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Storage-Lösung für KMU: Das bietet RNT Yowie

Kleine und mittelgroße Firmen brauchen oft leistungsfähige, aber einfach zu bedienende Speicherlösungen. Die Yowie-Systeme von RNT sind eine Option, die wir hier vorstellen.

Die beiden Yowie-Modelle – Yowie 53H und Yowie 53F – der Firma RNT sind so genannte „Drop-and-Run“-Systeme für kleinere und mittelgroße Unternehmen (KMU), die diese über die Channel-Partner des Herstellers erwerben kann. Drop-and-Run bedeutet so viel wie „Einsetzen und Vergessen“, denn laut Hersteller soll die Konfiguration und die Verwaltung der Systeme sehr einfach sein. Damit richtet RNT dieses Angebot an die Firmen, die kaum IT-Ressourcen in Form von Personal zur Verfügung haben, und trotzdem leistungsfähigen Speicher der Enterprise-Klasse nutzen wollen.

Die Modelle unterschieden sich in den eingesetzten Medien, der CPU sowie der Speicherkapazität. Obwohl aus Standardhardware gefertigt, wurden die Backplanes der Systeme individuell konzipiert, um optimale Leistungsfähigkeit zu gewährleisten. Das Chassis misst drei Höheneinheiten und fasst 15 hot-swapable Storage-Medien, im Falle des Yowie 53H Festplatten mit 31 bis 130 TByte und des Yowie 53F SSD mit 39 bis 169 TByte. Zehn NVMe-SSDs übernehmen die Betriebssystem-, Cache-, Boot- und Metadatenprozesse. Das 53F verfügt über eine Intel-Xeon-CPU, während das 53H eine Intel-Atom-CPU nutzt.

Beide Systeme sollen einen optimales Preis-Leistungsverhältnis bieten, entweder als iSCSI-Storage mit hohen IOPS-Raten oder als objektbasierte Backup- und Archiv-Appliance. Um eine hohe Ausfallsicherheit zu gewährleisten, sind die Modelle als 5-Node-Konfiguration eingerichtet sowie mit einem 3+2 Erasure Coding, Replikation und redundanter Stromversorgung ausgestattet. Dank eines Wizards lässt sich der Installationsprozess größtenteils automatisieren und ist laut Hersteller in nur 30 Minuten erledigt. Um höhere Speicherkapazitäten zu erreichen, lassen sich weitere Modelle hinzufügen.

Die Software macht den Unterschied

Um den Ansatz des vereinfachten Managements gerecht zu werden, wird die Yowie-Plattform mit einer vorinstallierten Software der Wahl ausgeliefert. Zum einen sind die Modelle mit Acronis Cyber Infrastructure oder mit Cloudian HyperStore erhältlich. Damit lassen sich die Systeme dem jeweiligen Einsatzzweck individuell anpassen.

Abbildung 1: Die RNT-Yowie-Plattform soll vor allem KMU eine sichere und einfache Speicherlösung bieten.
Abbildung 1: Die RNT-Yowie-Plattform soll vor allem KMU eine sichere und einfache Speicherlösung bieten.

Mit der Acronis-Software (Acronis SDI) soll eine schnelle und hochverfügbare Appliance bereitstehen, die Protokolle wie S3, NFS oder iSCSI unterstützt und zahlreiche Funktionen bietet, die unter anderem auch vor Hackerangriffen schützen soll. Neben zahlreichen Backup-Optionen kann der Anwender Geo-Replikation für Redundanz und Resilienz nutzen sowie auf Storage Policies und Quotas und Public Cloud Services zurückgreifen. Zu den Sicherheitsfunktionen gehören die folgenden:

  • AES-256-Speicherverschlüsselung
  • SSL-Verschlüsselung für Daten während der Übertragung (HTTPS)
  • Garantierte Datenauthentizität mit Blockchain-basiertem Acronis Notary
  • Automatische Selbstheilung des Clusters
  • WORM-API
  • Acronis Cloudraid
  • Erasure-Coding und Replikation
  • Eingebaute Firewall mit rollenbasierter Rule Engine
  • Umfangreiches Audit-Log

Notary und die WORM-Fähigkeit sollen hier insbesondere vor Ransomware- beziehungsweise Hackerangriffen schützen, indem es die Daten versioniert und unveränderlich macht.

