passende Lösung und diese beginnt mit der Netzwerk-Kapazitätsplanung.

Netzwerk-Kapazitätsplanung: die ersten Schritte

Wichtigste Voraussetzung für eine effektive Kapazitätsplanung ist die Überwachung des Datenverkehrs – nicht nur im Netzwerk, sondern auch von und zu Anwendungen. IoT-Daten stammen von so vielen verschiedenen Datenquellen, dass es bei der Überwachung eher darauf ankommt, die Anwendungen im Blick zu behalten, als nur den Datenverkehr zu regeln.

Fast ebenso wichtig ist die Überwachung der Servicequalität, denn im Internet der Dinge können Geräte in Ihrem Netzwerk auftauchen, denen Vorrang eingeräumt werden muss. Unter diesen Umständen steigt die Bedeutung des Latenz- und des Zugriffs-Managements, selbstverständlich aber auch die von Analysen. Es reicht dann nicht mehr, den Datenverkehr qualitativ und quantitativ zu erfassen, vielmehr werden wesentlich präzisere Informationen benötigt, um Leistungsprobleme rund um die Bandbreite zu beheben.

Eine umfassende Lösung für die Überwachung der Netzwerk-, Anwendungs- und Servicequalität kann man allerdings nicht durch einzelne Tools für all diese Aufgaben ersetzen. Nur eine integrierte Lösung zur Überwachung der gesamten Infrastruktur ermöglicht es, das gesamte Spektrum aller Informationen zu erfassen und zu analysieren, die für eine effektive Netzwerk-Kapazitätsplanung – und damit die effiziente Bandbreitenmaximierung – erforderlich sind.

Transparenz und Automatisierung

Mit einem Auge die ganze Organisation im Blick, mit dem anderen den bisherigen Verlauf – das ist das ideale Szenario, um ihre früheren, aktuellen und zukünftigen Netzwerkanforderungen umfassend zu verstehen. Eine effektive Netzwerk-Kapazitätsplanung basiert eben auf Kenntnissen zu früheren Anforderungen und Leistungskennzahlen. Dazu müssen IT-Profis die Verlaufsdaten zur Leistung mit aufkommenden Trends in Beziehung setzen können.

Die Verlaufsdaten zum Netzwerk sollten auch deshalb problemlos einsehbar sein, weil sich darauf effektive Automatisierungsinitiativen begründen. Im heutigen Internet der Dinge, wo mehr Geräte als je zuvor auf das Netzwerk zugreifen, trägt die Automatisierung nämlich dazu bei, Probleme praktisch im Keim zu ersticken. Die schnelle automatische Fehlerbehebung wird dann auch die Warte- oder Ausfallzeiten senken – besonders im Hinblick auf Kapazitäts- und Bandbreitenprobleme.

„Durch BYOD hatten wir schon einen Vorgeschmack auf das Internet der Dinge bekommen; die neue Realität ist zwar komplexer, aber nicht fundamental anders.“

Joe Kim, SolarWinds

Mit der richtigen Lösung verlieren die Planung der Netzwerkkapazität und das Bandbreiten-Management im Zeitalter der hybriden IT und des Internets der Dinge ihren Schrecken. Durch BYOD hatten wir schon einen Vorgeschmack auf das Internet der Dinge bekommen; die neue Realität ist zwar komplexer, aber nicht fundamental anders. Wichtig ist es, funktionierende Strategien zu identifizieren, die Unterschiede zwischen hybrider IT und dem Internet der Dinge zu beachten und entsprechend zu planen.

Über den Autor:
Joe Kim ist Senior Vice President and Global Chief Technology Officer bei SolarWinds. Er betreut die allgemeine Technologie-Vision und -Strategie für die Produktportfolios von SolarWinds in den Bereichen IT, Cloud und MSP.

Bevor er zum Unternehmen kam, war Joe Kim Vice President (VP) und GM der Transform Business Unit bei HP Enterprise – verantwortlich für die Produktstrategie, Management, technische Planung und Realisierung von fünf neuen, innovativen Produkten im Bereich IT Operations Management (ITOM). Außerdem war er CTO des Application Delivery Managements und ITOM-Geschäfts der HP-Software und hat die Entwicklung von transformierenden Technologien und zukunftsweisenden Ideen geleitet.

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