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Zehn Backup-Tipps für den DR-Plan für Naturkatastrophen

Die Checkliste für den DR-Plan für Naturkatastrophen benötigt die richtigen Backup-Methoden. Diese zehn Richtlinien, die helfen können, Daten im Katastrophenfall zu sichern.

Einige Naturkatastrophen, wie zum Beispiel schwere Stürme, können vorhergesagt werden. Dies gibt Unternehmen eine Vorwarnung, so dass sie vorbereitet sein können, indem kritische Systeme und Daten vor möglichen Störungen geschützt werden.

Die Folgen von Unwettern können jedoch unvorhersehbar sein, wie beispielsweise bei Windschäden durch Tornados und Überschwemmungen und Schlammlawinen durch starke Regenfälle. Stellen Sie also sicher, dass Ihre Checkliste für den Naturkatastrophen-Wiederherstellungsplan die richtigen Sicherungselemente enthält.

Unvorhersehbare Naturkatastrophen wie Erdbeben, Vulkanausbrüche und Tsunamis können ebenso viel Schaden anrichten wie vorhersehbare Katastrophen, deshalb müssen Sie immer auf solche Ereignisse vorbereitet sein, besonders wenn Sie in Gebieten mit einem Katastrophenrisiko leben und arbeiten.

In solchen Situationen ist die Regel Nr. 1, Systeme und Daten häufiger zu sichern, als Sie es sonst tun könnten. Sie müssen die Backup-Technologie nicht unbedingt ändern, aber es kann sinnvoll sein, die Frequenz zu ändern. Wenn Sie beispielsweise einmal täglich inkrementelle Backups und einmal pro Woche eine Vollsicherung durchführen, kann es sinnvoll sein, die Häufigkeit der inkrementellen Backups auf stündlich zu erhöhen.

Dies kann eine Änderung der Backup-Ausrüstung und Netzwerkbandbreite erforderlich machen, um die häufigeren Backups umsetzen zu können, aber die Daten sind besser geschützt und mit größerer Wahrscheinlichkeit verfügbar, wenn der Hauptstandort aufgrund einer Naturkatastrophe nicht verfügbar ist.

Eine Naturkatastrophe, insbesondere eine, die das Unternehmen betrifft, kann fast überall auftreten. So obliegt es den Firmen, Vorsorgemaßnahmen zu treffen. Wenn es keine Auswirkungen auf die Backup-Ressourcen oder monatlichen Kosten hat, lohnt es sich, die Informationsbestände häufiger als nötig zu sichern.

Sie müssen immer auf Naturkatastrophen vorbereitet sein, besonders wenn Sie in Gebieten mit einem Katastrophenrisiko leben und arbeiten.

Nachfolgend finden sich einige Tipps für die Checkliste für den Naturkatastrophenplan, um sicherzustellen, dass das Unternehmen gesichert ist und sowohl für unerwartete als auch für prognostizierte Szenarien gerüstet ist.

  1. Wenn möglich, suchen Sie nach Backup-Ressourcen in einem Gebiet, das geografisch von Ihrem Hauptbüro beziehungsweise Hauptrechenzentrum entfernt ist. Dies kann mit einem Cloud-basierten Dienst oder einer gemeinsamen Backup-Ressource in einer Einrichtung eines Drittanbieters geschehen.
  2. Wenn Sie nur lokal Daten sichern, sollten Sie den Kauf von Wechselmedien mit hoher Kapazität in Betracht ziehen, die kritische Backups speichern können, und die Sie im Notfall aus dem Büro nehmen können.
  3. Wenn Ihr aktueller Backup-Speicherort in der Nähe Ihres Hauptbüros liegt – in der gleichen Katastrophenzone – erwägen Sie eine Cloud-Backup-Plattform nur für die kritischsten Systeme und Daten, die das Unternehmen im Notfall betreiben und verfügbar haben muss. Eine Business Impact Analyse (BIA) kann hier helfen, diese kritischen Ressourcen zu identifizieren.
  4. Wenn Sie die Systeme und Daten kennen, die für das Unternehmen bei einer Naturkatastrophe das größte Risiko darstellen, sollten Sie eine Erhöhung der Backup-Frequenz nur für diese Ressourcen in Betracht ziehen und die normalen Backup-Zeitpläne für andere weniger kritische Ressourcen einhalten.
  5. Wenn Sie bereits Cloud-basierte Ressourcen für die Verwaltung Ihrer IT-Infrastruktur nutzen, wie zum Beispiel Software as a Service (SaaS), Disaster Recovery as a Service (DRaaS) oder Backup as a Service (BaaS), überprüfen Sie die Betriebsparameter und sehen Sie, ob es Verbesserungspotenziale gibt, um sicherzustellen, dass Ihre kritischen Assets so aktuell wie möglich sind.
  6. Überprüfen Sie Ihre Recovery Time Objective (RTO) und Recovery Point Objectives (RPO), um sicherzustellen, dass sie mit den Auswirkungen potenzieller schwerer Bedrohungen in Einklang stehen. Als Teil Ihrer Checkliste für den Naturkatastrophen-DR-Plan kann es notwendig sein, Risikobewertungen und BIAs zu überprüfen, um zu sehen, ob diese Metriken angepasst werden müssen. Wenn sie angepasst werden, ist der nächste Schritt, ihre Auswirkungen auf Backup- und Speicheranforderungen zu bestimmen.
  7. Wenn Sie Ihre Backup-Anforderungen im Hinblick auf eine Naturkatastrophe untersuchen, überprüfen Sie die Netzwerkressourcen, um sicherzustellen, dass Sie über eine ausreichende Bandbreite verfügen, um die Zunahme des Datenverkehrs infolge erhöhter Backup-Aktivität aufzufangen.
  8. Testen Sie die gesicherten Systeme und Daten regelmäßig, um sicherzustellen, dass sie im Katastrophenfall schnell und sicher zugänglich sind. Die Tests sollten mindestens einmal jährlich durchgeführt werden –vorzugsweise öfter, wenn Sie sich in einem potenziellen Katastrophengebiet befinden und auch jedes Mal dann, wenn eine Änderung an der Infrastruktur (Software, Apps, Hardware, Updates) erfolgte.
  9. Aktualisieren Sie die Backup-Pläne, Disaster-Recovery-Pläne und Business-Continuity-Pläne, um Änderungen an Ihren System- und Datensicherungsaktivitäten anzupassen.
  10. Überwachen Sie Ihre Backup-Aktivitäten regelmäßig, um sicherzustellen, dass die Systeme die Daten ordnungsgemäß sichern, und führen Sie Stichprobentests durch, um sicherzustellen, dass alles ordnungsgemäß funktioniert.

Die Befolgung der oben genannten zehn Punkte hilft dabei, die Checkliste für den Naturkatastrophen-Wiederherstellungsplan zu erstellen, um sicherzustellen, dass kritische Systeme und Daten im Notfall einsatzbereit sind und die Daten so aktuell wie möglich sind.

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