Basiskonfiguration des Wireless LANs (WLANs): Probleme finden und beseitigen

Verbindungsprobleme zwischen Client und Access Point können viele Ursachen haben. Wir bieten einen grundlegen Einblick in die WLAN-Einstellungen.

Um einen Fehler im drahtlosen Netzwerk zu finden, müssen Sie zunächst die Kommunikation zwischen WLAN-Client und Access Point (AP) verstehen. Dieser Beitrag beschreibt die Fehlersuche, wenn es zu Problemen bei der Verbindung zwischen WLAN und Client kommt.

Es gibt diverse Funktionen des WLAN-Clients, die Sie für eine Verbindung zu einem Access Point konfigurieren müssen, um Daten übertragen zu können. Dazu gehören SSID, IP-Adressen, Sicherheitseinstellungen des Netzwerks (etwa WPA2 und WEP) und Kanal-Parameter. Dabei muss der Client an die Einstellungen des APs angepasst werden. In einigen Fällen können Probleme bei Endgeräten auftreten, die neue WLAN- oder eingebettete Netzwerkkarten verwenden.

Konfigurations-Parameter

Wie erwähnt, muss sich die Konfiguration von WLAN-Client und Access Point aufeinander abgestimmt sein. Daher müssen Sie zunächst sicherstellen, dass der Client richtig konfiguriert ist. Als Voraussetzung gelten folgende Parameter:

  1. SSID-Einstellung: Dabei handelt es sich um eine einzigartige Kennung, die ein WLAN von einem anderen unterscheidet. Früher war diese Komponente der einzige Security-Mechanismus für das WLAN. Nur Clients mit der richtigen SSID konnten sich mit dem WLAN verbinden. In der Regel wird die SSID versendet und die WLAN-Karte identifiziert sie automatisch.
  2. Kanaleinstellung: Access Points haben mehrere Kanäle, auf denen sie Signale senden können. Gibt es mehrere Access Points in einem Bereich, sollte diese auf unterschiedlichen Kanälen senden, um Interferenzen zu vermeiden. So könnten Sie zu Hause Kanal 1 verwenden, bei einem WiFi-Hotspot oder in einem Hotel allerdings die Kanäle 6 oder 11. Als Faustregel für das Vermeiden von Störungen gilt, dass Sie keine räumliche überlappenden Funkzellen verwenden sollten. Es wird zu einem Abstand von mindestens vier Kanalnummern geraten. Deswegen setzt man gerne die Kanalkombinationen 1,5,9 und 13. Auch hier gilt, dass der AC die Informationen überträgt und die WLAN-Karte die Konfiguration automatisch erkennt.
  3. Security-Einstellung: Anders als bei SSID und Kanaleinstellung müssen Ihnen diese Informationen mitgeteilt werden. Die Security-Einstellungen verhindern unautorisierte Zugriffe. Als sicherste Verschlüsselung gilt bisher WPA2. WEP sollte hingegen nicht mehr eingesetzt werden, da diese als unsicher gilt.
  4. IP-Adresse: Um Daten über eine WLAN-Verbindung zu übertragen, brauchen Sie eine IP-Adresse, eine Subnetz-Maske und ein Standard-Gateway. Diese drei Einstellungen sind dafür verantwortlich, um ein Endgerät mit dem Access Point zu verbinden. Sie benötigen die IP-Adresse, um über diese Verbindung kommunizieren zu können. Sobald eine Verbindung hergestellt ist, kann der AP diese Einstellungen automatisch an den WLAN-Client senden. Sollte der Access Point dies nicht automatisch tun, müssen Sie den Client manuell konfigurieren. Allerdings werden IP-Adressen mittlerweile in den meisten Fällen dynamisch vergeben.

Fehlersuche beim Client

Sobald Sie alle zu konfigurierenden Bereiche betrachtet haben, können Sie sich auf den Client konzentrieren. Installieren Sie die WLAN-Karte selbst, installieren Sie bei Bedarf das GUI für die Netzwerkkomponente. Hierbei handelt es um ein Frontend, womit Sie alle verfügbaren WLAN-Netzwerke sehen können und die Konfiguration vornehmen. Bei modernen Betriebssystemen sind diese Funktionen allerdings bereits implementiert. Mit dem GUI oder den Einstellung innerhalb des Betriebssystems finden Sie die entsprechenden Netzwerke (oder SSIDs) und Kanäle. Ein Klick auf das verfügbare Netzwerk baut eine Verbindung zwischen Client und WLAN auf. Ist neben dem Netzwerkname ein Schloss-Symbol, ist das WLAN verschlüsselt. Somit brauchen den Netzwerkschlüssel vom Administrator, um sich verbinden zu können. Sobald Sie verbunden sind, lässt sich unter Windows wie folgt überprüfen, ob Ihnen die Infrastruktur eine IP-Adresse zugewiesen hat:

  • Klicken Sie auf „Start“.
  • Tippen Sie im Suchfeld „cmd“ ein, um den „Windows Command Processor“ zu starten.
  • Führen Sie dort den Befehl „ipconfig“ aus.
  • Haben Sie eine entsprechende IP-Konfiguration erhalten, sehen Sie in etwa folgendes:

  • Stellen Sie sicher, dass diese Informationen der drahtlosen Netzwerkkarte zugewiesen sind.

Dieser Vorgang ist relativ einfach. Moderne Notebooks oder Tablets werden mit integrierten WLAN-Modulen ausgeliefert. In der Regel konfigurieren Sie diese eingebettete WLAN-Karte über die GUI des Betriebssystems. Windows führt Sie dabei durch die Konfiguration. Das ist üblicherweise recht einfach. Mühsam könnte es werden, wenn Sie Feineinstellungen vornehmen. Daher sollten Sie die Treiber für die drahtlose Netzwerkkarte herunterladen und installieren.

Wenn Sie sich zur Netzwerkkonfiguration in Windows begeben, sehen Sie möglicherweise mehrere Netzwerkverbindungen, unter anderem auch eine LAN-Verbindung. Sie finden in dem Einstellungsfenster zum Beispiel Verbindungsnamen, Typ, Status, Gerätename oder eine Variation davon. Die Schlüssel-Informationen ist der Gerätename für den sie auf der Support-Website des Herstellers nach dem passenden Treiber suchen können. Häufig hilft es, wenn Sie die Modellnummer des Notebooks wissen. Wir empfehlen generell die Support-Website des Herstellers, da der Treiber somit definitiv kompatibel ist.

Sobald er heruntergeladen ist, installieren Sie Treiber und GUI. Nun können Sie das WLAN inklusive SSID, Kanal, Verschlüsselung und IP-Adresse konfigurieren. Auf diese Weise lassen sich 99 Prozent aller Verbindungsprobleme lösen. Sollten andere Performance-Probleme auftreten, resultieren diese etwa aus der Netzwerkumgebung und der Backend-Infrastruktur.

Über den Autor: Robbie Harrell bringt mehr als 18 Jahre Consulting-Erfahrung in den Bereichen Strategie, Business und Technik mit. Während seiner Tätigkeiten hat er bereits als Principal Architect für International Network Services, Lucent, Frontway und Callisma gearbeitet.

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