Mit dem Acronis-basierten System kann der Anwender über die Konsole zudem virtuelle Maschinen (VMs) einrichten, löschen, migrieren und in der Größe verändern. Unterstützt werden die OpenStack-API, Windows und Linux als Gastbetriebssysteme sowie Advanced Windows als Gasttreiber. Für das Monitoring kann der IT-Verantwortliche eine grafische Nutzerschnittstelle (Graphic User Interface, GUI) verwenden, womit die Umgebung analysiert werden kann und sich daraufhin präventive Maßnahmen einleiten lassen. Die erhobenen Metriken können dabei abgefragt, visualisiert und erkundet werden. Bei Bedarf sendet das System Warnmeldungen.

Die Verwaltung erfolgt ebenso über eine webbasierte GUI, das den bereits erwähnten Installations-Wizard enthält. Über diese Oberfläche ist eine Wartung und Skalierung des Clusters möglich – laut Hersteller ohne Ausfallzeit. Darüber hinaus steht ein rollenbasierte Zugriffskontrolle (RBAC, Role Based Access Control) zur Verfügung.

Die Lösung mit Cloudian HyperStore ist für unstrukturierte Daten als Disaster-Recovery-Modell konzipiert und bietet unkomplizierten Objektspeicher, der zu 100 Prozent S3-kompatibel ist. Die Appliance bietet eine Cloud-Integration mit AWS, Google Cloud und Azure Blob Storage. Für die Replikation oder Migration zur Cloud lässt sich ein regelbasiertes Tiering nutzen. Weitere Funktionen sind:

Sicherheit

  • AES-256 Speicherverschlüsselung
  • SSL-Verschlüsselung für Daten während des Transfers (data in-flight)
  • S3-kompatible ACLs und Bucket Policies
  • Replikation und Erasure Coding
  • WORM

Disaster Recovery

Um auch hier die Backup-Daten vor äußeren Angriffen wie Ransomware zu schützen, kommt das Cloudian Object Lock zum Einsatz, das die Daten unveränderbar (immutable) macht. Die Performance lässt sich optimieren, indem beispielsweise multiple Anfragen parallel über alle Nodes hinweg verarbeitet werden. Größere Dateien werden in mehreren Teilen hochgeladen, um einen nahtlosen Datentransfer zwischen Standorten oder in die Cloud zu ermöglichen.

Abbildung 2: Der integrierte Wizard soll eine sehr Installation und Inbetriebnahme der Appliance ermöglichen.
Abbildung 2: Der integrierte Wizard soll eine sehr Installation und Inbetriebnahme der Appliance ermöglichen.

Die Lösung ist Multi-Tenancy-fähig, bietet ein individuelles Management von Domains und Namensräumen, QoS-Kontrollen sowie Granularität auf Bucket-Ebene für alle Speicherregeln und generelle Storage Policies und Quotas. Die Verwaltung erfolgt auch hier über eine webbasiertes GUI.

Beide Softwareversionen lassen sich sowohl auf dem Yowie 53F als auch auf dem Yowie 53H nutzen. Hierfür stehen Kapazitätsmodelle von 60, 120, 180 und 240 TByte an Rohkapazität mit dem Festplattenmodell zur Verfügung oder 77, 154 und 308 TByte mit dem Flash-System. Die Preise variieren natürlich je nach Ausstattung beziehungsweise Konfiguration.

Ein Festplatten-Yowie mit 126 TByte nutzbarem Storage, einer Fünfjahresgarantie und Cloudian-Software kostet rund 113.000 US-Dollar, in der Acronis-Version mit 103 TByte nutzbarem Speicher etwa 92.000 US-Dollar. Ein All-Flash-Array mit 161 TByte nutzbarem Storage und drei Jahren Garantie mit Cloudian kommt auf circa 220.000 US-Dollar, mit Acronis und 174 TByte auf 223.000 US-Dollar.

Simpel, funktionsreich und leistungsstark sind Schlüsselfaktoren

RNT hat sich ganz dem Mittelstand verschrieben, was seine Lösungen auch widerspiegeln sollen. Der Hersteller sieht verstärkt die Nachfrage und den Bedarf an Datensicherungssystemen, die sich leicht integrieren, einfach konfigurieren und problemlos, am besten automatisiert, verwalten lassen.

Das Partnerökosystem soll für eine bessere Marktdurchdringung sorgen, denn zum einen kann RNT das breite Marktpotential nicht allein ausschöpfen und zum anderen sind es gerade kleine und mittelgroße Unternehmen, die sich eher auf Anbieter verlassen, die mehr als nur einen Hersteller vertreten und zusätzliche Services bieten.

Um insbesondere die Yowie-Plattform voranzubringen, startete der Hersteller im Juni 2021 einige Promotionsaktionen, damit so neue Partner und Kunden gewonnen werden können.

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