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Disaster-Recovery-Software: Commvault und Zerto im Vergleich

Erfahren Sie, wie Commvault Disaster Recovery und Zerto Enterprise Cloud Edition Unternehmen helfen, virtuelle und lokale Daten und Anwendungen zu schützen und wiederherzustellen.

Die Schätzungen gehen weit auseinander, aber die meisten technischen Fachleute sind sich einig, dass der Ausfall einer geschäftskritischen Anwendung mit enormen Kosten verbunden ist. Um diese Art von Ausfall zu vermeiden, implementieren Unternehmen zunehmend DR-Produkte (Disaster-Recovery). Bei einem Ausfall ermöglichen diese Tools ein Failover eines Workloads zu einem alternativen Standort, beispielsweise einer Public Cloud, wo die Anwendung weiterhin funktionieren kann.

Erfahren Sie, wie sich zwei führende DR-Angebote – Commvault Disaster Recovery und Zerto Enterprise Cloud Edition – im Hinblick auf unterstützte Workloads, Funktionen, Integrationen, Lizenzierung, Support und Schulungen unterscheiden.

Commvault vs. Zerto: Welche Workloads werden unterstützt?

Commvault ist bekannt für seine unglaublich vielfältige Unterstützung von Datentypen, Anwendungen und Hypervisoren. Neben der Unterstützung fast aller gängigen Hypervisoren und Geschäftsanwendungen arbeitet Commvault Disaster Recovery mit Windows-, Linux- und Unix-Betriebssystemen. Dazu gehören HP-UX, IBM AIX und Oracle Solaris.

Zerto arbeitet mit einer Vielzahl von Clouds zusammen, darunter Microsoft Azure, Google Cloud, AWS, IBM Cloud und Oracle Cloud. Es unterstützt auch Azure, Amazon und Google Kubernetes sowie Hypervisoren von VMware und Microsoft.

Funktionsreiche DR-Software

Commvault hat sein DR-Produkt um eine intuitive, webbasierte Benutzeroberfläche herum aufgebaut, die Failover und Failback mit einem Klick unterstützt. Commvault entwickelt seine Software so, dass die Daten sicher sind, mit eingebauter Verschlüsselung für Daten im Ruhezustand (Data at Rest) und während der Übertragung (Data in Motion). Zusätzlich führt Commvault Disaster Recovery Sicherheitsscans der am DR-Standort gespeicherten Datenreplikate durch, um den Schutz vor Ransomware zu gewährleisten.

Commvault setzt in hohem Maße auf Automatisierung, insbesondere bei DR-Skripten, Compliance-Berichten und der Erkennung von Ausfällen. Das Angebot von Commvault ist außerdem skalierbar, um das Datenwachstum zu bewältigen, und es ermöglicht flexible RPOs- und RTOs.

Zerto vermarktet seine Plattform als ein Angebot zur kontinuierlichen Datensicherung (Continuous Data Protection, CDP), das sowohl kontinuierliche Backup- als auch DR-Funktionen nutzt. Diese Plattform basiert auf vier Schlüsselfunktionen. Die erste Funktion ist die Langzeitaufbewahrung für Situationen, in denen Compliance- oder regulatorische Anforderungen vorschreiben, dass bestimmte Daten über Monate oder Jahre gespeichert werden müssen.

Der zweite Schwerpunkt von Zerto ist die Datenmobilität und -migration. Die Software ist skalierbar und ermöglicht es Administratoren, Workloads und Daten an jeden gewünschten Ort zu verschieben, sei es On-Premises oder in der Cloud.

Zerto bietet auch Test- und Entwicklungsfunktionen, mit denen Unternehmen isolierte Sandbox-Umgebungen für Entwicklungs- oder Testzwecke erstellen können. Zerto hat diese Sandboxen speziell so konzipiert, dass Unternehmen sie nutzen können, ohne sich Sorgen machen zu müssen, dass sie Performance-Probleme in der Produktionsumgebung verursachen.

Das Unternehmen konzentriert sich auch auf Sicherheit und Compliance. Es überrascht nicht, dass dazu die Fähigkeit gehört, sich schnell von verschiedenen Arten von Cyberangriffen zu erholen. Zusätzlich ermöglicht Zerto aber auch automatisierte Berichte für DR-Tests. Diese Berichte können Unternehmen helfen, ihre Compliance-Anforderungen besser einzuhalten.

Commvault vs. Zerto: Die Integration der DR-Tools

Ein großes Problem bei Backup- und DR-Software ist, dass nicht jede Datensicherungsanwendung jede Geschäftsanwendung unterstützt. Bevor ein Unternehmen ein DR-Produkt auswählt, muss es sicherstellen, dass es mit den von ihm verwendeten Anwendungen funktioniert.

