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Die Datenarchivierungs-Strategie für DR und Backup nutzen

Um widerstandsfähig zu sein, benötigen Unternehmen mehr als nur einen Backup- und Disaster-Recovery-Plan. Die Integration der Archivierung in die Strategie bietet einige Vorteile.

Während Unternehmen typischerweise getrennte Produkte für Disaster Recovery, Backup und Datenarchivierung verwenden, kann es Vorteile für eine stärkere Konvergenz geben. Wenn ein Unternehmen bestrebt ist, widerstandsfähiger (resilient) zu werden, ist es ein guter erster Schritt, eine Datenarchivierungsstrategie in den Data-Protection-Plan zu integrieren.

Laut Greg Schulz, Senior Advisory Analyst bei StorageIO, hilft es, Disaster Recovery als „das große Dach, das das gesamte Unternehmen schützt“ zu betrachten, bei dem Backup und Archivierung wichtige Elemente sind. In diesem Zusammenhang, so Schulz, sollten Firmen über das reine Backup und Disaster Recovery hinaus denken. Schulz sagt, dass die Anbieter im Allgemeinen versuchen, den Fokus in erster Linie auf Backup oder einen anderen Bereich zu richten, vielleicht auf Archivierung oder Replikation, je nachdem, welches Produkt sie verkaufen. Das DR-Dach sollte jedoch alles umfassen.

Viele Unternehmen machen den Fehler, zu entscheiden, dass sie sich nicht in einem katastrophengefährdeten Gebiet befinden, daher müssen sie sich keine Sorgen um DR machen – Backup ist ausreichend. Schulz betont jedoch, wenn man diese Organisationen dann fragt, ob sie sich Sorgen um Resilienz machen, werden sie dies mit Ja beantworten. Wenn es darum geht, widerstandsfähig zu sein, müssen sowohl Datensicherung als auch Disaster Recovery zusammenarbeiten, um IT-Katastrophen vorzubeugen und sie zu bewältigen. 

Eine Datenarchivierungs-Strategie ermutigt das Unternehmen, zu bestimmen, was und wie lange gespeichert werden muss, und dann einen Großteil dieser Daten zu trennen und in einem Archiv zu speichern, nur für die gelegentliche Nutzung.

Aber das ist noch nicht alles. Der Schutz, die Aufbewahrung und Sicherung von Informationen ist eine wichtige Funktion der IT-Infrastruktur, und das bedeutet mehr als nur Backup und DR. Unternehmen müssen den Datenschutz aus allen Blickwinkeln betrachten: „Sie brauchen Backup, Archivierung und DR“, erklärt Schulz.

Während es offensichtlich erscheinen mag, dass ein Backup kein Archiv ist und umgekehrt, betont Schulz, dass Unternehmen beides brauchen, um die IT-Umgebung und das Unternehmen zu schützen. „Wenn Sie in die Falle tappen, dass das Archiv nur für Daten bestimmt ist, die unter die Aufbewahrungsvorschriften fallen, dann fehlt Ihnen der größte Aspekt eines Archivs“, sagt er. Tatsächlich ist laut Schulz eine gute Datenarchivierungsstrategie das „Aspirin“ der Datenwelt und kann sehr viele Beschwerden behandeln.

„Die Lösung für datenbezogene Herausforderungen ist oft die Archivierung, egal ob Sie hundert Terabyte oder hundert Petabyte haben“, fügt er an. Warum? Wenn Firmen Archive nicht nur wegen der Regulierung, sondern als Teil eines Tiering-Prozesses nutzen, sind sie insgesamt viel besser gewappnet. Eine Datenarchivierungsstrategie ermutigt das Unternehmen, zu bestimmen, was und wie lange gespeichert werden muss, und dann einen Großteil dieser Daten zu trennen und in einem Archiv zu speichern, nur für die gelegentliche Nutzung.

Das Spektrum an Data Protection
Abbildung 1: Das Spektrum an Data Protection

„Mit Tiering können Sie viele Daten in ein Archiv, also einen Cold Storage, einbringen, so dass Sie jetzt nicht mehr so viele Daten aktiv schützen müssen“, erläutert Schulz. Solange Sie irgendwo mehrere Kopien haben, sind Sie in der Regel abgedeckt. „Plötzlich haben Sie also Ihre Daten-, Speicher- und Verwaltungs-Kopfschmerzen reduziert“, sagt er. Eine weitere Möglichkeit, den Daten-Footprint zu reduzieren, ist die Einführung einer Datenarchivierungsstrategie. Anstatt ein Petabyte schützen zu müssen, von dem sich drei Viertel nie ändern, können Administratoren sich auf den Schutz einer viel kleineren Datenmenge konzentrieren, die sich regelmäßig ändert.

In diesem Sinne hilft der Archivfokus also, die anderen Aspekte des Datenschutzes, nämlich Backup und Disaster Recovery, in den richtigen Fokus zu stellen. „Man kann nicht wirklich vorankommen, wenn man nicht in der Zeit zurückgehen kann“, meint Schulz. „Mit anderen Worten, beginnen Sie damit, darüber nachzudenken, was archiviert werden muss, und streben Sie dann nach Funktionen, die punktgenau Ansichten (Point-in-Time) Ihrer Daten liefern, damit Sie das, was Sie wiederherstellen müssen, schnell und mit den Funktionen, die Sie benötigen, nutzen können.“

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