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Im Vergleich: NAS oder Objektspeicher für unstrukturierte Daten

Die Verwendung von NAS oder Objektspeicher für unstrukturierte Daten hat Vor- und Nachteile. Erfahren Sie, was Sie bei Skalierbarkeit, Leistung und Workload-Typ beachten sollten.

Unstrukturierte Daten gehören zu den am schnellsten wachsenden Datentypen auf dem Markt. Bei Unternehmen, die Jahr für Jahr wachsende Datenmengen generieren und zu speichern versuchen, stellt sich die Frage natürlich: Welcher ist der bestgeeignetste Speicher für unstrukturierte Daten?

Unstrukturierte Daten sind Informationen, die nicht einem herkömmlichen Datenbankformat entsprechen. Text in Form von E-Mails und Dokumenten sowie Multimedia – wie Foto-, Video- und Audiodateien – sind gängige Beispiele für unstrukturierte Daten. Bei der Suche nach dem besten Weg, unstrukturierte Daten zu speichern, sind NAS- und Objektspeicher die beiden wichtigsten Optionen.

NAS vs. Objektspeicherung

NAS gibt es seit Jahrzehnten und stellt ein hierarchisches System von Verzeichnissen und Ordnern zwischen den Benutzern und ihren Dateien zur Verfügung. Dieser Ansatz ermöglicht es Unternehmen, einzelne Dateien für die spätere Verwendung ordentlich zu kategorisieren.

Alles, was Administratoren tun müssen, ist, einen weiteren Knoten hinzuzufügen und dann dem Verwaltungs-Tool zu sagen, dass es den neuen Knoten zum Cluster hinzufügen soll.

Die Objektspeicherung hingegen setzt den Daten kein Dateisystemparadigma auf. Stattdessen verwenden Objektsysteme Metadatentabellen, die getrennt von den zugrunde liegenden Datenelementen existieren. Die Metadatentabelle speichert Attribute, die die zugrunde liegenden Daten beschreiben, wie Dateiname, Erstellungsdatum, Benutzer-ID und den Ort, an dem die Daten abgerufen werden können.

Beide Ansätze haben Vor- und Nachteile, insbesondere im Zusammenhang mit der Sicherung unstrukturierter Daten. Und in der Debatte über NAS- und Objektspeicher hängt die Art des Speichers, der für das jeweilige Unternehmen geeignet ist, auch von der Art der unterstützten Workloads ab.

Die Vor- und Nachteile

Die Hauptvorteile von NAS für die unstrukturierte Datenspeicherung liegen darin, dass es organisiert ist, zumindest soweit man eine ordentliche Ordnerstruktur erstellt, und dass es benutzerfreundlich ist. NAS ist zudem allgegenwärtig, da viele Dienste NFS- oder SMB-Speicherprotokolle unterstützen. Darüber hinaus ist es relativ schnell und bietet Unterstützung für Anwendungen, bei denen sich die Daten schnell ändern.

Skalierbarkeit hingegen ist keine starke Eigenschaft von NAS-Systemen. Dies ändert sich mit dem Aufkommen leistungsfähigerer Scale-Out-Angebote, aber NAS ist immer noch nicht annähernd am Skalierungspotenzial von Objektspeichersystemen.

: Objektspeicher und traditionelles Storage im direkten Vergleich.
Abbildung 1: : Objektspeicher und traditionelles Storage im direkten Vergleich.

Tatsächlich ist die Skalierung der größte Vorteil von Objektspeichersystemen. Die Erhöhung der Kapazität ist eine einfache Aufgabe, und sie ist ziemlich transparent. Der Grund dafür: Viele Objektspeichersysteme folgen eher dem Scale-Out-Prinzip als der Scale-Up-Methode. Alles, was Administratoren tun müssen, ist, einen weiteren Knoten hinzuzufügen und dann dem Verwaltungs-Tool zu sagen, dass es den neuen Knoten zum Cluster hinzufügen soll.

Leistung ist die Herausforderung bei traditionellen Objektspeichern. Dies ändert sich aber auch mit neueren Objektspeicherprodukten. Ein weiterer Nachteil der Objektspeicherung ist, dass sowohl die Metadaten als auch die Objektdaten aktualisiert werden müssen. Wenn Sie also schnell wechselnde Daten haben, kann der Prozess länger dauern als bei NAS. Obwohl es Gateways und standardisierte Zugriffsprotokolle wie S3 gibt, sind die Standards für die Objektspeicherung nicht so einheitlich wie bei den dateibasierten Lösungen.

Was eignet sich für unstrukturierte Daten?

Welcher Ansatz setzt sich also bei NAS vs. Object Storage durch? Im Allgemeinen, wenn Sie Anwendungen haben, die schnell wechselnde Daten haben und optimierten Zugriff benötigen, ist NAS wahrscheinlich die beste Option. Wenn Sie Workloads haben, für die der Speicher eher ein Archiv ist und keine superhohe native Integration mit Anwendungen benötigt, ist Object Storage der richtige Weg.

Skalierbarkeit spielt auch eine Rolle bei der Entscheidung, ob Sie NAS- oder Objektspeicher verwenden. NAS-Systeme unterscheiden sich stark in der Skalierbarkeit, so dass es möglich ist, dass Sie irgendwann über die Grenzen des von Ihnen gewählten NAS-Produkts hinauswachsen können.

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