Commvault bietet eine API, die es ermöglicht, praktisch jede Datenquelle mit seiner Software zu verwenden. Commvault hat seine API so konzipiert, dass sie auch für Anwender mit minimaler Entwicklungserfahrung einfach zu bedienen ist.

Wie Commvault bietet auch Zerto eine eigene API an, die Administratoren nutzen können, um den Schutz von Anwendungen und VMs zu automatisieren und die Zerto-Software in Orchestrierungspakete zu integrieren. Unternehmen, die Multisite- oder Multi-Cloud-Umgebungen betreiben, können die API auch nutzen, um diese Umgebungen in die Zerto-Analytik einzubinden und so einen tieferen Einblick in das Geschehen zu erhalten.

Lizenztypen

Die Lizenzierungsbedingungen für Commvault Disaster Recovery basieren darauf, ob die Umgebung virtualisiert ist oder nicht. Für virtuelle Umgebungen basieren die Lizenzen auf der Anzahl der VMs, wobei die Lizenzen in Schritten von 10 VMs angewendet werden. Bei nicht virtualisierten Umgebungen richten sich die Lizenzierungsanforderungen nach der Anzahl der Terabytes an Daten, die das Unternehmen schützen muss.

Zerto lizenziert seine Enterprise Cloud Edition pro geschützter VM und bietet sowohl Abonnements als auch unbefristete Lizenzen an. Zerto offeriert drei verschiedene Lizenztypen, die sich je nach Funktionsumfang unterscheiden. Die Migrationslizenz umfasst beispielsweise nur Migrationsfunktionen, keine DR-Funktionen.

Der zweite Lizenztyp, Zerto Data Protection, enthält lokales Backup, Langzeitspeicherung auf Festplatte, Cloud- oder Objektspeicher sowie Zerto Analytics. Die Zerto Enterprise Cloud Edition Lizenz ist die einzige Lizenz, die alle Zerto-Funktionen integriert. Zu diesen Funktionen gehören DR zu On-Premises, DR zu Cloud, DR zu einem Managed Service Provider, One-to-Many-Replikation, Failover, Failback, Testing, Re-IP, Boot Order, lokales Backup, Langzeitaufbewahrung, Zerto Analytics und Migration.

Produktsupport und Ressourcen

Der Commvault Standard- und Premium-Support umfasst den Zugang zum Maintenance Advantage Customer Support Portal, das Selbsthilfe-Ressourcen wie interaktive Anleitungen zur Fehlerbehebung bietet. Der Hauptunterschied zwischen Standard- und Premium-Support besteht darin, dass der Standard-Support von Montag bis Freitag zwischen 7 und 19 Uhr verfügbar ist, während der Premium-Support rund um die Uhr zur Verfügung steht.

Zerto stellt Anwendern ein Support-Portal zur Verfügung, über das sie Zugriff auf die Zerto-Wissensdatenbank haben und die neueste Version von Zerto Virtual Replication herunterladen können. Admins können das Support-Portal auch nutzen, um sich in einem Online-Forum mit der Zerto-Community auszutauschen und den Status offener Fälle zu überprüfen.

Zusätzlich zum Selbsthilfeportal bietet Zerto On-Demand-Support, einschließlich sofortiger Unterstützung bei dringenden Problemen der Schwereklasse 1.

Commvault vs. Zerto: Schulungen

Vor der COVID-19-Pandemie bot Commvault verschiedene von Trainern geleitete Kurse an. Alle diese Kurse wurden jedoch in die On-Demand-Lernplattform des Unternehmens integriert.

Commvault bietet derzeit drei On-Demand-Lernpakete an: Essentials, Professional und Professional Plus. Das Essentials-Paket umfasst den Commvault Essentials-Kurs und Sitzungen zur Überprüfung der Produktfunktionen sowie den grundlegenden Zugriff auf die On-Demand-Lernbibliothek.

Das Professional-Paket bietet Zugriff auf die On-Demand-Lernbibliothek sowie alle Inhalte des Essentials-Pakets und Extras, einschließlich Expertensitzungen und Zugriff auf das virtuelle Commvault-Labor. Das Professional Plus-Paket enthält alles, was im Professional-Paket enthalten ist, zusätzlich aber noch drei Tage Schulung unter Anleitung eines Trainers. Diese Schulung ist für diejenigen nützlich, die das Zertifizierungsprogramm von Commvault absolvieren möchten.

Zerto bietet Partnern und Kunden kostenfreie Schulungen und Zertifizierungen an. Zusätzlich zu den Schulungsressourcen, die das Unternehmen myZerto University nennt, bietet das Unternehmen auch praktische Übungen an, damit Kunden die Software besser kennenlernen können.

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